Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

alles, was in die obigen Bereiche nicht reinpasst
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Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von Tom » Mo 8. Apr 2013, 20:23

Mal ne Frage zum Thema Eigenbergung:

Wenn ich mich nach vorne (oder auch nach hinten) aus dem Schlamm ziehen will - womöglich noch bergauf - nutze ich dann nur die Winde alleine oder helfe ich ausserdem noch mit dem 1ten oder Rückwärtsgang nach ?

Ich würde jetzt mal meinen dass es wohl ungut sein dürfte wenn durch das unterstützende Fahren das Windenseil locker wird (also nicht straff bleibt).

Aber davon abgesehen sollte das doch eigentlich funktionieren, oder ?
Ich hab allerdings noch nie erforscht ob sich die Winde und der normale Fahrbetrieb überhaupt gleichzeitig betreiben lassen !
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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von KAT I » Mo 8. Apr 2013, 20:35

Winde und fahren geht nicht gleichzeitig - zumindest nicht wenn original BW.
Grüße
Mathias

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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von Powerkat » Mo 8. Apr 2013, 20:45

hey...
vorab: man muß zwischen altem KAT 1 und den nachfolgenden A1 Versionen unterscheiden, da der A1 die Hy-Pumpe (die Wuinde wird ja hydraulisch angetrieben) vorn direkt über die Kurbelwelle antreibt also immer unabhängig vom Getriebe verfügbarer Hydraulikdruck ansteht geht beim alle Kombinationen...

beim alten Kat ist es leider ein wenig eingeschränkter: der Pumpenantrieb kommt hier über die Vorgelegewelle des Schaltgetriebes das bedeutet vereinfacht gesagt die Hydraulikpumpe dreht nur wenn auch die Getriebewelle dreht ,ob nun ein Gang eingelegt wurde oder nicht ist hierbei egal, (die Drehbewegung des eingelegten Ganges geht dann parallel über die Hauptwelle an das Verteilergetriebe...)wenn du nun einen Gang einlegst, die Kupplung kommen läst, sich die Räder aber nicht drehen bedeutet das, das sich die Drehbewegung im Wandler "vernichtet" das Schaltgetriebe steht ! somit auch keine Hydraulik.... erst wenn die Räder sich drehen egal wie schnell, arbeitet auch die Hydraulik wieder....es ist also leider nicht möglich nur Kraft über den Wandler an die Räder zu leiten ohne sie durchdrehen zu lassen (um sich nicht weiter einzugraben) und von der Winde ziehen zu lassen...aus der Praxis kann ich dir sagen (ich habe hier bereits öfters experimentiert) das es nichts bringt, denn der 1. Gang ist noch so schnell im gegensatz zur Seilgeschwindigkeit das du unnötig mit den Rädern wühlst...es bringt meist mehr sich nur mit der winde und "frei drehbaren" Rädern vor bzw. zurück zu ziehen, dabei ist die Wahrscheinlichkeit am größten, das sich die Räder aus dem "Loch" rollen am größten...

Am A1 kann man hier wie gesagt schon mehr tricksen- Seil anschlagen, kleinen Gang einlegen, kupplung loslassen, soviel Gas geben das die Räder gerade nicht durchdrehen aber richtig Drehmoment anliegt, und nun den Rest der Fehlenden Kraft mit der Winde Ziehen... das Radverhalten kann man dann schön mit kleinem, großem Gang und mit viel oder wenig Gas dosoieren...

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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von 5t_mil_gl » Di 9. Apr 2013, 22:12

Ok, also Leerlauf rein Nebenabtrieb starten, Leerlaufdrehzahl etwas rauf und los geht's.
Kann man am KAT eigentlich noch weitere Hydraulik anschließen ?
Hydraulikölvorrat macht ja Lust auf mehr...
Aber wenn ja, wie ?
T-Stück vor der Windenleitung?
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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von Powerkat » Mi 10. Apr 2013, 09:59

Moin-
Hydraulik ist wie Elektrik nur sieht man die Leckage besser !!

