Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

HenningStolle
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Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von HenningStolle » Fr 8. Mär 2019, 10:54

Hallo in die Runde,
Ich bin am Mittwoch von einem Kunden ca. 100km zurück gefahren. Nach den ersten 15km hat würde der Wandler im 5. und 6. Gang nicht mehr überbrückt. Warum weiß ich nicht. Nach kurzer Rücksprache mit Marcel hab ich dann das Steuergerät für den Wandler ausgebaut und bin im reinen Wandlerbetrieb nach Hause gefahren.
Morgen kommt Marcel vorbei und nimmt sich der ganzen Sache an.

Ich dachte ich lass euch mal teilhaben an meinen Problemen


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special-mechanics
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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von special-mechanics » Fr 8. Mär 2019, 12:01

also wenn du von 4 in 5 geschaltet hast ist der Wandler aufgegangen?
zitat : "Dann kann es also sein der KAT ist umgekippt obwohl er es theoretisch gar nicht hätte dürfen oder er ist nicht umgekippt obwohl er es hätte theoretisch müssen ?" HJL

HenningStolle
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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von HenningStolle » Fr 8. Mär 2019, 12:30

Ich starte das Fahrzeug, lasse Druckluft aufbauen und fahre los. Bin eigentlich direkt auf der Landstraße. Fahre im 6. Gang bei ca. 60-65 km/h. Nach ca. 10km geht die Lampe vom Wandler an und du merkst auch sofort das er nicht mehr überbrückt wird!


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HugoVogelsang
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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von HugoVogelsang » Fr 8. Mär 2019, 13:26

Hallo,

Deine Themenüberschrift impliziert, daß in den Gängen 1-4 alles in Ordnung ist.
Ist es das denn, oder war es das, bevor du das Steuergerät abgezogen hast?

Wenn nicht, dann kann es ja schlichtweg sein, daß das Relais abgeraucht ist, das die Überbückungskupplung ein- und die Wandlerlampe ausschaltet.
Oder ein Stecker ist ab, oder ein Kabel kaputt.....
Oder das Steuergerät selbst....

Ein Wandlersteuergerät, das nur im 5. oder 6. Gang spinnt, ist eine andere Liga.....

Gruss Hugo

HenningStolle
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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von HenningStolle » Fr 8. Mär 2019, 13:40

Hallo Hugo,
Ich sage es mal so auf der Landstraße war ich nur noch im 6. oder mal im 5. unterwegs. Als ich los bin hat alles einwandfrei funktioniert es hat wie gesagt erst nach 15km angefangen. Ja ein Relais abgeraucht glaube ich nicht. Habe gestern nochmal alles zusammen gebaut, bin bei mir in der Firma los die ersten 7km alles ohne Probleme. Angefahren Wandlerlampe an auf Drehzahl gekommen Wandler wird überbrückt. In der nächsten Ortschaft umgedreht und zurück. Zack da ist es wieder Wandlerlampe geht an und du merkst er gleich an der Drehzahl das er wieder offen ist.


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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von special-mechanics » Fr 8. Mär 2019, 14:48

Wenn s dann passiert... geht dann garnichts mehr, also ist er immer offen egal wie du dann fährst?
zitat : "Dann kann es also sein der KAT ist umgekippt obwohl er es theoretisch gar nicht hätte dürfen oder er ist nicht umgekippt obwohl er es hätte theoretisch müssen ?" HJL

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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von HenningStolle » Fr 8. Mär 2019, 15:25

Er ist dann immer offen.


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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von Powerkat » Fr 8. Mär 2019, 15:27

Moin...ich glaube wir brauchen hier nicht viel Philosophieren ....es fängt schon bei div. Komunikationsproblemen an :

Als wir gestern tel. fragte ich ganz klar : in dem Moment als man ein Durchrutschen bemerkt, schaltet da auch die Lampe ? da hieß es nein , die Lampe reagiert nicht ,damit war klar : die Elektrik scheint sauber gesteuert aber intern scheinbar nicht mehr ...nun heisst es auf einmal schaltet die Lampe und wenig später merkt man auch ein Durchrutschen ...watt denn nu ?

Als vorgeschichte sollte man auch sagen , beim Kranaufbau haben sie den zentralen Getriebeeingangsstecker mech.total zerschossen ...der wurde mitlerweile erneuert ,dennoch könnte hier ein Kabelbruch etc. vorliegen ....

