Pritschenboden

Mucky
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Pritschenboden

Beitrag von Mucky » Mi 21. Nov 2018, 21:20

Hallo,

Hat wer von euch schon mal den Pritschenboden erneuert (vom 4x4) ??

Meiner ist hinüber.

Kann ich die Dielen auch breiter machen oder muss man die auf das Maß machen wie auch im Urzustand ?

Vielen Dank für euer Feedback.

Mucky

OliM
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Re: Pritschenboden

Beitrag von OliM » Mi 21. Nov 2018, 21:32

Servus,
Am Kat hatte ich das Vergnügen noch nicht aber damals am zwotonner (unimog). Dort hatte ich Siebdruckplatten genommen. Grundsätzlich sollte die breite der Bretter keine rolle spielen. Die Stärke schon eher 😉
Grüßle Oli

(Für was man sowas braucht?? Wer hat behauptet das man sowas braucht?? :mrgreen: )

midlifecrisis
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Re: Pritschenboden

Beitrag von midlifecrisis » Do 22. Nov 2018, 01:18

Ich würde für sowas auch Siebdruck nehmen - außer du legst Wert auf Originalität.

Breitere Dielen werden minimal teurer sein da dafür dickere Bäume geschlachtet werden und mehr Verschnitt ensteht. Bei Verzug umd Rissbildung sind sie auch undankbarer. Das dürfte aber bei der Konstruktion der Pritsche keine Rolle spielen.

Wenn du die Dielen möglichst perfekt haben willst soltes du beim Kauf auf stehende Jahrringe achten. Also möglichst keine liegenden aus dem Randbereich da hier der Verzug heftiger ist. Aber auch das spielt eigentluch nur im Möbelbau eine Rolle und interessiert bei deiner Pritsche nicht wirklich.
Ich wolte es nur nicht unerwähnt lassen da deine Frage auch ein gewisses streben nach Perfektion erkenne lässt. :mrgreen:

MFG!
Markus

Timbone
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Re: Pritschenboden

Beitrag von Timbone » Do 22. Nov 2018, 08:51

Morgen Mucky,

wir haben vor ca. 1,5 Jahren den Pritschenboden am 8x8 komplett erneuert Siebdruckplatten ist ganz klar die einfachste Lösung !
Wenn du wie in unsrem Fall Wert auf die Optik legst spielt die Breite der Dielen keine Rolle nur die Dicke :-)

Grüße
Tim
Lieber 8 Zylinder als 2 Kinder!

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manny
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Re: Pritschenboden

Beitrag von manny » Do 22. Nov 2018, 09:12

Moin,

steht deine Pritsche in Wind und Wetter oder hast du ein garagenfahrzeug oder ne Plane drüber?

Bei meinem Zweiachser hatte die BW noch Siebdruck eingebaut, unbeschädigt als ich ihn bekam, beim Brennholz machen bekam eine Platte eine Macke, dies quoll dann innerhalb von 2Jahren auf und die Platte war ablegereif :doh:

Bei Siebdruck ganz wichtig:
-ordentliche Qualität kaufen
-gut die Kanten versiegeln
Ich denke robuster und Wetterbeständiger sind ordentliche Holzbohlen Eiche oder sowas...
Wer später bremst ist länger schnell...

Mein Fuhrpark:
BMW 320D Touring E46 Bj 2003
KTM EXC 500 Six Days 2018
MAN KAT 7t Mil GLw 462
MAN KAT 5t Mil GLw (ex461)Kipper
MAN F2000 19.604FLT Bj 99

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MrCrabs
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Re: Pritschenboden

Beitrag von MrCrabs » Do 22. Nov 2018, 09:24

Oder Douglasie oder Lärche. Leichter und günstiger als Eichen Schnittholz. Beides gut für den Aussenverbau geeignet. (Douglasie wird viel für Terassendielen genutzt und Lärche für Aussenverkleidungen).
Gruß Felix

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holland
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Re: Pritschenboden

Beitrag von holland » Do 22. Nov 2018, 09:39

Ja schon gemacht
2011-08-17_11-54-49_386.jpg
2011-08-17_11-54-38_531.jpg

Mucky
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Re: Pritschenboden

Beitrag von Mucky » Do 22. Nov 2018, 10:12

Vielen Dank für die Infos.