natürlich kann man da noch Verbraucher dranhängen- an meinem wird mit der Bordhydraulik noch der Kran, ein Stromaggregat, und das Hydraulische Fahrwerk versorgt...im Zweifelsfall kann die 50 ltr. Pumpe im Tanke gegen eine größere getauscht werden, ist bei meinem ebenfalls der Fall, aber der Umbau sollte fachlich geplant und durchgeführt werden, die Rohrleitungs und Steuerblockquerschnitte müssen richtig Dimensioniert werden, und der Steuerblock der Winde mag keine Druckweiterleitung,besser ist es also den weiteren Verbraucher nicht in Reihe sondern Parallel geschaltet werden, bei mir sitzt eine Reihe Dreiwegehähne und ich gebe vor welchen Verbraucher ich bedienen möchte...für Hallenarbeiten mit dem Kran hängt noch ein 24 V Elektro-Pumpenaggregat mit dran, so kann ich den Kran bei Montagearbeiten Elektrisch über die Batt. bedienen.
Es sei denn man hat einen Neuen Verbraucher dessen Steuerblock Druckweiterleitungsfähig ist dann setzt man ihn vor der winde in den Kreislauf....

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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von Tom » Do 11. Apr 2013, 21:58

Servus Marcel,
Powerkat hat geschrieben: beim alten Kat ist es leider ein wenig eingeschränkter: der Pumpenantrieb kommt hier über die Vorgelegewelle des Schaltgetriebes das bedeutet vereinfacht gesagt die Hydraulikpumpe dreht nur wenn auch die Getriebewelle dreht ,ob nun ein Gang eingelegt wurde oder nicht ist hierbei egal, (die Drehbewegung des eingelegten Ganges geht dann parallel über die Hauptwelle an das Verteilergetriebe...)wenn du nun einen Gang einlegst, die Kupplung kommen läst, sich die Räder aber nicht drehen bedeutet das, das sich die Drehbewegung im Wandler "vernichtet" das Schaltgetriebe steht ! somit auch keine Hydraulik.... erst wenn die Räder sich drehen egal wie schnell, arbeitet auch die Hydraulik wieder....es ist also leider nicht möglich nur Kraft über den Wandler an die Räder zu leiten ohne sie durchdrehen zu lassen (um sich nicht weiter einzugraben) und von der Winde ziehen zu lassen...aus der Praxis kann ich dir sagen (ich habe hier bereits öfters experimentiert) das es nichts bringt, denn der 1. Gang ist noch so schnell im gegensatz zur Seilgeschwindigkeit das du unnötig mit den Rädern wühlst...es bringt meist mehr sich nur mit der winde und "frei drehbaren" Rädern vor bzw. zurück zu ziehen, dabei ist die Wahrscheinlichkeit am größten, das sich die Räder aus dem "Loch" rollen am größten...
mir ist dazu noch ne Frage eingefallen:

Klaro ist der erste Gang viel schneller als die Winde.

Sinnhaft könnte der erste Gang aber trotzdem sein. Natürlich NICHT wenn es horizontal im Matsch vorangeht - das ist ein klarer Fall für die Winde alleine. Aber nur mal angenommen dann kommt ne Stufe (oder einfach in Loch in dem das Rad sitzt, was ja auch eine Art Stufe ist). Die Winde hat dann schlechte Karten weil der Grossteil ihrer Kraft in die falsche Richtung zieht (nach vorne statt nach oben). Hätte das Rad an dieser Stufe auch nur ein wenig Traktion könnte der erste Gang die Winde ideal ergänzen.

Daher der die Frage ob denn beides gleichzeitig funktioniert.

Aber wenn ich Dich richtig verstanden hab würde die Hydraulik nicht funktioniert (also die Winde nicht ziehen) sobald ich einen Gang einlege und die Kupplung kommen lasse. Es würde sogar der Wandler heisslaufen wenn ich das nicht ganz hurtig wieder bleiben lasse.

Hab ich das richtig verstanden ?
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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von manny » Do 11. Apr 2013, 23:18

Nee,

die Hydraulik hängt am Getriebe, dass heißt, wenn sich im Getriebe nichts Dreht (Kupplung betätigt oder Wandler offen) tut sich nichts an der Hydraulik. Hast den nen Gang drin und das getriebe dreht macht auch der nebenabtrieb Druck, nur halt weniger Menge, und damit weniger Windendrehzahl, als der Erste Vortrieb macht.