Morgen Mittag kommt der Tester und das Manometer dran , dann wissen wir ob wir durchgehend saubere Drehzahlsignale haben , das Steuergerät sauber arbeitet, und ob wirklich konstant anliegender Schließdruck anliegt ....ob das Durchrutschen bei geschlossener WüK vorliegt und ob es von der WüK oder der trockenen Kupplung kommt ...

Alles andere ist hier Kaffeelsatz lesen...das Steuergerät kennt nicht den Gang ...aber im Höheren Gang könnten andere Resonanzen,Vibrationen vorliegen die eine Kabel,Sensorschwäche hervorbringen können...ist jedoch in der Tat die WüK geschloßen und er rutscht durch muß man den Schließdruck bewerten oder schauen ob die trockene Kupplung den Drehmomentspitzen des Motors in den oberen Gängen nicht mehr Stand hält ...denn kommt sie erstmal über eine gewisse Temp. überträgt sie immer weniger ...in den kleineren Gängen hält sie anfangs da hier das Beschleunigen nicht das volle Motordrehmoment abruft....

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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von Sandkater » Fr 8. Mär 2019, 17:17

Eine Option möchte ich noch ins Rennen werfen, falls die anderen Versuche keine eindeutige Ursache ergeben.

Im Steuergerät gibt es Kondensatoren , die altern sowohl im Betrieb durch laden/entladen als auch einfach über die Zeit.
Verbaut sind sie unter anderem an allen Ein- und Ausgängen sowie am Spannungsregler zur Stabilisierung.

Falls die nicht mehr richtig fit sind und bei Erwärmung den Betrieb einstellen, dann könnte es Zufall gewesen sein das es in den oberen Gängen passiert. In dem Fall sind eher die 15 Minuten entscheidend.
Oder er erreicht erst in den oberen Gängen die Drehzahlen, bei denen sich defekte Kondensatoren auswirken.
Ich fahre im 4. eher selten über 1500 1/min, erst in den oberen Gängen drehe ich höher weil sonst keine Geschwindigkeit möglich ist.

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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von Powerkat » Fr 8. Mär 2019, 17:37

Das wird er uns schon zeigen wenn ich einfach ein neues steuergerät reinstecke bzw.mit dem tester etwas vorgaukele ... :lol:
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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von Powerkat » Di 12. Mär 2019, 21:02

moin...
so, nun sind wir schlauer ....leider geht die Suche am ÖAF nicht so schön wie am KAT 1 , beim Kat kann natürlich auch mal was am Wandler sein , aber außer dem Arbeitsrelais der WüK, ganz selten dem Steuergerät oder Steuerblock , ab und an mal einem Drehzahlsensor macht die KAT Elektrik ja sehr selten Probleme, unsere Kabel sind ja extrem zuverlässig ,bedingt durch die hochwertigen Edelstahllegierungen quasi keine Oxidation , dank hochwertiger Stecker und Kabelschutzrohre und deren Verlegung ....hier hat man beim ÖAF leider massiv gespart....normale Kupferkabel ,schlampig und billig verlegte Kabelbäume im freien liegende offene Stecker der Verteilung...

Mit dem Tester hat sich recht schnell gezeigt das unser Wandlerdrehzahlsignal nicht vorhanden und das Getriebeeingangsdrehzahlsignal sehr unzuverlässig war ....der Schließdruck-wenn künstlich herbei geführt - einen trägen und zu niedrigen Druck .Steuergerät schien in Ordnung...
Die trockene Kupplung hatte zwar ein klein wenig Öl im Gehäuse aber hielt den Wandlerkräften stand....der Abwürgtest zeigte das die WÜK dem vollen Motordrehzahl-Drehmoment stand hielt....

Also : Öl raus,Steuerblock runter , Drehzahlsensoren beide raus und neu - der Wandlerseitige war zerfallen ,dem Kunstoff nach ein Überhitzungsschaden ....sicherheitshalber mal den Steuerblock geprüft,gereinigt und andere Federn rein um den Schließdruck zu erhöhen ....dabei zeigte sich das die Feder des Sicherheitsventiles 4 mal gebrochen war !