Vom Siebdruck halte ich nicht so viel.
Das sehe ich jetzt bei meinen Anhängern und LKW. Darf ich jetzt einmal komplett tauschen.

midlifecrisis
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Re: Pritschenboden

Beitrag von midlifecrisis » Do 22. Nov 2018, 10:28

Du kannst die Nadelholzdielen auch Kesseldruckimprägnieren lassen.

Die Oberfläche von Siebdruck ist nicht die beständigste, das stimmt.

Grundsätzlich mag kein Holz stehendes Wasser - kann es trocknen hält es ewig.

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Saarkat
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Re: Pritschenboden

Beitrag von Saarkat » Mo 26. Nov 2018, 02:25

Ich bin aktuell damit beschäftigt, wobei aktuell schon über ein Jahr dauert. Ok, ich hatte auch die ganzen Träger abmontiert und lackiert. Da größte Problem bei mir, neben der Zeit, war, die entsprechend dicken Bretter zu organisieren. Ich habe schlussendlich Nut- und Federnadelholzbretter in passender Dicke und rund 15 cm Breite. Diese habe ich im Vorfeld 3 x mit einer Holzschutzlasur gut gepinselt. Wenn der Belag fertig ist, wird die Oberseite mindestens noch einmal gepinselt.

Siebdruck war für mich kein Thema, da ich hier keine Platte in entsprechendem Format (ich hätte einen Platte für die ganze Fläche gewollt) aufzutreiben war. Sollte der gewählte Belag zu schnell den Geist auf geben, kommt Tränenblech drauf, fertig.

Mit der Haltbarkeit von Siebdruck habe ich zweierlei Erfahrungen. Gerüstbeläge aus Siebdruck verabschieden sich relativ schnell, unser erster Humbaur Anhänger hingegen ist mittlerweile 22 Jahre alt, komplett aus Siebdruck, musste die ersten 12-15 Jahre richtig viel arbeiten/leiden und hat noch alle Siebdruckplatten im Original.
Gruß

Christoph


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midlifecrisis
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Re: Pritschenboden

Beitrag von midlifecrisis » Mo 26. Nov 2018, 11:20

Das mit der passenden Dicke ist unproblematisch.
Fahr mit einer Kiste Bier zum Schreiner/Zimmerman, dann dürfen die Bretter da einmal durch den Hobel. Idealerweise kaufst du die auch noch dort - ist vermutlich sogar billiger als im Baumarkt und die Qualität ist besser.

Baumärkte verkaufen meistens das was übrigbleibt zu guten Preisen an diejenigen die keine anderen Möglichkeiten sehen...

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Saarkat
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Re: Pritschenboden

Beitrag von Saarkat » Mo 26. Nov 2018, 12:28

Ich bin ein Freund von "passend" kaufen. Hobeln wäre die letzte Alternative. Aber es gibt ja noch Firmen, die einem das so produzieren, wie man das gerne haben möchte. Man muss sie nur kennen oder findnen, in meinem Fall hatte das Dank Raab Karcher funktioniert. Der Holzgroßhandel war dazu nicht in der Lage.

Im Baumarkt kaufe ich so oder so nicht, ich kaufe von Berufs wegen beim Fachhandel.
Gruß

Christoph


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Re: Pritschenboden

Beitrag von Andy » Mo 26. Nov 2018, 15:34

Man muss theoretisch so oder so Hobeln. Weil die Bretter an den Seiten wo sie aufliegen auch eingelassen sind.
Jedenfalls meine damals.
Ich habe bei mir Siebdruckplatten verbaut, bei der Flut an Schrauben die zuerst raus mussten, hatte ich keine Lust mehr die Menge wieder einzuschrauben.