Klar macht das in einigen Situationen Sinn mit dem Antriebsstrang mitzuhelfen.
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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von Tom » Fr 12. Apr 2013, 01:55

Ok, es dämmert langsam - danke ! :-)
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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von Powerkat » Fr 12. Apr 2013, 11:16

genau, many hats begriffen die Winde zieht wenn auch das getriebe dreht, aber die zuggeschwindigkeit ist so hoch wie ihre konstante Übersetzung und Motordrehzahl egal welcher Gang...und der Kleinste (1.) ist immer noch schneller als die Winde... aber wie du sagtest, in mancher Situation kann es dann schon Sinn ergeben evtl. mal für nen halben Meter etc. mit den Rädern mitzuhelfen....
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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von 5t_mil_gl » Fr 12. Apr 2013, 21:26

Ich habe bei der Bundeswehr meinen Schein auf der Emma gemacht und kann mich erinnern, daß wir bei der (Fremd- und Selbst-) Bergung dazu angehalten wurden, den kleinsten Gang einzulegen und so beim ziehen mitzuhelfen.
Macht ja auch Sinn.
Wenn der KAT wegen des Wandlers den Nebenabtrieb nicht speist, hätte ich folgende Überlegung:
Warum den Wandler nicht manuell sperren und das Auto mitschieben lassen ?
Wenn man schneller aus dem Dreck kommt, als die Winde zieht, ist das ja kein Beinbruch - solange man nicht auf das Zugseil fährt.
Wichtig ist ja, daß man wieder in Bewegung kommt.
Ich habe momentan das Problem, daß der Wandler gar nicht mehr öffnet.
Die Wandlerleuchte leuchtet zwar, aber der Wandler bleibt auch im engekuppelten Zustand dauerhaft geschlossen.
Wahrscheinlich ein elektrisches Kontaktproblem, ich habe den Stecker oben am Wandler als Fehlerquelle im Verdacht.
Wenn man den mit Kontaktspray einsprüht, funktioniert's wieder für kurze Zeit.
Diesen Zustand müßte man aber auch gezielt (z.B. mit einem Schalter) herbeiführen können.
Hat das schon mal jemand gemacht ?
Zuletzt geändert von 5t_mil_gl am Fr 12. Apr 2013, 22:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von Lobo » Fr 12. Apr 2013, 21:39

Tausch mal das Relais für den Wandler welches hinter dem Wischwasserbehälter sitzt, hatte ich auch schon

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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von manny » Fr 12. Apr 2013, 21:45

das hat nichts mit Wandler oder nicht Wandler zu tun!

Der Nebenabtrieb hängt am Getriebe, und wenn das dreht dreht auch die Hydraulikpumpe! Es hindert nichts dran den Ersten reinzumachen und Feuer zu geben, wegen mir auch bis die Überbrückungskupplung durchstellt, (dann hast du den selben Zustand wie bei der Emma) aber wahrscheinlich gehts dann schneller nach unten als nach vorne.... Am sinnvollsten wirds sein, das Seil ordentlich auf Zug zu bringen und hin und wieder mit den Rädern zu helfen...

Es gibt halt verschiedene Möglichkeiten für nen Nebenabtrieb, Direkt am Schwungrad, Am Getriebeeingang und sogar am Verteilergetriebe...

Der KAT1 hats halt am Getriebeeingang, der A1 am Motor... Hab auf ner Messe nen kommunalen TGS 6x4/4 gesehen, der hatte alle drei...
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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von 5t_mil_gl » Fr 12. Apr 2013, 22:54

Hallo Maik,

vielen Dank für den Tip mit dem Relais, werde morgen früh gleich mal nach MAN fahren und dann probieren.
:idea: :idea:
manny hat geschrieben:aber wahrscheinlich gehts dann schneller nach unten als nach vorne
Wenn du im Schlamm hängen bleibst, sitzt du i.d.R. schon auf den Achsen.
Meine Überlegung war folgende: kein (oder gebrückter) Wandler heißt, das Getriebe dreht auch in Leerlaufdrehzahl mit, ebenso wie die Räder.
D.h. die Winde läuft und vor den (drehenden) Rädern bildet sich kein so großer Schlammkeil/-hügel, daß das Ziehen erschwert wird.
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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von Benedikt » Sa 13. Apr 2013, 00:06

Moin,
bei eingeschalteter Winde wird der Wandler also immer automatisch gebrückt (overdrive sagen die Amis)??

Wenn man die Kupplung tritt und zusätzlich einen Gang einlegt, geht die Wandlerüberbrückungskupplung dann wieder auf??

Die ganzen obigen Erklärungen sind fürn Hugo! (Nein, nicht unsern Hugo, fürn Arsch, meine ich)

Solange der Wandler offen ist geht auch die Winde nicht, weil die Winde höchstselbst numal immer und ewig hinter dem Wandler hängt!!!