Nachdem alles wieder Zusammen war, und getriebeseitig auch die Wiederstände passten kam der Probelauf....Eingangssignal war schön und sauber da....Ausgangssignal leider immer noch nicht sauber ....aber der Druckverlauf der WÜK war wieder ordentlich,im manuel überbrückten Modus ließ sich das Fahrzeug ordentlich fahren ...Da wir auf die Schnellsuche div. verschmorte Kabelbäume etc. fanden brachen wir hier erstmal ab ,nun muß Henning erstmal den Kabelsalat checken,inst.setz

Nun gibt es eigentlich nur noch 2 Möglichkeiten , entweder ist der Kabelsalat zw. Getriebe und Steuergerät unzuverlässig was man mit einem Bypasskabel ja gut unter Kontrolle bekommt ...oder die Zählscheibe ( ein aufgepresster Blechkäfig auf der Getriebeeingangswelle) quasi der Gegenpartner des Drehzahlsensors ist unzuverlässig ...verbogen,locker,falscher Abstand etc. das der neue Geber trotz richtigem Wiederstand unzuverlässig arbeiten soll ist zwar möglich aber eher unwahrscheinlich ,denn das Signal hatte die selbe Qualität wie mit dem alten Sensor ...daher tippe ich eher auf einen Schaden abseits des Sensors ....leider wurde beim Kranaufbau in Östereich der Hauptgetriebeeingangsstecker mechanisch total zerstört (er sitzt nur wenige cm neben dem schweren Kranfundament ) und wurde vermutlich beim Kranaufsetzen zerquetscht und muste von Henning bereits ersetzt werden , da dies Ereignis so heftig war, das selbst das Alusteckgehäuse aus dem Getriebegehäuse gerissen wurde, ist es nicht 100% aus zu schließen, das es evtl. noch einen Kabelbruch im inneren Getriebekabelbaum gibt ,welcher sich mit den Betriebsvibrationen dann zum Signalabbruch zeigt ....wir werden sehen

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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von Sandkater » Di 12. Mär 2019, 21:10

Oh Mist. Das zu finden ist echt ne Nummer
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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von special-mechanics » Di 12. Mär 2019, 21:14

und das ist ein feines Beispiel !!

der Wandlersensor ist defekt und das bestimmt schon lange . Die Steuerung erkennt das aber NICHT und man fährt eine lange Zeit so damit draussen rum . Nur ein sensibler KAT-fahrer bermerkt das denn somit schaltet die WÜK nicht Lastfrei ! es ruckt beim einschalten der WÜK je höher der eingelegte Gang ist . Die interne Logik der Steuerung überwacht nur ob sich der Getriebesensor schneller dreht als der Wandlersensor und schaltet dann bei Drehzahlschwelle einfach den Wandler zu. Das ist u.u sehr schlecht auf Dauer für den Wandler .

das ist übrigends KEIN einzelfall . ich hatte das schon mehrfach das der Wandlersensor wegen hoher Hitze nicht mehr funktionierte und der Nutzer hat es nicht gemerkt .
Zuletzt geändert von special-mechanics am Di 12. Mär 2019, 21:32, insgesamt 1-mal geändert.
zitat : "Dann kann es also sein der KAT ist umgekippt obwohl er es theoretisch gar nicht hätte dürfen oder er ist nicht umgekippt obwohl er es hätte theoretisch müssen ?" HJL

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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von special-mechanics » Di 12. Mär 2019, 21:19

Sandkater hat geschrieben:
Fr 8. Mär 2019, 17:17
Eine Option möchte ich noch ins Rennen werfen, falls die anderen Versuche keine eindeutige Ursache ergeben.

Im Steuergerät gibt es Kondensatoren , die altern sowohl im Betrieb durch laden/entladen als auch einfach über die Zeit.
Verbaut sind sie unter anderem an allen Ein- und Ausgängen sowie am Spannungsregler zur Stabilisierung.

Falls die nicht mehr richtig fit sind und bei Erwärmung den Betrieb einstellen, dann könnte es Zufall gewesen sein das es in den oberen Gängen passiert. In dem Fall sind eher die 15 Minuten entscheidend.
Oder er erreicht erst in den oberen Gängen die Drehzahlen, bei denen sich defekte Kondensatoren auswirken.
Ich fahre im 4. eher selten über 1500 1/min, erst in den oberen Gängen drehe ich höher weil sonst keine Geschwindigkeit möglich ist.

