Erhöhung der Anhängelast 7 to

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4x4-6x6
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Erhöhung der Anhängelast 7 to

Beitrag von 4x4-6x6 » Sa 22. Mär 2014, 23:16

Moin,

wir brauchen an unserem 7 to - Kipper eine Anhängelast von 30 to.
So kommt dann ein Gesamtzuggewicht von ca. 50 to heraus.

Die vorhandene Ringfeder-Bolzenkupplung 40 mm würde das problemlos mitmachen.
Die D-Wert-Berechnung ergibt, daß auch oberhalb von 30 to 'noch Luft ist'.

Frage:

Hat jemand von der Österreichischen Ausführung vielleicht Daten mit höheren Anhängelasten ?

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HugoVogelsang
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Re: Erhöhung der Anhängelast 7 to

Beitrag von HugoVogelsang » So 23. Mär 2014, 02:31

Hallo,

Ich schätze, da setzt MAN ein P davor.
Der 4x4 hat auch nur 20t Anhängelast, obwohl rechnerisch 21,5 Tonnen drin wären.
Und der 6x6 hat die gleiche Hecktraverse.

Ich glaube nicht, daß MAN da eine höhere Anhängelast vorgesehen hat.

Gruß Hugo,

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4x4-6x6
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Re: Erhöhung der Anhängelast 7 to

Beitrag von 4x4-6x6 » Do 27. Mär 2014, 21:31

Moin,

die 20 to dürften das Minimum sein.

Im MFF werden andere Größenordnungen gehandelt.

Zitat:
"Der ÖAF sLkw (so heißen die KAT1 in den Bergen) war beim ÖBH als Zugmittel für Panzertransporte gedacht. (laut Lastenheft ÖBH)
Das Zuggesamtgewicht dürfte also über 100t liegen."

...

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A N D R E A S
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Re: Erhöhung der Anhängelast 7 to

Beitrag von A N D R E A S » Fr 28. Mär 2014, 03:07

Wenn ich das richtig hab (aus dem Ocker-Buch), dann wurden einige 6x6 für das Ziehen einer Haubitze (ich schätz max. 10 to) mit einer verstärkten Quertravers ausgestattet und das wars.

Woher hast Du die Geschichte mit Panzertransport?
A N D R E A S

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4x4-6x6
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Re: Erhöhung der Anhängelast 7 to

Beitrag von 4x4-6x6 » Fr 28. Mär 2014, 03:48

Moin,

es steht im MFF und in Wikipedia.

In Wikipedia sind die 100 to Gesamtzuggewicht für die Österreicher explizit ausgewiesen.
(Das wären dann ca. 80 to Anhängelast.)

Jetzt suchen wir noch die tatsächlichen Daten.


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Lobo
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Re: Erhöhung der Anhängelast 7 to

Beitrag von Lobo » Fr 28. Mär 2014, 09:53

den ÖAF gab es in 5 Varianten
G1 Pritsche Kran 7,5 mto
G2 mit Pritsche, einige davon mit verstärktem Schlußquerträger und Anhängeausrüstung als Zugmaschine für schwere Feldhaubitzen
G3 mit verkürzter Pritsche und Kran 17 mto
G4 Kranaufbau Libherr 80 mto (Einzelstück)
G5 Pritsche für Dekontaminations Aufbauten teilweise mit den Pritschen von 1 und G2 gemischt

wie war das noch mal anhängelast bei durchgehender Bremsanlage max. 1,5 x das zgg des Zug Fahrzeuges max. 40 t zgg des gesamt Zugs, alles war darüber geht wird teuer mit Sondergenehmigungen und co



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Re: Erhöhung der Anhängelast 7 to

Beitrag von KAT I » Fr 28. Mär 2014, 10:32

Ich möchte bezweifeln, dass die militärische Zulassung ins Zivilleben übertragen werden kann. Bei einer Zulassungspraxis, die schon bei abgeklemmten, aber nicht abmontierten Tarnlichtern und grünem Lack staatsfeindliches Verhalten vermutet, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, das es möglich ist - ich lasse mich gerne vom Gegenteil überraschen.
Grüße
Mathias