Und der Wandler ist in erster Näherung immer zunächst mal offen, insbesondere im Bergefall!

Das Windensignal EIN wird nach aller logischen Wahrscheinlichkeit sämtliche anderen Signale überschreiben, wie Kupplung getreten, Gang eingelegt, MG-Luke offen, Beifahrer kotzt und somit grundsätzlich den Wandler brücken, basta, und dann macht die Frage Sinn, ob man mit dem ersten Gang "nachhelfen kann"!

Wenn ich nur einen Schaltplan hätte!

so Watt?

Benedikt

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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von Zentralgestirn » Sa 13. Apr 2013, 01:27

Benedikt,

wenn du einen Schaltplan davon hättest würdest du wissen, das du Bullshit geschrieben hast. Die WÜK wird nicht vom Nebenantrieb beeinflusst. Da ändert auch der brechende Beifahrer nichts dran.

Denk mal logisch, der Kat schiebt auf der Ebene und eingelegtem Gang schon mit einer gewissen Kraft nach vorne, dass sogar in LL und ohne WÜK. Da sollte sich die kleine Pumpe doch auch schon etwas drehen.

Es kommt aber noch besser. Liegt die Motordrehzahl über ca 1000upm, beim Winden sind max 2200upm erlaubt und der Schlupf ist im grünen Bereich, dann macht die WÜK dicht. Ob da ein Gang eingelegt ist, der PTO an oder aus etc ist da egal.

Also einfach mal machen lassen wie es ist. Die Pumpe hinter dem Wandler scheint eine wirtschaftliche Entscheidung und keine technisch sinnvolle gewesen zu sein. Müssen wir mit leben oder großen Aufwand betreiben.

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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von manny » Sa 13. Apr 2013, 08:32

Wie Sebasian schon schreibt....

Man was n Mumpiz hier!

Sorry musste raus....

"Der WInde" ist es scheiß egal was du im Getriebe machst, und auch was du im Fahrerhaus machst, ob du die Heizung an hast öder ob du im rosa Tütü da sitzt. Da gibts auch keine Siemens S7 die ne Schritkette abarbeitet die schlussendlich sagt "Ja Winde du kannst jetzt am Seil ziehen, alle Rahmenbedingungnen sind erfüllt" Das einzige was die Hydraulikpumpe interessiert ist die Drehzahl am Getriebeeingang. Und da ist es auch völlig egal ob die mit oder ohne Wandler, mit oder ohne Überbrückungskupplung oder sonst wie zustande kommt.

Na steht ja alles oben, Wiederholungen wären müßig...
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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von Powerkat » Sa 13. Apr 2013, 17:33

@ many-
das Problem hier ist ja, das einige der Herren in dieser Diskusionsrunde noch nichtmal die Grundfunktionen des Wandlers begriffen haben...es gibt ja meinungen die besagen man könne den Wandler ein und ausschalten etc.... und offen und zu können sie garnicht betitteln....somit verstehen sie auch den ganzen Grundaparat des Getriebeaufbaus nicht...wer sich die Arbeit macht und mal die Fahreranleitung zu diesem Fahrzeug durchliest oder mit der WSK Bedienanleitung befasst (findet man bei ZF im Internet...) wird es ganz schnell begreifen....dazu braucht man allerdings min. physik.Grundkenntnisse... wie zB. die Kräfte-Wegverhältnisse bei loser und fester Rolle sind ....man glaubt garnicht wie umfangreich eine Diskusion zu einer Seilwinde werden kann...

zu dem "Leerlaufdrehmoment " des Wandlers sein nur soviel gesagt: selbst wenn ihr die Winde auf max. Last bringt das die Trommel steht, der erzeugte Hydraulikdruck kompl. übers Überströmventil weggeht (und mehr Last geht an der Winde nicht) bleibt der Nebenabtrieb am Getriebe nicht stehen ! wie es schon oben beschrieben wurde, beim Einlegen des Ganges merkt man ja bereits, wieviel Kraft der Wandler dem Fahrzeug gegenübersetzt welche man mit der Bremse halten muß...

Wer sich dann noch den Schaltplan der Winde,Nebenabtrieb anschaut wird sehen, das die Winde null mit dem Rest des Fahrzeuges komuniziert- warum auch... lediglich die Grundstromversorgung der Winde kommt vom Stromkreis Nebenabtrieb...dh. nur wenn der Nebenabtrieb eingeschaltet ist, hat auch die Windenbedienung Strom....

