Akku Schlagschrauber

alles, was in die obigen Bereiche nicht reinpasst
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Zentralgestirn
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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von Zentralgestirn » Sa 20. Mai 2017, 18:37

115/60Nm sind für einen Bohrschrauber schon stark.
1050Nm für einen solchen Schlagschrauber aber auch.

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egn
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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von egn » Sa 20. Mai 2017, 18:57

Nein, war alles richtig. ;)
Gruß Emil

AndreasE
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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von AndreasE » Sa 20. Mai 2017, 23:08

Zentralgestirn hat geschrieben:Andy,

das meine ich ja, es wird vermutlich noch keiner gegen getestet haben mit den kleinen Akkus, weil vermutlich aus gutem Grund Milwaukee seinen Schrauber nicht mit kleineren Akkus ausliefert.
Warum Makita das tut ist mir ein Rätsel, hatt bestimmt was mit Marketing zu tun. Aber hat bei mir ja funktioniert.
Es wurde bei einem Review extra erwähnt, daß das scheinbar viele Schlagschrauber (auch mit großen Batterien) machen.
Viele werden mit leerer werdenden Batterien zunehmend schwächer.
Dieser Reviewer hat es extra erwähnt, daß das beim Milaukee nicht so ist. Ob das Feature wirklich so selten ist, weiß ich nicht.
https://www.youtube.com/watch?v=6qn2r0nSVW4 (Bei 13:30)
LG, Andy

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mdoerr
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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von mdoerr » Mo 22. Mai 2017, 14:35

Ich hab schon genug Milwaukee M28 Geräte, aber der mit 18V soll besser sein.
Zumindest das Ladegerät geht für beide.

Ich glaube ich hol mir so einen Schlagschrauber.

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Saarkat
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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von Saarkat » Mo 22. Mai 2017, 16:53

AndreasE hat geschrieben:
Zentralgestirn hat geschrieben:Andy,

das meine ich ja, es wird vermutlich noch keiner gegen getestet haben mit den kleinen Akkus, weil vermutlich aus gutem Grund Milwaukee seinen Schrauber nicht mit kleineren Akkus ausliefert.
Warum Makita das tut ist mir ein Rätsel, hatt bestimmt was mit Marketing zu tun. Aber hat bei mir ja funktioniert.
Es wurde bei einem Review extra erwähnt, daß das scheinbar viele Schlagschrauber (auch mit großen Batterien) machen.
Viele werden mit leerer werdenden Batterien zunehmend schwächer.
Dieser Reviewer hat es extra erwähnt, daß das beim Milaukee nicht so ist. Ob das Feature wirklich so selten ist, weiß ich nicht.
https://www.youtube.com/watch?v=6qn2r0nSVW4 (Bei 13:30)
LG, Andy
Meine Erfahrungen diesbezüglich (Hilti) sind, dass Li-Ionen Akkus von jetzt auf gleich abschalten, wenn die Leistung am Ende ist. Bis dahin arbeiten diese Akkus unverändert gleich. Die Ni-Cd Akkus (seinerzeit Makita) verloren hingegen fast parallel zum Ladezustand auch ihre Leistungsfähigkeit. So wie sich das liest, steht das nicht in direktem Zusammenhang mit Li-Ionen, sondern liegt an der Bauweise oder was auch immer. Hier wäre es für mich persönlich eine Überlegung wert, nach einem Gerät Ausschau zu halten, dessen Akkus bis zum Ende gleich starke Leistung bringen. Was nutzt es mir, wenn ich ein geiles Gerät mit ordentlich Bumms habe, was letztendlich diesen Bumms aber nicht an den Tag bringen kann, weil der Akku nach der 2 Schraube schon soweit die Ohren hängen lässt, dass die 3. schon nicht mehr aufgeht.
Die 1,5er Akkus sind bei so einem Gerät nur zum Warm laufen geeignet, aber nicht zum Arbeiten im Rahmen dessen, was dieses Ding mit rund 1000Nm leisten kann.

Das ist Marketing a la "Geiz ist Geil", was aber auch in diesem Segment zu funktionieren scheint, sonst würde man das Gerät nicht mit 1,5er Akku anbieten. Bis der "naive" Kunde merkt, dass 1,5 Ah etwas mager sind, muss er sich einen stärkern Akku nachkaufen. Die Kohle hat Makita dann wieder in der Tasche ;-)
Gruß

Christoph


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Zentralgestirn
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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von Zentralgestirn » Mo 22. Mai 2017, 19:41

Hallo,

Jeder Akku hat seine Leistungsgrenzen. Der entnehmbare Strom ist physisch und idr auch elektronisch beschränkt. Die Makitas der aktuellen Serie haben einen Stern im Akku und in den Geräten. Das bedeutet das sie miteinander kommunizieren und wenn der Akku mehr abverlangt wird wie er leisten kann, dann schaltet die Maschine zum Schutze des Akkus ab. Es gibt verschiedene "Qualitäten" von den 18650er Zellen die bei allen Herstellern verbaut werden. Manche können bis 20A und andere eben nur 10A oder so um den Dreh.
Die Akkus von Milwaukee sind da glaube ich schon verdammt gut. Was ich so gesehen habe die besten. Ich wiederhole mich da, ich kann mich einfach nicht ganz mit den roten Geräten anfreunden. Von den Akkus her wäre das aber mein Favorit.
Anyhow, die Li-Ion Akkus sind wie auto fahren gegenüber dem Fahrradfahren, bei den Ni-Mh oder gar NiCd Akkus. Dazu kommt ein massives voranschreiten der Elektronik. Heutige Geräte werden komplett überwacht und geregelt. Geht ja auch nicht anders bei einem Drehstrommotor was die Bürstenlosen Motoren ja sind. Dazu zählt auch, das nicht die Spannung einer vollen Zelle genutzt wird, sondern eher Richtung leerer Zelle. Daher hast du den sinkenden Leistungsverlust mit sinkender Akkuspannung nicht mehr, wie du es beschrieben hast. Das hätte man damals schon so ähnlich machen können. Auch die "Tankanzeige" an Geräten und Akkus ist erst wirklich mit den Li-Ion Akkus gekommen, früher hat man die armen Akkus leer gemacht bis nichts mehr ging, was sicherlich nicht gut ist für die Akkus. Wenn ich mich recht erinnere ohne Werte nach zu sehen, ist die Differenz von voll zu leer bei den Li-Ion geringer wie bei den alten Systemen. Das kommt dem Beschriebenen auch zu gute.
Warum was und wie will ich mal auslassen, da gibt es Leute die das genauer wissen, aber das mal grob als Orientierung.