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4x4-6x6
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Re: Erhöhung der Anhängelast 7 to

Beitrag von 4x4-6x6 » Fr 28. Mär 2014, 15:51

Moin,
KAT I hat geschrieben:Ich möchte bezweifeln, dass die militärische Zulassung ins Zivilleben übertragen werden kann. Bei einer Zulassungspraxis, die schon bei abgeklemmten, aber nicht abmontierten Tarnlichtern und grünem Lack staatsfeindliches Verhalten vermutet, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, das es möglich ist - ich lasse mich gerne vom Gegenteil überraschen.
Natürlich geht das.

Wenn ich einem ollen Iveco-Magirus mit genietetem U-Rahmen
27,4 to militärische Anhängelast erfolgreich zivil verpasst habe,
werden ja wohl 30 to bei einem modernen KAT kein Problem sein.
Es wäre nur hilfreich,
wenn man auf vorhandene (echte) Daten verweisen kann.
(Also Datenblätter oder Fz-Scheine.)
Ansonsten muß man es eben dem TÜV vorrechnen,
und es gibt eine Abnahme im Einzelfall.
Das habe ich auch schon gemacht,
als ich meine abnehmbare Zwischenkupplung von 40mm-Bolzen auf Kugelkopf
gerechnet habe.
Ich bin mir sicher, daß der TÜV-Onkel 20 % meiner Berechnungen verstanden hat.
Das o.g. Auto fährt als 43 to - Zug durch die Gegend.
Nur wenn man die 3 to oberhalb der 40 to ausnutzen will,
braucht man eine Genehmigung.
Auch die bekommt man als Dauergenehmigung preiswert und problemlos,
genau wie die Genehmigung der Überbreite.
Nur wenn man die 3,00 m Breite und die Achslasten von 10 to überschreiten will,
wird es aufwändiger.
Jeder Atlas 1604 als Gleisbaubagger wiegt schon über 20 to.
Dann der Tieflader dazu,
und schwupps nähert man sich der 30 to - Marke.

...

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Re: Erhöhung der Anhängelast 7 to

Beitrag von 4x4-6x6 » Mo 31. Okt 2016, 02:56

Moin,
A N D R E A S hat geschrieben:Wenn ich das richtig hab (aus dem Ocker-Buch), dann wurden einige 6x6 für das Ziehen einer Haubitze (ich schätz max. 10 to) mit einer verstärkten Quertravers ausgestattet und das wars.

Woher hast Du die Geschichte mit Panzertransport?
Ich möchte diesbezüglich noch ein Foto nachliefern,
welches mir kürzlich aus der oberen Österreichischen Heersleitung übermittelt wurde.

Man hat mit dem 22 to ÖAF und einem 78 to Goldhofer-Tieflader als 100 to - Zug die Alpen befahren.
Die Meßfahrt fand auf dem Semmering-Pass statt.
(Man hatte einen Kampfpanzer aufgeladen.)

Der ÖAF hat ohne Verstärkung, d.h. im Serienzustand die 78 to Anhängelast gemeistert.
Nur bei Bergab hat die Motorbremse nicht gereicht,
so die Aussage des damaligen Zeitzeugen.


...
ÖBH_78to_Anhänger_a.jpg

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mdoerr
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Re: Erhöhung der Anhängelast 7 to

Beitrag von mdoerr » Mo 31. Okt 2016, 22:13

In D fordert der TüV ein Gutachten von MAN.
Hat der jedenfalls bei mir so gemacht.

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arne
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Re: Erhöhung der Anhängelast 7 to

Beitrag von arne » Mi 2. Nov 2016, 06:46

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arne
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Re: Erhöhung der Anhängelast 7 to

Beitrag von arne » Mi 2. Nov 2016, 06:47

Hast du das schon?