Peter
in der Steuerung befindet sich kein Spannungsregler der eine C- kombination hat . die beiden Kondis in der Sensoreingangslogik sind reine Entstöhrer und haben keinen Einfluss auf die Drehfrequenz .
zitat : "Dann kann es also sein der KAT ist umgekippt obwohl er es theoretisch gar nicht hätte dürfen oder er ist nicht umgekippt obwohl er es hätte theoretisch müssen ?" HJL

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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von luchti » Mi 13. Mär 2019, 20:38

special-mechanics hat geschrieben:
Di 12. Mär 2019, 21:14
[..] Nur ein sensibler KAT-fahrer bermerkt das denn somit schaltet die WÜK nicht Lastfrei ! es ruckt beim einschalten der WÜK je höher der eingelegte Gang ist . [..]
Hallo,
da bin ich mal ganz interessiert und frage nach.
Das bedeutet, dass der kurze Schub, wenn die Drehzahl über die ca. 1.000 U/min geht und der Wandlerbetrieb vorbei ist, nicht normal ist? Je nach Sensibilität des Gasfußes beim beschleunigen kann der "Schub" durchaus unterschiedlich stark ausfallen.

Ich meine hier mal gelesen zu haben, dass ein geübter Fahrer den Zeitpunkt so gut abpasst, dass man in dem Moment vom Gas geht bzw. Gas zurück nimmt und dann der "Schub" kaum zu spüren ist. Stichwort Verschleiß.

Bin ich ein unsensibler KAT-Fahrer oder muss ich mir Gedanken machen, dass mein Wandlersensor defekt ist? :shock:

Viele Grüße
Mathias

PS.: Sorry für das Kapern des Threads

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special-mechanics
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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von special-mechanics » Mi 13. Mär 2019, 21:29

das steuergerät selbst brückt den wandler nur wenn die drehzahl des wandlers und die des getrieben GLEICH sind
ein starkes rucken ist meiner erachten nicht normal
testen kannst du das indem du auf gerader strecke in der 4 losfährst .. dann ist der drehmomentüberschuss des wandlers am höchsten und da muss das rucken recht gross sein
das dürfte eigentlich nicht sein weil das steuergerät dann bei erreichen der brückdrehzahl aufgrund des drehzahlunterschieden NICHT schalten dürfte
da es aber nur kontrolliert ob die wandlerdrehzahl GRÖSSER ist als die getriebedrehzahl kann es sein das wenn der wandlersensor defekt ist dann schaltet ( denn getriebedrehzahl ist dann ja grösser als die des wandlers , die ja null ist )

das beispiel des threaderstellers zeigt : er konnte fahren obwohl der wandlersensor defekt war
das haben paar meiner kunden so gehabt . nachdem sie die modWSK eingebaut haben brachte diese eine fehlermeldung weil der wandlersensor nicht ging
sie sind teilweise mit den rucken jahrelang gefahren und konnten es kaum glauben das nachdem sie den sensor getauscht haben plötzlich nichts mehr ruckte
ich habe ja den reverseplan der originalen steuerung hier und daraufhin danach gesucht .
der opv der da drin ist macht genau das was ich oben beschrieben habe : er merkt nicht das der sensor defekt ist

so wie es marcel geprüft hat findet man das recht schnell , prüfgerät anstecken und siehe da defekt

wenig rucken ist ok . das macht meine steuerung auch wenn die toleranz recht hoch eingestellt wird (max 40%)
ein trilokwandler hat bei 0.8 unterschied seine kupplungsphase und ruckt dann eigentlich nicht

der wandlersensor ist besonders gefährtet , da dieser in der nähe des wärmeproduzierenden wandlers liegt
er ist also einer der ersten der fehlverhalten und die damit verbundene hitze abbekommt und über die jahre stirbt
zitat : "Dann kann es also sein der KAT ist umgekippt obwohl er es theoretisch gar nicht hätte dürfen oder er ist nicht umgekippt obwohl er es hätte theoretisch müssen ?" HJL

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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von luchti » Mi 13. Mär 2019, 23:02

ok, verstanden. ich werde das Wandlertestgerät anschließen und mal schauen.