Worum es ja eigentlich ging, der kleine Akku muss nicht mitgekauft werden, bei den meisten Händlern kann man da gut und frei wählen, die Wahl hatte ich auch, wollte aber den kleinen Akku für den kleinen Schrauber für beengte Platzverhältnisse und leichte Arbeiten, damit die Maschine leichter wird.

und zu guter letzt, ob Makitas einen Leistungsabfall :D , ich mag das Wortspiel oder auch nicht hat werde ich sehen, wenn die Milwaukees das nicht haben finde ich das gut. Ich glaube mit den großen bekannten Marken kann man nicht viel falsch machen. Ich mag mich da halt sehr gerne mit im Detail auseinander setzen, weil es mich interessiert und ich das best passendste auf dem Markt für mich haben will. Im großen und ganzen tun sich die beiden hier vertretenen Firmen nicht viel. Details und Nuancen sind hier für mich eher entscheidend gewesen.

Ich habe heute schon die Adapter von 3/4" auf 1/2" bekommen. Der BGS hat doch nur eine Kugel, keinen Stift wie erst vermutet, er hat mich 10€ gekostet und der Carolus, eine meiner bevorzugten Marken für preiswert, nicht billig, hat mich 15€ gekostet. Letzterer hat eine Bohrung für das Sichern mit dem Stift und O-Ring. Die haptische Anmutung ist vom Carolus deutlich besser. Klappern tun beide ca gleich, ein hauch besser ist der BGS.

Falls ich es noch nicht gesagt habe, ich hab schon deutlich Vorfreude :D :D

Grüße Sebastian

AndreasE
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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von AndreasE » Mo 22. Mai 2017, 19:49

Zentralgestirn hat geschrieben: Falls ich es noch nicht gesagt habe, ich hab schon deutlich Vorfreude :D :D
Grüße Sebastian
Doch hast Du, aber das macht nichts, das kann man nicht oft genug wiederholen.....
.... und wir freuen uns mit Dir :-)

Vielleicht sollten wir in Euskirchen einen Ratschenschrauber Wettbewerb veranstalten - im Sinne der wissenschaftlichen Forschung.
Genügend Radmuttern sind dann ja vorhanden, daß wir ausprobieren können wie lang so ein Akku nun wirklich hält.
Liegen halt ein paar Reifen mehr neben den Autos :D

LG, Andy

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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von Zentralgestirn » Di 23. Mai 2017, 21:42

Hallo Andy,

das mal ne Idee. Evtl komme ich dieses Jahr mal wieder, dann können wir das gerne machen. Ich bringe dann auch den Kraftschrauber mit. Super leise und völlig unspektakulär Schrauben mit dem richtigen Drehmoment anziehen als Gegenpol zum martialischen Schlagschrauber geschraube :mrgreen:

Post sagt morgen kommen sie :D :dance:

Grüße Sebastian

Oli
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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von Oli » Mi 24. Mai 2017, 10:53

Hallo,

ich bin vom Makita 1001 mehr als begeistert und werde mir bald auch einen zulegen. Bis jetzt habe ich damit alle Schrauben losbekommen die los gehen sollten. Teilweise ganz einfach un unspäktakulär, wo ich vorher mit dem Druckluftschlagschrauber nichts bewegen konnte.

Viele Grüße
Oli

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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von Zentralgestirn » So 28. Mai 2017, 14:53

So,

lange hat es gedauert, DHL sei Dank. Habe beide Schlagschrauber, DTW285 und DTW1001, je einen passenden Koffer, ein Schnelladegerät DC18RC, 2 Akkus 5Ah und einen Akku 1,5Ah bekommen.

Zu erst mal etwas äußerliches, die Koffer sind Ok, ist ja eines von den beiden verbreiteten Systemen, die sich bei vielen Herstellern finden lassen. Die Koffer sind pinnig aber tun ihren dienst. Das man sie Stapeln kann ist gut, dass man sie als Turm verbinden kann, naja, braucht man ab und an mal aber nicht zu oft bei meinen aufgaben. Die Maschinenspezifische Einlage ist Schrott. billigstes dünnsten Plastik. Wird nicht ewig halten, kenne ich von anderen Makita Koffern oder wie Makita sie nennt MakPac. Die Einlagen sind Maschinenspezifisch aber immer für Vollaustattung geeignet, also Platz für 2 große Akkus und das Ladegerät.Bei dem großen ist auch ein Platz für einen Adapter von 3/4" auf 1/2" vorgesehen. Da es keine Absicherung nach oben gibt können die Teile im Koffer munter durcheinander purzeln, wenn der Koffer mal nicht senkrecht getragen wird. Das ist auch schon der nächste negative Punkt, die koffer sind nur mit einem Griff gesegnet und der ist mittig auf dem Deckel. Das ganze ist also maximal unhandlich und sperrig. Die Arme müssen immer vom Körper abgespreizt werden, damit der Koffer und das Bein nicht Krieg spielen. Maß der Dinge ist hier der Systemkoffer von Fein. Im vergleich, ne, geht nicht. Wirklich nicht, bis auf das der Fein-Koffer sich nicht mit anderen zum Turm verbinden lässt ist der Makita in allen Belangen dagegen eine glatte 5. Ich habe sie mir auch eher der Ordnung im Regal gekauft. Im Set sind sie bezahlbar und die Maschinen im Regal vor Sonne und Staub geschützt.

Kommen wir zu den Maschinen selber. Ich fange mal bei klein an und steigere mich dann.

