Batterietrennschalter

Roland
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Batterietrennschalter

Beitrag von Roland » So 20. Mai 2018, 11:52

Hallo Leute,
mein Kat ist ein braver, treuer Begleiter, der eigentlich immer das tut, was er soll und frühzeitig anzeigt, wenn irgendwas nicht stimmt. So, wie bspw. vor 2 Jahren, als er hier und da mal von selbst bremste, um mir zu zeigen, dass das Handbremsventil defekt war.
Neu ist jetzt, dass er ab und zu, im abgestellten Zustand, sich selbst den Batterietrennschalter einschaltet. Was will er mir wohl damit sagen?
Zum Ablauf: ich stelle den Motor ab, drehe den Zündschlüssel auf Stellung 0 und höre das typische "Klack" vom Batterietrennschalter (BTS). Am Armaturenbrett habe ich ein Voltmeter, mit dem Abschalten fällt die angezeigte Spannung von den üblichen 28V auf O und erlischt, alles ganz normal. Komme ich dann nach Tagen wieder, finde ich (glücklicherweise) den gleichen Zustand vor. Zwei Mal war es jedoch in diesem Frühjahr anders: ich setzte mich hinters Steuer, will den Schlüssel in den Fahrtschalter stecken und bemerke, dass das Voltmeter mir schon 26V anzeigt (der BTS ist also schon eingeschaltet), obwohl ich den Fahrtschalter (Zündschloß) noch nicht in Stellung 1 gebracht habe. Also aussteigen, Batteriekasten auf, die kurze Kabelbrücke zwischen den 2 Batterien (ich habe nur einen Batteriesatz) eben einseitig lösen, Klack der Schalter fällt ab, die Kabelbrücke kurz wieder drangehalten, Klack Schalter zieht wieder an, das Ganze ein paar Mal, bis der BTS endgültig abgefallen bzw. offen bleibt und alles so ist, wie es sein sollte. Merkwürdig oder ?
Wenn ich, mit meinen bescheidenen Kenntnissen, den Schaltplan ansehe, geschieht im Normalfall folgendes: Batterie+ liegt über Leitung 001 (permanent) an der Eingangsklemme 30 des Fahrtschalters, in Stellung 1 wird Plus über Klemme 61 und Leitung 036 zur Diodenplatte Klemme 88 am BTS geleitet, der BTS zieht an. Weiters wird von Klemme 88 Plus durch den Not-Ein Schalter hindurch zum HeizungsMinusrelais BD12 geleitet, welches ebenfalls anzieht. Zusätzlich besteht von Klemme 61 über eine weitere Leitung 036 eine Verbindung zum Relais BD6, welches bei laufendem Motor die Leitung 036 (zusätzlich) mit Plus versorgt, so dass versehentliches Ausschalten des Fahrtschalters bei laufendem Motor nicht zum Abfallen des BTS führen würde.
Beim normalen Abstellen führt dann wiederum die Stellung 0 im Fahrtschalter dazu, dass Leitung 036 Stromkosten wird und dadurch der BTS trennt, Klack...
Wie kann der sich nun von selbst einschalten? Ist ja nur möglich, wenn Leitung 036 mit Spannung versorgt wird, analog zum Vorgang ' Fahrtschalter in Stellung 1 schalten', aber wo, zum Kuckuck, kommt diese Spannung plötzlich her? Von einer defekten Diode AN8 vom BD12?
Oder von einem hängenden BD6? Restspannung in Relais, gibt es sowas?
Ich weiß jedenfalls nicht mehr weiter und bin gespannt, ob jemand mir helfen kann!
Das Symptom werd ich natürlich behandeln, Leitung 30 wird einen ausreichend dimensionierten, manuellen Hauptschalter unmittelbar an der Batterie bekommen, aber damit ist die Ursache leider nicht behandelt.
Allen schöne Pfingsttage
Roland

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fun-ski
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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von fun-ski » So 20. Mai 2018, 14:55

Hallo Roland

Mr Crabs, Felix hat zur Zeit auch das Problem.
An der Lösung arbeiten wir noch für Tipps und Tricks in der Richtung wären wir auch dankbar.
wer Rechtschreibfehler findet darf Sie behalten!
Gruß
Dirk