Aber ob nun zusätzlich ein Gang eingelegt , Kupplung betätigt etc. ist, beeinflusst die Windenbedienung null.es zählt einzig ob sich die Getriebeeingangswelle dreht....

Mehr oder weniger Gas zu geben ändert nur die Geschwindigkeit der Winde- aber wer einen Gang eingelegt hat, kann nicht mit dem Gas die Winde schneller machen und den Gang belassen- der Gang bleibt immer schneller als die Winde- da sie in einem mechan. Übersetzungsverhältnis zueinander stehen...

Und ob man es mit oder ohne Gang macht, hängt von vielen Situationen ab- wie viel stabilität hat mein Anschlagpunkt für die Winde ? will ich unnötigen Flurschaden vermeiden...bin ich auf der ebene oder seitlich am Hang ?etc.
ich habe schon alle Situationen durchlebt und kann nur sagen es gibt kein Patent ! wer seitlich zum Hang leicht festgegraben ist schießt sich mit eingelegtem Gang meist ein Eigentor- da er durch die grabenden Räder mehr seitlichen versatz bergabwärts macht als ihn die Winde hoch schafft....bin ich auf einer nassen Wiese und drehe auf der ebene durch, mache ich auch keinen Gang rein, da ich sonst alles umpflüge, dann ist es sinnvoller nur die Winde zu nehmen und die lose rollenden Räder steuerbar ans "Ufer" bringe...wenn ich natürlich beim durchqueren eines Baches bis zur Stoßstange im Schlick stecke wird mir nichts anderes übrig bleiben als im doppelten Strang (das verdoppelt in der tat die Zugkraft bei halbierung der Zuggeschwindigkeit und verdopplung der Seillänge) und unter mithilfe der Räder zu arbeiten wenn ich denn einen Anker finde der den 10 to. Zugkraft standhält...und bei sowas braucht man nicht an Bäume unter 40 cm. zu denken...und dabei möglichst den Anschlagpunkt der Rolle nicht in bequemer Hüfthöhe vornehmen sondern press auf der Erde sonst kommt nicht ihr zum Baum sondern der Baum zu euch- und er ist unterwegs meist nichtmehr aufhaltbar....

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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von Benedikt » Sa 13. Apr 2013, 20:10

Moin Marcel;

"Aber ob nun zusätzlich ein Gang eingelegt, Kupplung betätigt etc. ist, beeinflusst die Windenbedienung null.es zählt einzig ob sich die Getriebeeingangswelle dreht...."

Ja, was den jetzt, großa Meista??

Können wir uns bitteschön darauf einigen, wenn ein Gang eingelegt ist, dann steht die Getriebeeingangswelle, wenn ich gleichzeitig auf der Bremse stehe, an der Ampel z.B. oder im Dreck und NUR wenn eine WÜK zwischen Motor und Getriebe hängt, dann dreht auch noch der Moder, sonst wäre der nämlich abgewürgt?

Können wir uns zweitens darauf einigen, dass, wenn kein Gang eingelegt ist, das übertragbare Drehmoment durch (oder über) die WÜK ausreicht um der Meiller-Pumpe gleichzeitig die 5to Zugkraft für die Winde abzuverlangen? Genau, diesen Punkt kann man nirgends nachlesen! Und Letzteres hat insbesondere nichts mit irgendwelchen Gefühlen irgendwelcher Leuchten die an der Ampel stehen, den Gang einlegen und der Kat ruckelt so schön.

Und drittens, können wir uns einigen, dass wahrscheinlich die für den Windenbetrieb maximal angegebene Motor-Drehzahl von 2200/min nur dazu da ist, damit das "Overdrive" in der WÜK wirklich dicht macht um die volle Zugkraft zu erhalten.

dowidzenia
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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von urologe » Sa 13. Apr 2013, 20:55

hallo Marcel,
eigentlich ziehe ich aus dem thread den Schluß,
wenn Du mit Winde und Umlenkrole nicht raus kommst , kannst Du das bisschen Allrad-Mithilfe getrost vergessen - odrr?
LG
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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von Powerkat » Sa 13. Apr 2013, 21:52