Der DTW285, genauer DTW285RTJ, wobei die letzten Buchstaben und ggf Ziffern das Zubehör spezifizieren. RTJ ist also mit Koffer, Ladegerät und 2x 5Ah Akkus.
Der kleine ist genial. Er ist absolut handlich und super kompakt. Mein kleinster aber auch mein schwächster, für die aller meisten Aufgaben aber ausreichend. Ich habe ihn mir zum allgemeinen Schrauben und zum Radwechsel am PKW gekauft, da ich der Meinung bin, das die Akkus so teuer sind aber in beide passen kann man sich dann doch mal den Luxus des zweiten Gerätes gönnen. Denn schon mal so viel vorweg, der große ist auch groß und damit schwer, mir unnötig zu unhandlich für PKW Schrauben.
Die Haptik ist gut, das angespritze Gummi an Griff und Gehäuse sinnvoll und ergonomisch verteilt. Das Gummisocken an der Spitze ist mehrteilig. Der vorderste kleine Ring ist besonders weich und warum auch immer, er leuchtet im Dunkeln, dank an die Spielkinder und Fans der Fluoreszens bei Makita, einen wirklichen Nutzen konnte ich dem jedoch nicht zuordnen.
Das Gummi soll verindern, das empfindliche Teile verschrammt oder vermackt werden und das Gerät selbst natürlich auch. Bei den Druckluftschlagschraubern meist teures Extra.

Dann mal zum ersten Test. Meine Felgen, nicht originale ziehe ich mit 550Nm an und das Nachziehen habe ich auch gemacht, dnach ca 300km gefahren und der Kleine hat doch tatsächlich mehrere von den Radmuttern auf bekommen! :shock: Konte ich gar nicht glauben, Drehmo geholt, ich hatte vorher Eddingstriche gemacht um zu sehen wie weit die Muttern sich bewegen, bzw ob sie sich überhaupt bewegen. Drehmo bestätigte mir, das ein klein wenig Vorspannung weg war. Frisch mit 550Nm angezogen bewegte sich nichts mehr. Aber Hallo, der Kleine ist mit 280Nm spezifiziert. Ich bin begeistert.
Spätere Tests haben dann ergeben, das die kleinste Stufe Punktlandung für Autofelgen ergibt. Bei 120Nm mit dem Drehmomentschlüssel nachgezogen und da Bewegte sich nicht immer was und wenn dann nur ganz wenig. Also Vorsicht, nicht zu lange schlagen lassen, ich habe ihn wenn überhaupt 2 Sekunden schlagen lassen auf der kleinsten Stufe.
Auf volle Leistung schafft er mit 440Nm angezogene M24 Schrauben, dafür habe ich dann einen 1/2" auf 3/4" Adapter benutzt, der Leistung kostet benutzt. Die Schrauben hat er knapp gelöst bekommen. Ich denke mal so 5 Sekunden brauchte er schon.
Das sind jetzt nicht wirklich reale Werte, da ich meine Testschrauben immer Fette. In der realen Welt kommt dann noch Rost und Dreck dazu, dann wird das vermutlich nicht mehr so viel werden, falls einer drüber nachdenkt, den Kleinen für die Räder am KAT zu kaufen. Da ein klares nein von mir.
Der Kleine hat als einziger der Beiden eine Akkuanzeige mit 3 Balken. 3 Balken heißt aber nur min 50% oder mehr, erst darunter werden es weniger Balken. Das ist nicht unwichtig, da der kleine Akku keine Anzeige hat, die großen haben eine. Die MAschine ist mit beiden Akkus gut ausbalanciert.
Weiter hat nur der kleine noch eine Funktion, das die MAschine im Linkslauf stoppt, sobald die Schraube lose ist. Ein erneutes Drücken des Abzuges lässt den Ambos wieder drehen. Der Abzug ist stufenlos. Wird er voll gezogen, bleibt der Ambos nach einer gewissen kurzen Zeit stehen, zieht man ihn nur etwas, dann dreht er so lange man will. Getestet habe ic das mal an den Radbolzen. Er bleibt knapp bevor die Mutter runter ist stehen. Bei kleineren Schrauben, wo die Mutter also flacher ist, bzw die Einschraubtiefe gering ist, könnte das aber schon zu viel sein.
Ich kann noch nicht genau sagen was ich davon halte.
Der Ambos, also der Antriebsvierkant hat 1/2", eine Bohrung für die Sicherung der Werkzeuge mit Pin und O-Ring, sowie einen Hog-Ring oder Friction Ring. Wie von mir bereits erwähnt, das hat Makita vermutlich schlecht Kopiert und nicht verstanden. Unter den Ring, er ist wie ein C geformt, gehört für eine gute Funktion ein O-Ring, der als Feder fungiert und so den Anpressdruck des Ringes gegen das Werkzeug sicherstellt. Die Schlagschrauber Werkzeuge haben keine Nuten, wo der Ring eingreift. Zumindest habe ich noch keines gesehen und ich habe viele Hersteller in meinem Regal stehen. Es funktioniert, aber bei weitem nicht so schön und kräftig wie ich es gewohnt bin. Das hätte besser sein können. Weiter ist der Radius am Vierkant zum Schaft hin zu groß. Er verursacht schon nach diesen wenigen Sekundes des Nutzens einen deutlichen Grat an den Werkzeugen. Das kannte ich bisher noch nicht von meinen anderen Werkzeugen. Kann man mit leben, ist aber nicht nötig.

Ich würde Sagen, er ist deutlich potenter wie von mir erwartet. Ich bin mir noch nicht sicher wie Glücklich ich damit sein soll, da ich ihn auch für kleinere Schrauben benutzen wollte und extra einen etwas, naja gedacht, schwächeren Schlagschrauber kaufe. Wobei die Auswahl bei Makita extrem begrenzt ist, das ist der einzige mit 1/2" Vierkant vom großen mal abgesheen, den es ja mit beiden größen gibt. Zum Radwechsel und Arbeiten an den Bremsen beim PKW sicherlich genau richtig, da sehr handlich und stark. Bis jetzt bin ich voll zufrieden. Die Tests habe ich mit dem kleinen Akku gemacht. Also gut möglich das noch ein klein wenig mehr geht mit dem großen Akku.