Andy

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Saarkat
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Re: Pritschenboden

Beitrag von Saarkat » Mo 26. Nov 2018, 15:56

Andy hat geschrieben:
Mo 26. Nov 2018, 15:34
Man muss theoretisch so oder so Hobeln. Weil die Bretter an den Seiten wo sie aufliegen auch eingelassen sind.
Jedenfalls meine damals.
Ich habe bei mir Siebdruckplatten verbaut, bei der Flut an Schrauben die zuerst raus mussten, hatte ich keine Lust mehr die Menge wieder einzuschrauben.


Andy
Das stimmt, aber diese paar mm hab ich mit der Handhobel gemacht - also den Weg zum Schreiner gespart ;-)
Gruß

Christoph


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Re: Pritschenboden

Beitrag von Sandkater » So 2. Dez 2018, 10:49

In meiner Lehrfirma haben wir damals auf die Pritschen zwei Schichten gebaut: dick unten, Stöße an den Traversen und dazu noch 10mm als Verschleißschicht und die Fugen versetzt.
Damit verhindert man dass die unteren Platten an den Stößen aufquellen.
Stirnseiten sollte man nach dem Sägen imprägnieren.

Peter
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Re: Pritschenboden

Beitrag von Mucky » Do 21. Feb 2019, 20:19

So habe mich jetzt entschieden.

Mein Schreiner besorgt mir 35er Eichebretter mit Nut und Feder.
Dauert aber 6 Wochen bis ich die bekomme

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Re: Pritschenboden

Beitrag von Andre90 » Do 21. Feb 2019, 22:18

Ich habe meine 4x4 darmals auch siebdruckplatten rein gelegt auch aus dem grund der zichtausene von schrauben,
jetz nach 9 Jahren mach ich den Boden wieder Neu gut muss auch dazusagen bei mir ist er auch viel seitig genutzt worden!
deswegen kommt bei mir jetz Stahl drauf Tränenblech
Aber für den normalen Gebrauch sind siebdruckplatten vollkommend ausreichend

gruß andre

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Re: Pritschenboden

Beitrag von simon » Do 21. Feb 2019, 22:54

Moin,

Bei Eichenholz besteht wohl an Kontaktstellen mit Metall Korrosionsgefahr wegen der enthaltenen Gerbsäure. Daher werden im Fahrzeugbau eher Nadelhölzer oder evtl Buche verwendet, wobei Buche eher zum Splittern neigt.

Gruß Simon

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Re: Pritschenboden

Beitrag von Mucky » Sa 27. Apr 2019, 11:48

Letzen Samstag habe ich den alten Pritschenboden entfernt.
:twisted: Die Schrauben brachen entweder ab oder drehten durch, da half nur das Brecheisen.
Nach gut 4 Std. war dann alles drunten. Da wo der Boden nicht morsch war war es eine Hölle.
Jetzt noch abschleifen und lackieren und der neue Boden kann drauf.
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IMG_20190420_153337.jpg

AndreasE
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Re: Pritschenboden

Beitrag von AndreasE » Sa 27. Apr 2019, 15:35

Mucky hat geschrieben:
Sa 27. Apr 2019, 11:48
:twisted: Die Schrauben brachen entweder ab oder drehten durch, da half nur das Brecheisen.
Nach gut 4 Std. war dann alles drunten. Da wo der Boden nicht morsch war war es eine Hölle.
Eine Frage (ich habe meinen Pritschenboden noch nicht ausgetauscht, will das aber beim Tiefladeanhänger bald machen):

Ich höre bzw. lese immer, wie schwierig es ist, den alten Boden herauszubekommen. Gleichzeitig lese ich jedoch nie, daß jemand mit einen Hochfrequenzschneider/MultiCutter einfach die Holzbalken knapp bei den Schrauben durchschneidet. Ich vermute, daß wäre eine wesentliche Erleichterung beim Ausbau.

Hat das schon jemand mal gemacht, oder habe ich da einen Denkfehler?