Als ich mir das Testgerät zugelegt habe und es probiert habe, war alles gut.
special-mechanics hat geschrieben:
Mi 13. Mär 2019, 21:29
[..]
wenig rucken ist ok . das macht meine steuerung auch wenn die toleranz recht hoch eingestellt wird (max 40%) [..]
das beruhigt mich auch ein wenig. So stark ist der Ruck "Schub" nun auch wieder nicht.

Ich teste das in den nächsten Wochen mal, wenn ich Zeit finde.

Danke schon mal für die Antwort.

Viele Grüße
Mathias

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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von special-mechanics » Mi 13. Mär 2019, 23:27

Das ist der richtige Weg.
Jeder empfindet das Rucken anders.. am Ende ist alles in Ordnung...
und wenn du schon so ein Prüfgerät hast sind das 5min Arbeit.
dabei kannste auch gleich schauen ob der Kickdown richtig eingestellt ist
der geht bei vielen auch nicht und keiner merkt es.
das ist ein Öffnerkontakt.. sollte der aus welchen Grund auch immer kaputt sein fährt der Kat permanent im Kickdown. oder er wird bei Vollgas nicht gedrückt... hatte ich auch schon.
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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von midlifecrisis » Do 14. Mär 2019, 02:46

Mein Sensor kommt laut Prüfgerät auch sauber.
Den Ruck der Kupplung spüre ich auch.

Ich habe mir angewöhnt das Gas etwas wegzunehmen wenn die Lampe ausgeht. Die Kupplung schliesst daraufhin ja verzögert.

Ein geübter KAT Fahrer bin ich sicher nicht, aber so "fühlt" es sich gesund an.

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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von special-mechanics » Do 14. Mär 2019, 03:58

I'm Schnitt 2,5sek bis der Schaltvorgang abgeschlossen ist. Den größten Anteil davon braucht das hydraulische System. Auch das Öffnen dauert 2 Sekunden.
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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von Powerkat » Do 14. Mär 2019, 16:58

Moin...
Also, bevor hier nun jeder sich meldet , da er glaubt sein rucken sei zu stark ...dem möchte ich hier gleich mal etwas Wind aus den Segeln nehmen:

Prinzipiel hat jeder Kat ,bei dem die WüK schließt diesen ,von der Kontrollleuchte etwas verzögerten "Ruck"!
Entscheident ist überwiegend der Zeitpunkt ! die WüK darf erst schließen wenn die Drehzahlgleichheit nahezu hergestellt ist -das kann man ja recht einfach testen , prinzipiell könnte man ja in jedem Gang anfahren der Wandler ermöglicht uns dies....bedingt durch die Übersetzung hat man in den kleinen Gängen dann sehr schnell die Schaltdrehzehl des 2. Sensors überschritten und ebenfalls die Drehzahlgleichheit zum 1. Sensor,er überbrückt...

Macht man das gleiche zB im 5. oder6. Gang,der kat würde ja nun bei Vollgas bis rund 80 kmh beschleunigen ,bis dahin hat er zwar die Schaltdrehzahl (Abwürgsperre ) überschritten könnte also schalten ,jedoch ist die Drehzahlgleichheit zum 1. Sensor nicht gegeben ,somit bleibt er offen!
Wenn hier der 1.Sensor def. wäre, würde er bei ca. 20-30kmh die WüK schließen da die Schaltdrehzahl überschritten ist und vom 1. Sensor keine höhere Drehzahl (nämlich gar keine) angegeben wird der nun erfolgende Schließruck wird bestialisch stark und er reisst den Motor gnadenlos richtung Standgas...

Eigentlich haben fast alle Kats ein unterschiedliche starkes Rucken der WüK, das hängt mit vielen Faktoren zusammen:
Das Schließen ist ein elektrohydraulischer Prozess für eine im Öl laufende Lamellenkupplung...das elektrische Signal bis zum Magnetventil dürfte bei allen gleich schnell sein ,aber nun beginnt der Unterschied : Viskosität des Öles,Temperatur des Öles,Sauberkeit der Steuergerätekanäle,Grundleckagemenge der Dichtungen am Wellenübergang,Zustand und Volumen der Pumpe , Druckverhältnisse im Steuerblock,verschiedene Holschrauben der Wandlerbefestigung mit und ohne Drosselbohrung,Zustand der Überbrückungskupplung ,schmier-Reibverhalten der Beläge mit dem Öl und deren Druckplatten ...
Für jeden dieser Faktoren könnte man aufgrund div. Varianten,Zustände Plus- oder Minuspunkte vergeben, die Summe aller beteiligten Faktoren ergibt am Ende das Schließverhalten ...