Kommen wir zum vermutlich für euch interessanteren Schlagschrauber, den DTW1001. Ich habe ihn als DTW1001Y1J gekauft, also mit Koffer und einem 1,5Ah Akku. Es gibt ihn aber auch wie den kleinen Als DTW1001RTJ, also wieder mit dem Ladegerät, Koffer und 2 Akkus a´5Ah. Noch kurz zur weiteren Auswahlmöglichkeit, es gibt ihn auch ohne Koffer ohne alle und und und. Das variiert auch etwas je nach Händler. Es sind nicht alle Möglichkeiten bei Makita angegeben.
Der DTW1001 hat eine 3/4" Aufnahme, der DTW1002 eine 1/2".
Die kleine 1/2" Aufnahme hat kein Loch für einen Stift und O-Ring zum sichern des Werkzeugs. Der Friction Ring oder Hog-Ring ist ohne O-Ring. Taugt also nur begrenzt, wie beim Kleinen näher beschrieben ja auch nicht so toll ist. Der größere 3/4" Vierkant hat aber zusätzlich zum Ring auch noch das Loch für den Stift und O-Ring zum sichern. Das Loch hat einen schön großen Radius zum einführen des Stiftes. Das gefällt mir gut.
Die Maschine selbst ist groß und schwer. Für kleine Arbeiten am Auto ist sie mir doch deutlich zu unhandlich und vor allem zu schwer. Bei Arbeiten an der PKW Bremse als Beispiel könnte da schnell der Platz an manchen Stellen eng werden. Er ist mit den 5Ah Akkus Kopflastig. Nicht nur ein klein wenig. Es ist aber noch bewältigbar, aber ein Mannloch oder großen Abdeckungen mit sehr vielen großen Schrauben stelle ich mir ermüdend vor. Druckluftschlagschrauber schneiden da aber nicht besser ab. Da sie keinen Akku als Konterpart haben. Für mich ist er weit weg von einem kleinen handlichen Allrounder, für seine Leistung aber angemessen schwer und doch noch gut kompakt. Ich fühle mich aber voll in meiner 2 Maschinenstrategie bestätigt. Sie ergänzen sich bisher sehr gut.
Das Gehäuse ist wie der Kleine auch gut und sinnvoll mit Gummi überspritzt. Also eigentlich wie beim kleinen auch, gut ergonomisch und zum Schutze der Maschine und der Umgebung sinnvoll angebracht. Der Überzug Vorne taugt auch. Er ist wie beim kleinen auch abnehmbar, damit man da drunter auch gut sauber machen kann.
Was mir am Gehäuse auch gut gefällt, das die Schrauben von hinten nach vorne, also in die Metallfront geschraubt sind und nicht in das Kunststoff was hinten ist.
Bei beiden hat mich jetzt noch keine Kühlluft angepustet oder gestört, was mich bei manchen anderen Maschinen enorm stört, da so Dreck in die Augen gepustet werden kann und man ob des Luftzuges am blinzeln ist. Also das ist hier bisher bei mir noch nicht passiert. Sehr schön.
Ja, erster Test wieder am KAT mit den nicht Serien Felgen und 550Nm Anzugsmoment. Absolut easy. Wenige male geschlagen und auf waren sie. Hat einen sehr souveränen Eindruck auf mich gemacht.
Das hat mir aber nicht gereicht, also wieder auf den "Prüfstand" In der ersten Stufe könnte es eng werden mit den originalen 450+50Nm die die tDV und vorgibt, sollte aber knapp unterschritten werden.
Ich habe meine M24 10.9 Schrauben gefettet mal auf ca 1100Nm gebracht. Dazu habe ich sie mit meinem Drehmomentverstärker, der von einem Drehmomentschlüssel seine Kraft bekommt nach Tabelle angezogen. Die Schrauben hat der Große gut aufbekommen. Ich würde sagen da ist noch etwas Luft nach oben aber nicht mehr viel. Wird also für sehr vieles am KAT gut ausreichen. Für die Radbolzen auf jeden Fall.
Das Licht kann man wie beim kleinen deaktivieren. Der Lichtkegel ist gut auf das Werkzeug ausgerichtet. Durch die Anbringung über dem Abzug ist die Ausleuchtung eines kleinen Werkzeuges aber eher bescheiden. Das liegt nur an der Positionierung. Andere Hersteller haben die Beleuchtung unten beim Akku, dann ist das wesentlich besser mit der Ausleuchtung. Ich habs ausgeschaltet und habe es beim Druckluftschlagschrauber auch noch nie so wirklich vermisst. Bei einem Bohrschrauber etc wäre mir das erheblich wichtiger.
Das Schlagschrauber hat keine Akkufüllstandsanzeige, das ist für alle Akkus ab 2Ah im Akku verfügbar und war bei mir Serienausstattung. Eine automatische Stoppfunktion beim Lösen wie beim Kleinen gibt es hier nicht.
Die Aufnahme für den Akku ist Gummigelagert. Das soll die Vibrationen und Schläge auf die Aufnahme und den Akku reduzieren. Dadurch soll die Aufnahme weniger verschleißen und sich auch sonst nichts kaputt vibrieren. Also nicht wundern was das da unten so wabbelt und sich bewegen lässt, das gehört so. Finde ich auch eine gute Idee, da man von anderen im Netz doch mal lesen konnte das bei intensiver Nutzung die Akkuaufnahme doch schnell verschlissen sein kann. Hat man viel von den roten Maschinen gelesen. Kann aber auch sein weil das die verbreitetsten zu sein schein.