Also:
zu 1. sicher, wenn du einen Gang eingelegt hast, das Fahrzeug an der Ampel ausgebremst hast, ist es wohl logisch das sich das Getriebe nicht dreht....was ich in diesem satz sagen wollte, das es von der Steuerung her keinen Einfluß macht...die ganze Windensteuerung kommuniziert nicht über Schalter,Sensoren etc. mit dem Getriebe, der Kupplung oder dem Gas...wie es weiter oben jemand vermutet hat...

zu 2. nicht die WÜK (wandlerüberbrückungskupplung ) erzeugt das Drehmoment im Leerlauf ! das Drehmoment erzeugt der Wandler es ist ein Hydrodynamischer Vorgang deshalb ist auch ein Schlupf möglich- und definitiv erzeugt ein gesunder Wandler im Leerlauf genügend Drehmoment um die Winde mit voller Zugkraft zu betreiben- meine Winde ist um etliches in der Zugkraft erhöht und selbst da schafft es der Wandler....

zu 3. die Max. Drehzahl ist angegeben damit der Bediener die Pumpe /Hy.Motor nicht sprengt bzw. die Anlage unnütz heiß fährt ! denn die WÜK (Wandlerüberbrückungskupplung) schließt bereits bei ca. 1100 Umdrehungen bzw. ca. 70 % Drehzahlangleichung (ein.zu ausgangsdrehzahl des Wandlers)also bräuchte man für das schließen keine 2200 U.

Das volle Drehmoment erzeugt der Wandler im übrigen nicht im Überbrückten Zustand (das ist der Moment ab dem die Wandlerlampe aus ist)wenn der Wandler überbrückt ist ,die Lampe aus ist,also die WÜK geschloßen ist, kommen hinter dem Wandler exakt die selbe Drehzahl bzw. das selbe Drehmoment raus wie es der Motor vorne reinbringt...(wir gehen hier mal davon aus das die mech.trockene Kupplung nicht betätigt ist...)

Das max.Ausgangsdrehmoment liefert der Wandler bei max.Drehzahldiff.von ein zu Ausgang an seiner "Festbremsdrehzahl" das ist der Moment wo du das getriebe Festhälst zB. durch eingelegten Gang und Bremse und Vollgas gibst, dann wird der Motor irgendwo bei ca. 1800-2000 Umdrehungen "festgehalten" dann hat der Motor sein max. Drehmoment -der Wandler übersetzt dieses Drehmoment mit dem ca.1,6-2,5 Fachen (je nach Wandlerkennlinie)
Wenn die Winde die 2200 Umdrehungen brauchen würde,hättest du soviel Drehmoment, das dir alles um die Ohren fliegen würde ! bei 1000 Umdrehungen hat der Antrieb bereits Kräfte die der kleine Nebenabtrieb nicht bändigen könnte.Bei 2200 U. und einer Übersetzung von ca. 0,5 wären bei Überbrüktem Wandler immer noch ca. 3000 Nm !! im Wandlermodus rund 6000 !! da würdest du alles am Abtrieb sprengen-das kleine Getriebe , und die Kardanwelle...

Mit höheren Motordrezahlen erhöst du keine Kraft der Winde, aber du erhöst das Umlaufvolumen der Pumpe. es ist eine 2x25 ccm also 50ccm Pumpe das bedeutet 50 ltr./min.bei 1000 U. der Nebenabtrieb ist Übersetzt mit 0,507 :1 zum Motor somit macht die Hydraulik bei ca. 800 U im Leerlauf ca.20 ltr./min. bei 2200 Umdrehungen ca.55 ltr.du beschleunigst also nur die Seilgeschwindigkeit.

@ Ralf:so würde ich das nicht sagen...wenn du mit den Rädern zB vor einem sehr steilen Hindernis stehst zB einem Steinvorsprung mit 70 cm und die anderen Räder stecken im Schlamm etc. bist du mit dem Mittelpunkt des Rades vor der "Wand" die Vorderräder kratzen an der Wand finden nicht genug Halt um sich hochzuschaffen, die Hinterräder können nicht genug schub aufbauen um ihn da hoch zu schubsen...wenn du nun nur mit der Winde ziehst, ziehst du dich nur press an die "Wand" da du über dem Radmittelpunkt bist, haben die Räder kein natürliches interesse hoch zu rollen (wir reden von einem nahezu senkrechtem Hindernis und einer Waagerechten Seillinie )aber wenn du hier die Räder mitdrehen läst, bekommen die Räder den Fehlenden Impuls sich "hoch zu drehen"...auch daher da sie ein vielfaches an Anpresskraft an die "Wand" bekommen .