Die Kupplungen sind nicht für rutschen ausgelegt, es sind reine schwarz/weiß Kupplungen -auf-zu um so weicher der Ruck also um so langsamer der Schließvorgang um so mehr muß sie "rutschen" um so früher ist sie verschlissen ! Unsere Wandler wurden sogar "gedrosselt" ihr Schließdruck ist im Gegensatz zur Serie verringert um ca. 2 Bar was ohnehin bereits ein "mehr Rutschen" bedeutet ...

Vom Prinzip her ist das zuvor beschriebene Schalten somit technisch sinnvoll:wenn die Lampe schaltet kann man kurz leicht vom Gas gehen ,im "neutral drehenden Motor" kann die WüK quasi Lastfrei schließen ...mit dieser Methode kann man mit etwas Übung auch ein etwas vorzeitiges Überbrücken herbei führen , da mit dem verzögern des Motors schneller die Drehzahlgleichheit vermittelt wird auf dessen das Steuergerät dann "früher" den Befehl des Schließens erteilt....

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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von midlifecrisis » Do 14. Mär 2019, 17:25

Powerkat hat geschrieben:
Do 14. Mär 2019, 16:58
Unsere Wandler wurden sogar "gedrosselt" ihr Schließdruck ist im Gegensatz zur Serie verringert um ca. 2 Bar was ohnehin bereits ein "mehr Rutschen" bedeutet ..
Danke Marcel!
Kannst du auf diese Aussage noch etwas genauer eingehen? Warum wurde das gemacht? Und was hat es mit deinem Umbausatz auf sich?

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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von Powerkat » Do 14. Mär 2019, 20:33

Warum kann ich dir nicht sagen , eines der Probleme ist , das die schlauen erfahrenen Köpfe der Entwicklung heute bereits in Rente sind ...heutige Ingineure zwar in noch teil archivierte Unterlagen blicken können aber die damaligen Gründe etc. auch nicht mehr kennen ...die WSK gab es mitlerweile in so vielen Ausführungen und Anwendungsfällen , das man kaum von generell oder immer oder grundsätzlich sprechen kann, ich denke das es die wsk nicht wesentlich länger gibt als den Kat , evtl. hat man mit heutiger Erfahrung beschloßen höher zu gehen ,aus meiner Erfahrung im Bereich der Autokräne , hier überwiegend Faun und Liebherr mit den ZF Getrieben weiß ich das man auch in div. Zeitepochen immer mal wieder geändert hat da teilweise die WüK- beläge reihenweise abgeraucht sind da zu viel geschliffen , teils aber auch Turbinenwellen gebrochen sind da zu hart geschaltet, man hat also immer mal wieder andere Drücke,Blenden,Drosseln in div. Anwendungsfällen geändert. Es ist für ZF auch nicht einfach Langzeittestergebnisse aus realen Betrieben vorzeitig zu liefern, reale Fahrbedingungen ,Motormomente, Fahrzeugmassen,Achswiederstände etc. lassen sich nur sehr schwer simulieren , das beste Messinstrument ist hier zur damaligen Zeit und ihren Möglichkeiten,vermutlich ein erfahrener Techniker mit sensiblen Popometer gewesen der beschloßen hat was zu hart und was zu soft war...
Die meisten Niederlassungen haben heute zwar hochmoderne Prüfstände für die heutigen As-Tronic etc. können Computergesteuert ihre Schaltvorgänge simulieren ...aber sie können keine Last aufbauen ...somit auch nicht die Schließkraft der Trocken-bzw. WüK bestimmen ! auch nicht das ausgegebene Drehmoment des Wandlers ...und selbst um ein Getriebe von uns simuliert laufen lassen zu können durfte es nicht länger als ein paar Minuten unter Nenndrehzahl laufen da der Prüfstand sonst unter dem hohen Schleppmoment abgeraucht wäre...mal davon abgesehen das ihr super hightech Universalprüfstand unsere Getriebe nicht aufnehmen konte ...das Trägergestell und Antriebsadaption lieferte ich damals ...:
mit Trägergestell für Kat Getriebe
mit Trägergestell für Kat Getriebe
Bestätigung eines Schadensbildes
Bestätigung eines Schadensbildes
Daher Baute ich mir dann mal meinen eigenen Prüfstand , nun kann ich die Getriebe stundenlang mit Nenndrehzahl belasten , die vollen 350 PS darin vernichten , das Ausgabedrehmoment ermitteln , die Kupplungsfestigkeit bestätigen und alle Drücke und Flüssigkeitsstände beobachten ...wenn es so mal 2 Std. gerannt ist und dicht und stabil , dann kann ich mit ruhigen Gewissen sagen es ist stabil !
Probelauf nach Inst.setzung,Umrüstung
Probelauf nach Inst.setzung,Umrüstung
Es war extrem interessant, wie komplex das Zusammenspiel der drei Ölhaushalte ,Kühlumlauf,Wandlergegendruck ,Schließdruck im Betrieb unter verschiedenen Drehzahlen ist ,was einem dann auch sehr schnell verdeutlicht, warum die Wandler so extrem sensibel im Bezug auf Leckagen sind , im Bereich des Großen Wellendichtringes herschen im Betrieb schnell mal über 100 Grad, der Wandler,Pumpe,Zahnräder punchen deutlich unter Öllinie ...das system kann sich binnen 3 min. auf ca. 140 Grad aufheizen ! da draußen fahren Kats bei denen sind Steuerblöcke falsch zusammengebaut, Schnellkupplungen der Kühlumläufe gar nicht richtig gesteckt-somit kein Kühlumlauf -aber auch keine Warnlampe da der Temp.Sensor am Kühler sitzt...die werden so heiß das die Farbe am Steuerblock abfällt...aber fahren fast normal ...