Noch kurz zu den Akkus. Das Gehäuse ist wertig gefertigt aus hochwertigen Materialien. Dafür hat der Akku kein Gummi angespritzt. Stellt man die Maschinen auf dem Akku auf einer Schrägen ab, kann die Fuhre ins rutschen kommen und durch das harte Plastik kann der Untergrund leichter beschädigt, verkratzt werden. Auch ist keine Stoßdämpfende Wirkung zu erwarten. Da mache ich mir dann aber keine Sorgen und den Akku, sondern um die Akkuaufnahme. Die Verriegelung funktioniert gut und macht einen wertigen eindruck auf mich. Reviews anderer haben nicht auffälliges an den Akkus zu Tage gebracht. Einzig was mir etwas sorgen macht. Alle MAkita Geräte mit einem Stern im Gehäuse und ebenso im Akku können miteinander kommunizieren. Wird dem Akku zu viel Strom entnommen, sagt er das dem erät und dieses fährt die Leistung herunter. Das finde ich zum schutze des Akkus und damit auch meiner Geldbörse gut. Wo die aber evtl etwas zu vorsichtig geworden sind ist die Schutzverriegelung der Akkus. Ist der Akku, ich vermute mal 3 mal, es gibt unterschiedliche Aussagen darüber, in die Unterspannung gegangen, kann der Akku nicht wieder benutzt werden. auch ein aufladen mit anderen Ladegeräten oder der austausch defekter Zellen bringt hier nichts. Das ist dann ein Fall für die Tonne. Das kann z.B, mit gesunden Akkus im extrem Falle passieren, wenn sie bei hohen Temperaturen komplett geleert werden und dann bei Tiefen Temperaturen geladen werden. Klingt erstmal unwahrscheinlich. Nur ist nicht die Umgebungstemperatur sondern die Zellentemperatur entscheidend. Bei hohen Verbräuchen wird der Akku warm. Auch im Winter. Steht das Ladegerät dann draußen und der Akku hat evtl noch zeit draußen ab zu kühlen oder wird evtl vom Kühllüfter des Ladegerätes zu kalt, sinkt die Leerlaufspannung der Zellen evtl unter das Maß, wo die Akkuelektronik einen Fehler Zählt. So die Theorie was da los sein kann. Da wird viel im Internett ohne belastbare Fakten diskutiert und das hier stellt nur meine Zusammenfassung dar. Wenn das so ist finde ich das nicht so gut.
Man sollte hier aber auch an einen wichtigen Vorteil denken. Die Energiedichte solcher Zellen ist hoch, sehr hoch. Die können das Brennen anfangen und zwar nicht nut wenig. So das sie ganz leicht das umliegende Materiel in Brand stecken können. Das soll vermutlich in erster Linie verhindert werden. Denn wenn der unwissende Benutzer das ding immer und immer wieder defekt in das Ladegerät steckt und dieses gnadenlos lädt, kann das mMn schon zum Brand kommen. Die Zellen sind da wirklich deutlich empfindlicher wie von früher bekannt und gewohnte Akkutypen.

Noch was zum Ladegerät, es hat einen Lüfter zum Kühlen der Akkus beim Laden. Wird ein zu warmer Akku eingesteckt, kühlt das Gerät den Akku erst runter und lädt dann. Das wird auch angezeigt. Der Lüfter ist aber alles andere als leise. Fällt in der betriebsamen Werkstatt oder Baustelle nicht auf. Im Hobbykeller oder dergleichen würde mich das aber nerven.
Beim einstecken des Akkus und nach beendigung des Ladevorganges gibt das Ladegerät eine Akustische Meldung ab. Der "Klingelton" kann verändert werden. Finde ich interessant wenn man mehrere Ladegerät oder mehrere Menschen mit ihren gleichen Ladegeräten an einer Stelle arbeiten, da man so seine Geräte Personalisieren kann. Also ich weiß somit ob meines oder welches meiner Geräte fertig ist. Auf den zweiten Gedanken gar nicht mal so blöd.

Garantie, diese, bzw ich meine die Gewährlesitung kann bei registration bis 4 Wochen nach dem Kauf direkt bei Makita auf 3 Jahre für die Geräte und 2 Jahre für die Akkus verlängert werden. Eine gute Sache, zumal sie dann auch nachverfolgt werden können, da sie auf meinen Namen und Adresse registriert sind. Kann im Verlustfall ein Vorteil sein, hoffe aber das ich das nicht brauchen werde.

Fazit: Beide Maschinen, als Tag Team besonders, haben mich überzeugt. Auch wenn die Makita Firmenfarbe mir persönlich im Auge schmerzt, so steigen beide mit enormer Kraft in den Ring. Ich konnte bis auf den schlechten Frictionring keine besonderen Nachteile finden. Die Performance ist super und die Maschinen für mich absolut ihr Geld wert. Ich würde sie mir sofort wieder kaufen. Bleibt noch die Langzeiterfahrung zu bekommen. Ich sehe dem aber absolut positiv und optimistisch entgegen.
Ich möchte hier auch noch mal klar stellen, das ich versucht habe objektiv zu berichten und meine Persönlichen und besonders subjektiven eindrücke kenntlich machen wollte. Ich habe weiter versucht dem Hobbyschrauber wie auch dem Professionellen Anwender seiner Sicht der Dinge und Bedürfnisse gerecht zu werden. Welche Anforderungen und Ansprüche ein jeder hat muss er für sich wissen und bitte entsprechend meine Punkte für sich bewerten. Ich habe das mal nicht nur für den einen einigen Fall, die Radbolzen vom KAT in Gedanken gehabt.

Grüße Sebastian
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Größenvergleich DTW285 und DTW1001
Größenvergleich DTW285 und DTW1001
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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von Zentralgestirn » So 28. Mai 2017, 15:06

Noch mehr Bilder
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Versuchsaufbau Lösemoment M24 10.9 auf 1100Nm angezogen
Versuchsaufbau Lösemoment M24 10.9 auf 1100Nm angezogen
Aufteilung MakPac mit DTW1001, Akkus, Ladegerät und Adapter
Aufteilung MakPac mit DTW1001, Akkus, Ladegerät und Adapter
Aufteilung MakPac mit DTW285, Akkus und Ladegerät
Aufteilung MakPac mit DTW285, Akkus und Ladegerät

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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von Saarkat » Mo 29. Mai 2017, 12:24

Da es keine Absicherung nach oben gibt können die Teile im Koffer munter durcheinander purzeln, wenn der Koffer mal nicht senkrecht getragen wird. Das ist auch schon der nächste negative Punkt, die koffer sind nur mit einem Griff gesegnet und der ist mittig auf dem Deckel. Das ganze ist also maximal unhandlich und sperrig. Die Arme müssen immer vom Körper abgespreizt werden, damit der Koffer und das Bein nicht Krieg spielen. Maß der Dinge ist hier der Systemkoffer von Fein.
Ich bin auch nicht der große Fan von den Systainern, aber mich wundert, dass es tatsächlich noch Koffer gibt, die so groß sind, dass der Inhalt durch die Gegend fliegen kann. Normalerweise muss man doch eher Angst haben, dass überhaupt noch Platz für das jeweilige Maschinenzubehör wie Bohrer, Trennscheiben, Sägeblätter, etc. vorhanden ist. Ganz zu schweigen davon, wenn mal das Maschinenkabel ausgetauscht werden muss und das neue Kabel etwas länger und der Stecker nicht so kompakt ist. :doh:
Gruß

Christoph


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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von 4x4-6x6 » Mo 29. Mai 2017, 17:24

Hallo,

gibt es den Beitrag von Sebastian
auch als Hörbuch ?

Das Lesen auf dem Samsung ist
ganz schön aufwändig.

...