Danke und LG,
Andy

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fun-ski
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Re: Pritschenboden

Beitrag von fun-ski » Sa 27. Apr 2019, 16:03

AndreasE hat geschrieben:
Sa 27. Apr 2019, 15:35
Mucky hat geschrieben:
Sa 27. Apr 2019, 11:48
:twisted: Die Schrauben brachen entweder ab oder drehten durch, da half nur das Brecheisen.
Nach gut 4 Std. war dann alles drunten. Da wo der Boden nicht morsch war war es eine Hölle.
Eine Frage (ich habe meinen Pritschenboden noch nicht ausgetauscht, will das aber beim Tiefladeanhänger bald machen):

Ich höre bzw. lese immer, wie schwierig es ist, den alten Boden herauszubekommen. Gleichzeitig lese ich jedoch nie, daß jemand mit einen Hochfrequenzschneider/MultiCutter einfach die Holzbalken knapp bei den Schrauben durchschneidet. Ich vermute, daß wäre eine wesentliche Erleichterung beim Ausbau.

Hat das schon jemand mal gemacht, oder habe ich da einen Denkfehler?

Danke und LG,
Andy
Hi Andreas
da gebe ich dir recht. Habe aber das ganze auch noch nicht gemacht.
Wie du aber auch auf den Fotos sehen kannst sind die seitlichen Klemmbleche auch noch drinnen.
Meine Vorgehensweise wäre sämtlich Schrauben unten abflexen, Bretter teilen und raus.
Hört sich warscheinlich aber auch leichter an wie getan.
Hatte das ganze bei den Verbinderschrauben an den Motorbremsklappen da war auch nix mehr gängig, Flex raus ab und neue rein, spart Zeit und nerven.
Bin da inzwischen sehr schmerzbefreit, was nich tzerstörungsfei weichen will muss sterben :mrgreen:
wer Rechtschreibfehler findet darf Sie behalten!
Gruß
Dirk

Mucky
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Re: Pritschenboden

Beitrag von Mucky » Sa 27. Apr 2019, 16:13

Ich glaube von der Zeit her bleibt da nicht viel um nur du sparst dir Kraft und Nerven.
Mit Flexen habe ich es auch versucht von unten. :snooty: No Way.

Roland
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Re: Pritschenboden

Beitrag von Roland » Sa 27. Apr 2019, 16:25

Servus Andy,
ich habe einen Hochfrequenzschneider (Fein Multimaster) und hab mit diesem unglaublich vielseitigen Gerät schon die tollsten Sachen gemacht, jedoch zum Aufschneiden eines Pritschenbodens ist es wenig geeignet: mit den reinen Holzklingen sind präzise, kleine Schnitte in Weichholz bis etwa 20mm Materialstärke machbar, bei Hartholz oder Siebdruck kann man nur etwa 10mm gut tief schneiden, danach werden Klinge und Material heiß und die Klinge wird stumpf. Der originale Pritschenboden ist 30mm dick.
Ich würde die Muttern der Schrauben, falls sie sich nicht mehr drehen lassen, mit einem scharfen Meißel und kräftigem Hammer spalten bzw. abschlagen, so haben wir es zumindest früher in der Landwirtschaft gemacht. Den Pritschenboden würde ich zunächst in möglichst großen Stücken mit einer Handkreissäge ausschneiden, wobei man natürlich darauf achten muß, unten nicht in Metallteile zu schneiden! Und dann die verbleibenden, verschraubten Stücke nach o.g. Verfahren herausarbeiten.
Liebe Grüße
Roland

AndreasE
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Re: Pritschenboden

Beitrag von AndreasE » Sa 27. Apr 2019, 18:51

Danke Roland.
In der Tat, bis jetzt hatte ich mit dem Cutter noch mit keinen 40mm Hartholzplatten zu tun gehabt. Danke für die Info. Also Kreissäge und Stemmeisen :-)
LG, Andy

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fun-ski
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Re: Pritschenboden

Beitrag von fun-ski » Sa 27. Apr 2019, 19:46

Mucky hat geschrieben:
Sa 27. Apr 2019, 16:13
Ich glaube von der Zeit her bleibt da nicht viel um nur du sparst dir Kraft und Nerven.
Mit Flexen habe ich es auch versucht von unten. :snooty: No Way.
Danke für die Info
wer Rechtschreibfehler findet darf Sie behalten!
Gruß
Dirk

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