...die WüK ist ein Glied in einer Kette und wiederum der Faktor der die Spitzenlast bestimmt in dem ganzen Spiel kommen dann noch die Komponenten Motormasse,Leistung und Fahrzeugmasse denn daraus ergibt sich die gesamte Massenträgheit ist wie ein Hammer : lege ich ihn auf den Tisch passiert nix, haue ich ihn mit Schwung ,ist ne Macke im Tisch ...je größer der Hammer,je dünner der Tisch desto handlicher das Brennholz....
Die Ventile bekommen andere Federn womit der Systemdruck und der WüK Schließdruck angepasst werden...da das ventil vom Wandlergegendruck bleibt erhöht sich der interne Differenzdruck was die reine Schließkraft erhöht ...da der Wandler im Betrieb über das Wandlergegendruckventil einen Innendruck von rund 4-5 Bar hat (damit jegliche Kavitation vermieden wird)muß der Kolben der Wük erstmal diesen Druck überwinden ...da die Wük mit ca. 6,5 bar geschlossen wird bedeutet das ganz grob reine Schließkraft nur aus rund 1-2 Bar ! wenn also der Schließdruck auf ca. 8-9 Bar gebracht wird sind das rund 2 Bar mehr ....das bedeutet reine Schließkraft fast verdoppelt ! also wesentlich mehr Reserve auch bei schlechteren Belägen zB.
Die Reine Schließzeit "Ruck" wird dadurch kaum verändert da die vorgegebene Zulaufdrossel in der Holschraube bleibt ...lediglich steigt das Ansprechverhalten etwas da der interne Druckaufbau durch die höhere Bevoratung schneller anspricht .

Marcel
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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von special-mechanics » Do 14. Mär 2019, 22:51

die meisten KAT sind um die 30 Jahre alt und mehr ... ein gewisser wartungsstau um die zf-transmatik ist nicht von der hand zu weisen
sobald sie in privater hand sind ,ist das auch nicht verwunderlich .
die leute die sich damit auskennen sind an 10 fingern abzählbar .
tja marcel ...das wird wohl nichts mit rente ab 55 :lol:
zitat : "Dann kann es also sein der KAT ist umgekippt obwohl er es theoretisch gar nicht hätte dürfen oder er ist nicht umgekippt obwohl er es hätte theoretisch müssen ?" HJL

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holland
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Re: Wandler überbrückt im 5. & 6. Gang nicht mehr!

Beitrag von holland » Fr 15. Mär 2019, 00:46

Jo
Das wird nichts mit 55

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