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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von Zentralgestirn » Mo 29. Mai 2017, 18:37

Hallo,

was ich noch vergessen habe.

Die Ladezeit eines 1,5Ah Akkus beträgt 15 Minuten und 5Ah brauchen 45 Minuten für den Regelfall. Über- und Untertemperatur sowie in der Anleitung erwähnte aber nicht näher erklärte Zustände können die Ladezeit verlängern.

Falls das noch wer in meinen Beitrag editiren könnte, zu dem Ladegerät, das wäre nett.

Danke

Christoph,
ich bin da ganz bei dir. Daher sehe ich den Fein Koffer auch als Benchmark. Da passt viel Kabel rein und sogar noch als Option kleine Behälter für Zubehör. Ohne das am Ende alles Kraut und Rüben ist. Das dafür aber noch mehrere andere Maschinen mit in den Koffer passen, was die Situation nur bedingt besser macht, ist da für mich pers nur geringer Trost. Weil unnötig groß bleibt der Koffer, geht aber wirklich nicht anders wegen der genormten Grundfläche. Aber für jemanden wie mich, der mit einem Normalen Kombi zum Kunden fährt ein ganz klarer Nachteil. Auch im Privaten, der Koffer nimmt im Regal und im KAT viel Platz in Anspruch. Habe heute auch etwas Tetris gespielt. Den kleinen Schlagschrauber kann man auf den großen Legen, dann hat man nur eine Kiste zum Tragen. Ich mag es aber nicht wenn Maschinen so lose aufeinander liegen. Zudem vermute ich mal das sich hier nicht viele User beide kaufen werden, sondern wohl eher nur den Großen.
Wie dem auch sei, der Koffer hat ja keinen Einfluss auf die Fähigkeiten der enthaltenen Geräte. :mrgreen: Und ich bin froh das der optionale Koffer der mit Abstand größte Kritikpunkt ist.

Grüße Sebastian

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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von Saarkat » Mo 29. Mai 2017, 22:29

Zentralgestirn hat geschrieben: Christoph,
ich bin da ganz bei dir. Daher sehe ich den Fein Koffer auch als Benchmark. Da passt viel Kabel rein und sogar noch als Option kleine Behälter für Zubehör. Ohne das am Ende alles Kraut und Rüben ist. Das dafür aber noch mehrere andere Maschinen mit in den Koffer passen, was die Situation nur bedingt besser macht, ist da für mich pers nur geringer Trost. Weil unnötig groß bleibt der Koffer, geht aber wirklich nicht anders wegen der genormten Grundfläche. Aber für jemanden wie mich, der mit einem Normalen Kombi zum Kunden fährt ein ganz klarer Nachteil. Auch im Privaten, der Koffer nimmt im Regal und im KAT viel Platz in Anspruch. Habe heute auch etwas Tetris gespielt. Den kleinen Schlagschrauber kann man auf den großen Legen, dann hat man nur eine Kiste zum Tragen. Ich mag es aber nicht wenn Maschinen so lose aufeinander liegen. Zudem vermute ich mal das sich hier nicht viele User beide kaufen werden, sondern wohl eher nur den Großen.
Wie dem auch sei, der Koffer hat ja keinen Einfluss auf die Fähigkeiten der enthaltenen Geräte. :mrgreen: Und ich bin froh das der optionale Koffer der mit Abstand größte Kritikpunkt ist.

Grüße Sebastian

Hallo Sebastian,

klar, wenn man Qualitätsmaschinen (Makita, IR, Hilti, Fein, Metabo, etc...) kauft, und der Koffer ist das einzige Manko, dann ist der Koffer im Endeffekt schon ein Luxusproblem. An erster Stelle steht die Qualität der erworbenen Maschine, und die scheint, so zeigen es die ersten Gehversuche, in Ordnung zu sein. Aber, die Kritik in Sachen Koffer ist berechtigt. Die Industrie richtet sich hier nach Normmaßen in Sachen Versand/Vertrieb - wie kann ich den Koffer gestalten, dass das mit dem Palettenmaß (1,20 x 0,80) bestmöglichst funktioniert. Dass der Verbraucher sich unter Umständen während der ganzen Nutzungsdauer darüber ärgert, steht bestmöglich an zweiter Stelle.
Ich möchte jetzt nicht gegen deinen Favoriten "Fein" schiessen (habe kürzlich einen Industriesauger von Fein gekauft und brauch jetzt einen neuen Multimaster ;-) ), aber Fein fährt im Bereich Koffer anscheinend auch zweigleisig. Es gibt "normale" Koffer, es gibt aber auch Systainer.
Frage meinerseits zu den erworbenen Maschinen: Sind die Koffer gleich groß? Kann man das Innenleben des kleinen Schrauberkoffers nicht komplett in die Kiste des großen Schraubers umschichten, also die Lagerschale samt Equipement, oder geht platztechnisch nur "lose".
Ich habe gesehen, dass es von Makita auch Koffer mit entsprechenden Nüssen gibt. Wäre das unter Umständen eine Option, den Koffer bis Unterkante Oberkante zu bestücken? Im Prinzip kann ich mir schwer vorstellen, dass der Koffer einfach nur zu groß sein soll. Da sollte ein Hintergedanken dabei sein - aber welcher? :think:
Gruß

Christoph


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Zentralgestirn
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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von Zentralgestirn » Mo 29. Mai 2017, 23:51

Der Fein Systainer ist mir nur für den Multimaster bekannt. Das einzige Produkt was auch für Endverbraucher beworben und im Baumarkt etc leicht zugänglich gemacht ist. Ich vermute da sehr stark einen Zusammenhang.

Naja, Tanos und die L-Boxx haben beide soweit mir bekannt nur jeweils eine Größe der Grundfläche, die von den Werkzeugherstellern verwendet wird. Mag aber sein das es für größere Sachen da auch andere Größen gibt. Ich meine bei Festool mal was frößeres gesehen zu haben. So macht die Höhe den Unterschied. Die L-Boxx ist noch mal nen gutes Stück größer von der Grundfläche. Ich habe eine flachere, die kann man wie einen normalen Koffer am zweiten Griff tragen und die Große nicht mehr, weil fast kubisch. Da sind die Verschlüsse erheblich besser und sowohl Bosch als auch Kukko haben sich bei dem Inlett Mühe gegeben. Da klappert nicht mal was. Hab grad noch mal nachgesehen. Bosch hat ein Inlett wie Fein es auch benutzt vom Material her.