Rainmaster
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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von Rainmaster » So 20. Mai 2018, 19:21

Frage :

Was passiert, wenn Du den BTS über den mit Kappe geschützten Schalter im Armaturenbrett ausschaltest?
Gruß rainmaster

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fun-ski
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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von fun-ski » So 20. Mai 2018, 19:23

Moin Arndt
das mit dem Notaus und Notein geht einwandfrei und trennt auch alles.
Ist aber ja nicht Sinn des ganzen.
Unsere Vermutung geht auch Richtung Diode
wer Rechtschreibfehler findet darf Sie behalten!
Gruß
Dirk

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Filly
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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von Filly » So 20. Mai 2018, 23:55

Interessante Sache. Ich habe den KAT nun im 13. Jahr und behaupte, daß ich bzgl. Schaltpläne auch Ahnung habe, aber durch diese Schaltung steige ich nicht ganz durch und bin froh daß es bei mir funktioniert (bisher).

Vorschläge:
1. Wenn es das nächste mal passiert, dann zieh das Relais BD6 heraus um auszuschließen, daß dieses der Übeltäter ist. Wenn das Relais hängt müsste beim Ziehen der BTS abfallen. Allerdings hättest du davor beim Abstellen des KATs eben keinen BTS abfallen hören dürfen, wenn BD6 hängt.
2. Eine defekte Diode AN8 kann eigentlich nicht allein schuld sein bzw. müsste auf der Minus-Seite der Diode ja irgendwoher das Plus kommen. Das kann eigentlich nur vom Heizgerät über die Leitung 042 / Anschluß HE1 kommen. Da sollte aber nur Plus drauf sein, wenn das Heizgerät in Betrieb ist. Die Leitung 042 ist parallel zur Kontrolllampe des Heizgeräts geschaltet. Leuchtet diese, wenn der Fehler bei dir auftritt?

Und jetzt noch zu meiner eigenen Erleuchtung:
Wo finde ich physisch die Diodenplatte AN2 sowie die einzelnen Dioden AN7 und AN8?

Gruß
Christoph

Roland
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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von Roland » Mo 21. Mai 2018, 11:21

Hallo Christoph,
Danke für Deinen Beitrag! Als erstes werde ich BD6 mal erneuern und beobachten, ob der Fehler nochmal auftritt. Und nein, die Kontrollleuchte brennt nicht, also müßte das Heizungsplus auch als Ursache ausfallen.
Was die Örtlichkeiten betrifft: BD6 müßte in der Relaisreihe hinter dem Wischwasser zu finden sein, die Diodenplatte AN2 ist Bestandteil des BTS, dort wo die Kabel angeschlossen sind (unter dem Blechwinkel), BD12 und die zugehörigen Dioden müßten im Elektrikkasten auf dem Motor zu finden sein, so vermute ich.
Noch eine Information, die ich zu schreiben vergessen hatte: im Batteriekasten habe ich ein modernes Ladegerät (Leab 24V) eingebaut, dass fest mit dem Plus- und Minuspol der Batteriebank verbunden ist (an beiden Polen extra abgesichert). Der beschriebene Fehler trat bisher nur auf, wenn das Ladegerät ein paar Tage angeschlossen war. Ob dies etwas damit zu tun haben kann? Reagieren (normale) Relais irgendwie auf eine Spannungserhöhung beim Ladevorgang? Kaum vorstellbar...
Das Rätselraten geht weiter,
viele Grüße
Roland

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Zentralgestirn
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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von Zentralgestirn » Mo 21. Mai 2018, 12:04

Hallo Roland,

nach etwas Nachdenken und ohne in die Pläne zu sehen, kann ich mir ein Defekt des Zündschlosses als weitere mögliche Ursache vorstellen. Wenn du den Schlüssel ab ziehst und die Mechanik in dem Zündschloss nicht ganz so tut wie sie sollte, könnte der Kontakt zwar getrennt sein und der BTS abfallen. Kommt jetzt eine Erschütterung oder Temperaturänderung, könnten zu dicht zusammenliegende Kontakte doch wieder Kontakt bekommen und der BTS wieder anziehen.