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arne
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Re: Erhöhung der Anhängelast 7 to

Beitrag von arne » Mi 2. Nov 2016, 06:50

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arne
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Re: Erhöhung der Anhängelast 7 to

Beitrag von arne » Mi 2. Nov 2016, 06:54

In meinem Fzg Schein sind die 100000 kg aber nicht eingetragen. Vielleicht bringts dir trotzdem was...

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egn
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Re: Erhöhung der Anhängelast 7 to

Beitrag von egn » Mi 2. Nov 2016, 07:22

Man müsste mit Hinweis darauf zumindest eine entsprechende Freigabe von MAN bekommen.
Gruß Emil

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Re: Erhöhung der Anhängelast 7 to

Beitrag von AndreasE » Mi 2. Nov 2016, 08:02

Im Fahrzeugschein des S-LKW stehen 30t Anhängelast, die 100t Gesamtzuggewicht beziehen sich auf auf Versuche während der Fahrerprobung.

Betreff MAN Freigaben. Es hängt von der Fahrgestellnummer ab, ob die Produktions- und Homologationsdaten noch vorhanden sind.

LG, Andy

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Re: Erhöhung der Anhängelast 7 to

Beitrag von 4x4-6x6 » Mi 2. Nov 2016, 13:52

Hallo,

die Rechte für den Kat liegen mittlerweile bei Rheinmetall.

Und Rheinmetall gibt keine Erklärungen ab,
weil das Fahrzeug ja noch in der Truppe läuft.
(Das Auto und seine Technik ist streng geheim.)

Man muß also selbst rechnen,
und selbst die Einzelfallzulassung auf den Weg bringen.

Die 78 to Anhängelast wird man in Deutschland nicht hinbekommen,
weil die Vorschriften über die Bremsleistung der Feststellbremse beim Motorwagen den Zug begrenzen.
Aber auch das ist in meinen Berechnungen berücksichtigt.


...

AndreasE
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Re: Erhöhung der Anhängelast 7 to

Beitrag von AndreasE » Do 3. Nov 2016, 01:20

4x4-6x6 hat geschrieben:Hallo,

die Rechte für den Kat liegen mittlerweile bei Rheinmetall.
Rheinmetall und MAN haben 2010 für die "KAT" Modelle ein gemeinsames Joint Venture gegründet, die RMMV.
http://www.rheinmetall-defence.com/de/r ... /index.php

lg,
Andy

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Re: Erhöhung der Anhängelast 7 to

Beitrag von 4x4-6x6 » Fr 4. Nov 2016, 02:51

Hallo,

ja, genau mit den Herren habe ich das ausdiskutiert.

Wobei bei Rheinmetall-Defence auch andere Fahrzeuge gebaut werden.
(Ich habe mal das Werk in Unterlüß besichtigt.)


...

AndreasE
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Re: Erhöhung der Anhängelast 7 to

Beitrag von AndreasE » Fr 4. Nov 2016, 08:20

Die SX und HX Modelle werden im Werk Wien-Liesing gefertigt - die Entwicklung ist in Deutschland.

Bis 2012 lief der Großauftrag aus England (7200 Stk). Von 2016 bis 2020 werden 2500 Fahrzeuge für die Australische Armee gebaut. Man hofft auf Folgeaufträge von Norwegen und Schweden (ca. 2000 Stk).

In den Heimatmärkten Deutschland und Österreich wurden von den Behörden im Jahr 2014 jeweils 30 bzw. 18 Stk bestellt - das lastet das Werk für 2 Tage aus.

Nebeninfo: Ca. 190 Fertigungsstunden benötigt der finale Zusammenbau eines LKW im Werk.

LG, Andy

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Zentralgestirn
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Re: Erhöhung der Anhängelast 7 to

Beitrag von Zentralgestirn » Fr 4. Nov 2016, 09:17

Die Kosten für die letzten nackten SX 8x8 Fahrgestelle bei MAN lagen seinerzeit bei 300000€, Recht Fette Aufträge die die da haben...

So zumindest die Erzählungen von einem netten MAN Mitarbeiter auf der Bauma.

Grüße Sebastian

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