Beim Tetris spielen habe ich schon versucht das ich nicht übereinander staple, zumindest nicht die Maschinen. Mich nervt es wenn man die untere braucht. Ganz ehrlich, ich kann mir besser aus Holz oder Blech eine Einlage machen und die Geräte stapeln. Von der Höhe kein Problem. Nur der Große passt nicht anders wie liegend in den Koffer. Und mit diagonal und windschief, naja. Das Inlett ist minimal besser wie die Einlage einer Kekspackung. Also das meine ich ernst. Die kannst nur kurz wie vom Hersteller angedacht benutzen. Eine Umnutzung schließe ich für mich aus.

Ich bin am überlegen mir einfach ein Stück Vlies, wie es im Wege- und Wasserbau verwendet wird als trennenden Schutz dazwischen zu legen. Dann passt da alles rein plus noch je ein Satz 1/2" und 3/4" Nüsse im separaten Blechkoffer mit rein. Habe ich schon ausprobiert :D
Der Koffer ist nur so hoch weil das Ladegerät hochkant rein kommt, weil es anders keinen Platz hat. Sonst hätte der kleinere Koffer vom kleinen gereicht. Hat ja auch die gleiche Grundfläche. ;)

Egal, unwichtige aber nervende Luxusprobleme. So eine doofe Verpackung für einen so guten Inhalt.

Grüße Sebastian

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D-Platoon
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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von D-Platoon » Mi 31. Mai 2017, 08:50

Moin zusammen!

Die Probleme mit den Koffern kenne ich auch!
Ich persönlich mag aber die Systainer ganz gerne. Ich habe so einiges an Festool-Werkzeug und da passen eben alle Koffer aufeinander. Ganz praktisch z.B. beim Exzenterschleifer: 1x Systainer mit Maschine, 1x Systainer mit Schleifpapier. Beide aufeinander gestellt, den Riegel gedreht und man kann beides zusammen mit einem Griff tragen. Auch sind bei Festool die Inlets wertig und mit Bild im Deckel, wie alles reingehört. Alles sauber verstaut. Das kann ich von meiner Oberfräse (Bosch blau) nicht sagen. Ich hab denen sogar mal ne Mail geschrieben, dass sie mal zwei Konstrukteure nach Wendlingen schicken sollen, damit sie sich anschauen können wir man das besser macht. Natürlich kam keine Antwort darauf :lol:

Klar, für eine einzelne Maschine sind die Systainer nicht ideal, aber den Systemgedanken dabei finde ich schon gut.

BTW: Vielen Dank für den sehr guten und ausführlichen Bericht! ;)
Meine fahrbaren Untersätze:
  • MAN AS 718A, 18PS, Bj. 1954
  • BMW 535xd touring, 313PS Bj. 2016
  • BMW R 1200 GS Adventure, 125PS, Bj. 2014
  • MAN KAT1 5t mil gl, 256PS, Bj. 1978

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Saarkat
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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von Saarkat » Do 6. Jul 2017, 13:09

Zentralgestirn hat geschrieben:So,

die Zeit des wartens ist gekommen.

Habe bei https://werkzeugstore24.de/ gekauft, war das für mich preiswerteste Angebot. Gibt aber ja auch noch andere...

Grüße Sebastian

Moin,
der Wahnsinn hat auch bei mir jetzt Einzug gehalten. DTW 1001RTJ im 5,0 AH MAGPAC (das 1,5er Schild auf dem Kofferfoto unten ist nicht korrekt) und ein Satz BGS Kraftnüsse von 19-55. Da kann man dem KAT schon schönen Schaden zufügen mit :lol: :lol:

Jetzt muss ich mich aber gut schicken, sonst war Weihnachten in diesem Jahr schon sau früh :lol: :whistle: :whistle:

Bin mal gespannt auf den Realitätstest.
Dateianhänge
Makita Schlagschrauber.jpg
BGS Kraftnüsse.jpg
Gruß

Christoph


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hussl1
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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von hussl1 » Mo 29. Jun 2020, 09:13

Moin zusammen,

jetzt wärme ich das Thema mal wieder auf. Auch bei mir stellt sich die Frage nach einem Akkuschlagschrauber.
Primär möchte ich den dabei haben um Reifen wechseln zu können, soll aber auch ein Partner beim normalen Schrauben werden.
Ich möchte gerne in meinem Akkuökosystem bleiben und nicht nochmal was Neues dazukaufen. Zur Auswahl stehen daher:
- Festool
- Dewalt
- Fein

Festool fällt aus, die haben zwar einen Schlagschrauber, der ist aber zum Schrauben in Holz entwickelt worden und hat keine Leistungsstufen. Angegeben ist der mit 290Nm, Centrotec ist unpassend.

Ich stehe zwischen Dewalt und Fein.

Dewalt schickt den DCF899HN ins Rennen. Das Gerät bekommt man für etwa 250 Euro, ein Akku kostet 60 Euro. Also gute 300 Euro.
Die angegebenen Leistungswerte sind beeindruckend:
3 Stufen (135 / 400 / 950 Nm), 1625 Nm Lösemoment, 1/2 Zoll.
Klingt wie die eierlegende Wollmilchsau auch für kleinere Schrauben (PKW).
Die 1000Nm Anziehmoment scheint er ja auch zu packen, hier wurde ja schon im Thread das Vergleichsvideo gepostet.
Wenn ich dann aber das hier sehe (https://www.youtube.com/watch?v=vXt4dpTafo0&t=411s), habe ich da Zweifel. Der juckelt ja ewig an den Schrauben rum und versagt dann komplett...
Auch die unfeine Leistungsabstufung missfällt mir, da reist man doch bestimmt mal was ab.

Wie ist das bei euren Geräten? Läuft das da auch so, oder geht das smooth and easy?
Packt Ihr mit einem Akku locker alle Schrauben für ein Rad?