Oder simpel durchgescheuerte Kabel, die Kontakt zueinander bekommen können.

Durch klopfen, wackeln, ziehen, drücken etc an Zündschloss und Kabelstränge mal versuchen eine Reaktion zu bekommen. Das ist einfach und schnell gemacht.

Zu den Dioden, Bauteile lassen sich mit den ET-Listen finden. Da sind immer Bilder mi der Umgebung von den ET-Teilen, dann kann man da so drauf kommen.

Viel Erfolg

Grüße Sebastian

EDIT: AN2 is die Diodenplate Baterietrennschalter AC1. Im Sromlaufplan ist das ein Bauteil. Daher würde ich vermuten, das die Dioden im BTS sitzen. Groß genug ist der Brocken ja.

Roland
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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von Roland » Mo 21. Mai 2018, 13:08

Hallo Sebastian,
Danke für die Tips!
Einen Fehler im Zündschloß selbst kann ich quasi ausschließen, da es neu ist.
Die Möglichkeit den Fehler durch wackeln, drehen etc der Kabel hervorzurufen, werde ich ausprobieren, gute Idee, danke!
Viele Grüße
Roland

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Zentralgestirn
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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von Zentralgestirn » Mo 21. Mai 2018, 14:20

Hallo Roland,

wenn der Schalter neu ist und die Probleme seit dem Tausch da sind, würde ich da besonders drauf schauen und ansonsten, nur weil etwas neu ist, muss es noch lange nicht fehlerfrei funktionieren.

Grüße Sebastian

Roland
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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von Roland » Mo 21. Mai 2018, 14:37

Sebastian,
da hast Du wohl Recht, was "neu" ist, muß nicht fehlerfrei sein!
Auch dieser Sache werde ich nachgehen....
Danke,
Roland

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egn
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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von egn » Di 22. Mai 2018, 07:53

Neu kann auch bedeuten dass was falsch angeschlossen wurde.
Gruß Emil

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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von Roland » Do 7. Jun 2018, 21:41

Hallo Leute,
Versuch macht kluch, oder auch nicht....
Wie bereits eingangs beschrieben, bestand das Problem ja darin, dass sich der Batterietrennschalter (BTS) ab und an von selbst einschaltete. Euren Hinweisen bin ich dann nachgegangen:
- das Zündschloss habe ich durchgemessen, es schaltet sauber und einwandfrei die 2 Kreise.
- alle Leitungen am Zündschloß sind richtig abgeklemmt.
- Ziehen/Ruckeln an den Zündschloßkabeln bzw. am Kabelstrang konnte den merkwürdigen Effekt auch nicht hervorrufen.
Anschließend habe ich Relais BD6 durch ein Neues ersetzt und den Kat 14 Tage in Ruhe gelassen: das Problem trat nicht mehr auf! Vielleicht doch ein verschlissenes BD6 als Ursache? Mag sein, ich kann es nicht sagen.
Um sicher zu gehen, dass der Effekt in Zukunft nicht mehr auftritt, habe ich in die Leitung 30 direkt hinter Batterieplus einen Hauptschalter eingesetzt, die gesamte Elektrik kann so sicher und sauber ausgeschaltet werden, vor allem, wenn man den Kat länger abstellt.
Hierzu habe ich den originalen, isolierten Pluspunkt ausgebaut und durch eine Aufnahme für den Hauptschalter ersetzt. War schon ein wenig Bastelei, denn ich wollte die 2 vorhandenen M8er Stehbolzen als Befestigung desselben verwenden, ebenso sollten in die Aufnahme des Hauptschalters von innen M5er Hülsenmuttern eingebaut sein-also ein bißchen Fräsarbeit. So sieht die Aufnahme aus:
image.jpeg

Der Hauptschalter ist ein Modell von Hella/Bep Marine, Dauerlast 650 Ampere, Spitzenlast 2500 A, mit M12er Anschlußbolzen richtig dimensioniert. Da die Originalkabel ein bißchen widerspenstig sind, sollte man bei der Reihenfolge der Belegung der Bolzen ein wenig herumprobieren, bis alles gut und geschmeidig passt. Fertig montiert sieht das dann so aus:
Noch ein bißchen mögliche Scheuerstellen isolieren, die dicken Kabel ordentlich befestigen und gut ist, hoffentlich!
Viele Grüße
Roland
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image.jpeg

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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von A N D R E A S » Do 7. Jun 2018, 23:34

Das sieht doch mal wieder sehr ordentlich aus! :clap:
A N D R E A S

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Zentralgestirn
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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von Zentralgestirn » Fr 8. Jun 2018, 02:40

Roland,

wie nichts anderes von dir gewohnt, sieht super aus. :handgestures-thumbup:

Danke das du uns aufgeklärt hast, woran es vermutlich lag.