Von Fein gibt es auch schöne Geräte, aber nichts was alles mit einem Gerät abdeckt.
Das wären:

ASCD 18-300 W2 SELECT 290Nm, 1/2 Zoll, 228 Euro

6 Leistungsstufen, von M8 bis >M18 einstellbar (290, 210, 135, 85, 50, 25)
10% höheres Drehmoment im Linkslauf zum Lösen extrem festsitzender Schrauben.
600 Verschraubungen (M18) mit einer Akku-Ladung (6 Ah)
--> Denke gut für PKW und für kleinere Schrauben am Kat.
https://www.youtube.com/watch?v=rdnOxaznvzQ
https://www.youtube.com/watch?v=7vNDYZAO3PY
Der wirkt ja fast gelangweilt?

ASCD 18-1000 W34 SELECT (1500Nm, laut Fein bis M28), 3/4 Zoll 350 Euro

6 Leistungsstufen, von M18 bis >M27 einstellbar (1050, 900, 750, 600, 450, 300)
Maximales Lösemoment von 1 500 Nm im Linkslauf
130 Verschraubungen (M27) mit einer Akku-Ladung (6 Ah)
--> Für alles Große am Kat
Hier gibt es leider kein Video. Entspricht aber dem Gerät von Dewalt.

Extra Akku 6Ah 100 Euro

Pro Dewalt:
Günstig, nur ein Gerät erforderlich

Pro Fein:
- Feine Leistungseinstellungen
- Generell mehr verbindliche Angaben des Herstellers
- Das kleine Gerät ist wirklich leicht und kompakt (1kg ohne Akku) und daher vermutlich treuer Spielkamerad.

Wie seht Ihr das? Meine Zweifel aktuell sind:
- Bin ich im richtigen Drehmomentbereich unterwegs zum Lösen?
- Wie bewertet Ihr die Videos? Man weiß natürlich nicht wie die Schrauben vorher zugeknallt wurden. Für Fein gibt es keinen Vergleich
- Ist das ewige Gejuckel normal? Mein Pressluftschrauber war da schneller.

Bin mal gespannt auf euren Input.

Gruß

Matthias

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Saarkat
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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von Saarkat » Mo 29. Jun 2020, 09:19

Moin,

ich habe, genau wie Du und Sebastian, die Recherche ja auch gemacht. Sebastian hat, wenn ich mich nicht irre, den gleichen Makita-Akkuschrauber wie ich.
Ich würde das Teil jederzeit wieder kaufen. Der macht einen richtig geilen Job und hat aureichend Bumms. Ich hab den, abseits vom KATZ, auch schon bei anderen Arbeiten im Einsatz gehabt - tadelos. Und die Akkuhaltedauer ist auch top.
Gruß

Christoph


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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von ALu » Mo 29. Jun 2020, 10:15

Ich habe den Makita selbst im Einsatz, damit insgesamt 10 Reifen am KAT gewechselt (Alu-Felgen). 3 Bekannten haben den Schrauber ebenfalls, alle sind begeistert.
Gruß

Andreas

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manny
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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von manny » Mo 29. Jun 2020, 10:39

Moin,

ich hab auch den Makita im Einsatz. Ich hab ihn noch nie an seine Leistungsgrenze gebracht, Radwechsel beim KAT juckt ihn nicht und ist definiv weit davon weg, dass man sich gedanken über einen zweiten Akku machen müsste... Auch an den zivilen LKW mit 800Nm Radmuttern kommt er souverän zurecht.

Beim PKW hab ich eher Angst dass er mir die Radbolzen abreißt, deshalb bin ich da immer ganz vorsichtig, was mit dem Makita auch sehr gut geht, da die Maschine gut dosierbar ist...

Ich überlege seit geraumer Zeit ihm noch einen kleinen Bruder dazuzuholen, denn für die friemeligen Sachen ist er zu groß und auf dauer zu schwer am langen Arm :whistle:

Im Urlaub mit dem KAT packe ich mir ein Makita-Köfferchen, mit Akkuflex dem großen Akkuschrauber (zum Kabine ab- und aufsetzen) und dem Schlagschrauber. Das geht alles in den Koffer vom Schlagschrauber, die Lücken mit Akkus ausstopfen und los gehts... Dann ist jedenfalls sichergestellt, dass man unterwegs kein Rad wechseln muss :drool:
Zuletzt geändert von manny am Mo 29. Jun 2020, 11:57, insgesamt 1-mal geändert.
Wer später bremst ist länger schnell...

Mein Fuhrpark:
BMW 320D Touring E46 Bj 2003
KTM EXC 500 Six Days 2018
MAN KAT 7t Mil GLw 462
MAN KAT 5t Mil GLw (ex461)Kipper
MAN F2000 19.604FLT Bj 99

Tom911
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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von Tom911 » Mo 29. Jun 2020, 11:23

Ich nutze diverse Makitas und kann mich den positiven Eindrücken nur anschließen. Die Geräte haben noch nie versagt und arbeiten absolut zuverlässig. Den großen Schlagschrauber schaffe ich mir für den KAT nun auch an. Vorteil: ich habe bereits diverse Akkus und zwei Ladegeräte und brauche keine weiteren zu kaufen.
Life is too short, to drive boring cars.

Namib
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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von Namib » Mo 29. Jun 2020, 11:27

Ich habe den grossen und den kleinen Schlagschrauber von Makita - danke Andreas :D - sowie andere Makita Geraete. Top Produkt!
Ingo von Boetticher
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simon
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Re: Akku Schlagschrauber

Beitrag von simon » Mo 29. Jun 2020, 20:33

Moin,

Ich hab auch die beiden Makitas (285er und 1001er) wenn man einmal damit gearbeitet hat, fragt man sich, warum man sich vorher so mit den Schrauben gequält hat. Mit dem Großen hab ich auch die SW42 Kronenmuttern der Stoßdämpfer aufbekommen, ohne die Splinte zu ziehen (waren festgegammelt). Bis der Akku leer ist kann man laaaange schrauben. Wo er mir versagt hat waren M24 Edelstahlschrauben, die wahrscheinlich vorher schon gefressen hatten (kommt davon, wenn Ahnungslose daran rumwürgen und kein Anti-Seize verwenden). Die waren weder vor noch zurück zu bewegen.
Die mit gefühlt 2000Nm angezogene und zusätzlich eingeklebte SW55 Zentralmutter der Kardanwelle am HA-Diff hat er auch nicht auf bekommen. Da musste der 1" Druckluftschrauber ran.

Die Kombi aus beiden Geräten ist toll, bei Werkzeug kann man sich super auf Sebastians Empfehlungen verlassen!

Gruß Simon

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