Grüße Sebastian

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luchti
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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von luchti » Fr 8. Jun 2018, 07:17

Hallo Roland,

sieht gut aus! Eine Frage hätte ich da ... Aus welchem MAterial hast Du die Halteplatte für den Trennschalter gebastelt?

Die Idee weckt den "will ich auch haben" Instinkt in mir.

Viele Grüße
Mathias

Roland
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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von Roland » Fr 8. Jun 2018, 11:17

Hallo Mathias,
die Halteplatte habe ich aus 21mm Multiplex und 9mm Siebdruckplatte hergestellt. Ergibt dann (miteinander verleimt und verschraubt) 30mm, also genau die Dicke des originalen Isolatorklotz. Auf dem (nachgestellten) Photo ist der Aufbau zu sehen:
image.jpeg
Links die Multiplex, rechts die Siebdruckplatte. In die Multiplex habe ich dann die 4 Hülsenmuttern bzw. "Anschweißmutter" M5 so eingearbeitet, dass der Hauptschalter mit M5er Inbus vernünftig (im Bild quasi von links) angeschraubt werden kann. Zur Veranschaulichung habe ich so eine Anschweißmutter aus einem anderen Blickwinkel einfach dazugelegt. Wichtig ist m.E. weiterhin, die Halteplatte unten um 20 Grad abzuschrägen, dann passt sie sich genau dem Verlauf des Kotflügel an und in diesem Bereich auch eine Befestigungsmöglichkeit (bspw. Schlauchschellen) für die dicken Batteriekabel vorzusehen, denn die "zerren" schon ziemlich und ich habe einfach ein besseres Gefühl, wenn die zusätzlich zur Verschraubung im Hauptschalter nochmals fixiert werden.
Viele Grüße
Roland

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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von luchti » Fr 8. Jun 2018, 21:16

Hallo Roland,

danke für die ausführliche Erklärung.

Ans sich gar nicht so schwer ;)

Viele Grüße
Mathias

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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von 4x4-6x6 » Mo 11. Jun 2018, 00:31

Hallo,

sehe ich das richtig, daß zusätzlich zum Relais am Minus-Pol jetzt mit dem neuen Schalter der Plus-Pol geschaltet wird ?



Roland
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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von Roland » Mo 11. Jun 2018, 09:21

So ist es!

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4x4-6x6
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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von 4x4-6x6 » Mo 11. Jun 2018, 21:15

Hallo,

gibt es ein 'Vorher'-Foto ?

Ich habe auf dem Problem auch schon länger rumgedacht,
aber keine Lösung gefunden, weil ich auf den Minus-Pol fixiert war.

Die Sache mit dem Plus-Schalter gefällt mir insofern,
als daß ich einerseits ein weiteres Plus-Kabel in 70 mm²nach oben zu einer Verteilung führen will,
andererseits einen 16A-Dauer-Ladeanschluß für die Batterie abzweigen will.

Nach meiner Information gibt es die Hella-Schalter mit 2 Bolzen, oder mit 4 Bolzen.


Roland
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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von Roland » Di 12. Jun 2018, 22:46

Hallo 4x4xxxx
ein Vorher Photo gibt es. Auf dem isolierten M12er Bolzen kommt BatteriePlus mit dem dicken Kabel 30 an, damit zusammen verschraubt ist das dicke Kabel 30 zum Anlasser und weiterhin 'abgehend' 2 größere 001er ein kleines 001er und die Verbindung zur 'Schweinenase' bzw. Fremdstartdose.
image.jpeg
Baut man jetzt den Hauptschalter ein, so kommt das dicke Kabel 30 von B+ an einen der beiden Schraubbolzen des Hauptschalters, die anderen o.g. an den Zweiten. Soweit, so gut.
4polige Hauptschalter von Hella kenne ich nicht, ich weiß jedoch Philippi hat sie im Angebot. Ob die jedoch mit M12er Bolzen (die für unsere Kabel passend sind) ausgelegt sind, weiß ich ebenfalls nicht.
Bei dem von mir verwendeten Hauptschalter wäre eine zusätzliche Belegung des Abgangsbolzens mit einem Kabelschuh für 70 Quad. ( der hat ja auch mind. 3 mm) schon problematisch: die Länge des Bolzens ist durch die Gehäusegröße begrenzt. Möglich wäre es aber schon, wenn man anstatt der originalen M12er Mutter und Federring eine M12er Flachmutter und einen dünneren Sicherungsring zur Bedestigung der Kabel verbaut.
Bezüglich des Ladegerätes würde ich aber direkt an die Pole der Batteriebank gehen und nicht den Umweg über den Hauptschalter. Ich habe z.B. ein 20A Ladegerät fest eingebaut, mit 6Quad. Leitungen und 20A Sicherungen direkt an Plus und Minus des Batteriebank eingebaut.
Weiters habe ich, Hinweisen von egn und anderen folgend, nunmehr auch einen Ladungsausgleicher/ Batteriebalancer eingebaut, welcher mit einer einfachen Halterung an der Decke des Batteriekastens befestigt werden kann. Hier ist das gesamte Ensemble zu sehen:
image.jpeg
Links der neue Hauptschalter, mittig der Ladungsausgleicher und rechts das 24V 20A Ladegerät (Fa. Leab).
Nachbau empfohlen :) :D
Viele Grüße
Roland

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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von 4x4-6x6 » Mi 13. Jun 2018, 00:43

Hallo,

eben habe ich intensiv die 12er Kabelschuhe gezählt.

Theoretisch müssten es ja 3 'dicke' Kabelschuhe sein.
- Batteriesatz unten
- Batteriesatz oben
- Anlasser

Gezählt habe ich aber nur zwei.

Dann ist mir aufgefallen, daß irgendwer die obere Batterielade ausgeräubert hat.

Wenn ich noch ein 70 mm²-Kabel brauche,
dann sind es bei mir 4 Kabelschuhe.
Einer zum Anlasser,
zwei von den Batterien, und einer zur neuen Unterverteilung.
Auf den Pin zum Anlasser kommt dann noch das Kleingedöns:
- 6 mm² Generator
- 6 mm² Allgemeine Verbraucher
- 1,5 mm² zum Tacho (Uhr)
- 1,5 mm² zum Fahrschalter
- Schweinsnase

O.K., ich könnte eine Kupferschiene auf den Hauptschalter klemmen,
und die drei dicken Kabel darauf schrauben,
oder ich verwende Doppelkabelschuhe

Mal sehen.


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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von 4x4-6x6 » Mi 13. Jun 2018, 03:44

Hallo,

ich wollte noch ein Bild von den Doppelkabelschuhen nachliefern.

Doppelkabelschuh.jpg

Das klappt aber auch mit 'normalen' Presskabelschuhen, wenn man die Querschnitte addiert.
Ggfs. muß man ein wenig 'Auffüllen', damit das Crimpen vernünftig wird.
Nach dem Pressen ein Stück Schrumpfschlauch mit Innenkleber drüber,
und alles wird gut.

2 x 50 mm² --> 95 mm²
50 mm² + 70 mm² --> 120 mm²
3 x 50 mm² --> 150 mm²


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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von 4x4-6x6 » Mi 13. Jun 2018, 04:59

Hallo,

nun habe ich das Internet nach einer Innenansicht vom Hella-Bep-Marine befragt.

Ergebnis: Null

Für die ollen Nato-Knochen-Schalter gibt es alle Ansichten, und alle Maße.

Frage:
Gibt es ein Foto vom lebenden Exemplar ohne den Drehgriff ?


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Re: Batterietrennschalter

Beitrag von Roland » Mi 13. Jun 2018, 08:35

Leider nicht!

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