Marcel
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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von Benedikt » Sa 13. Apr 2013, 22:37

Danke Marcel,

"zu 2. nicht die WÜK (wandlerüberbrückungskupplung ) erzeugt das Drehmoment im Leerlauf ! das Drehmoment erzeugt der Wandler es ist ein Hydrodynamischer Vorgang deshalb ist auch ein Schlupf möglich- und definitiv erzeugt ein gesunder Wandler im Leerlauf genügend Drehmoment um die Winde mit voller Zugkraft zu betreiben- meine Winde ist um etliches in der Zugkraft erhöht und selbst da schafft es der Wandler...."

und schon kommt Licht in die Sache!

https://www.youtube.com/watch?v=6XZ2RceutYI

Gruß
Benedikt

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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von Saarkat » Mo 15. Apr 2013, 09:31

Gruß

Christoph


BRECHEN SIE REGELN, VOR ALLEM DIE, DIE ANDERE AUFGESTELLT HABEN!

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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von habell70 » Mo 15. Apr 2013, 14:50

Hallo ihr Zieher,

nun will ich auch mal meinen Senf dazu geben.
Wenn man sich festgefahren hat , im Schlamm oder Sand, kann die Winde helfen.
Aber, ihr Seil ist nur 30m Lang, ein ständiges umlenken scheitert daran.
Der nächste Baum oder Lkw an den man sich hängen kann steht nicht immer Direkt vor einem.
Da ist alles Theorie.
Ein mitdrehen der Räder gräbt einen nur tiefer ein!!!!!!!
Wenn der LKW richtig versenkt wurde hilft sie gar nicht.
Denn dann sind es einmal locker 30Tonnen die gezogen werden müssen.

Noch etwas an die Profis hier:
Es sind nicht alle " Meister " hier! Ein bisschen mehr Nachsicht der Unwissenheit hier bitte.
Erklären, nicht maßregeln!

Gruß Nils
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Sandkater
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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von Sandkater » Mo 30. Dez 2013, 08:50

mich beruhigt eines: erster Gang plus Winde ist möglich.

Ich habe mich einige Male (Toyota Landcruiser mit PTO Winde, die nur bei geschlossener Kupplung arbeitet) in der gleichen Konfiguration selber aus dem Sand freiziehen können.
Räder langsam durchdrehen lassen und die Winde gibt den zusätzlichen Vortrieb, den man braucht um aus dem Loch heraus zu kommen. Sobald die Räder wieder auf festem Grund fahren und man das Seil überholt wird die Winde einfach abgeschaltet und das Seil später eingezogen.

Gruß
Peter
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egn
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Re: Eigenbergung: Winde nach vorn + Erster Gang ?

Beitrag von egn » Mi 1. Jan 2014, 15:12

Sandkater hat geschrieben: Räder langsam durchdrehen lassen und die Winde gibt den zusätzlichen Vortrieb, den man braucht um aus dem Loch heraus zu kommen.
Das langsame Durchdrehen der Räder wäre dann gegeben wenn die Winde schneller ziehen würde als es die Bewegung der Räder bewirken würde. Nur dann besteht die Chance dass man sich nicht tiefer eingräbt. Genau dies ist wie Marcel schon mehrfach erklärt hat, beim KAT nicht der Fall.

Die Räder drehen sich immer schneller als das Seil und graben sich bei lockerem Material (auch Sand) einfach nur tiefer ein, statt das Material vor dem Rad langsam unter das Rad zu befördern. Man kann es ja mal kurz ausprobieren, sollte aber sofort stoppen wenn man sich tiefer statt nach vorn bewegt. Der einzige Fall wo es gut helfen kann ist wenn ein Rad tatsächlich ein festes Hindernis überwinden muss und sich der Reifen in das Hindernis verkrallen kann.

Ich hatte aber auch schon den Fall, dass ich mit den Rädern im feuchten Sand fest hing und sich die Räder selbst im 1. Gang mit viel Gas nicht mehr vorwärts bewegten. :o In einem solchen Fall würde dann die Winde bei eingelegten Gang überhaupt keinen Zug mehr bringen, da ja der Getriebeeingang steht. Da hilft dann nur der Leerlauf mit Winde, oder in meinem Falle einfach wieder rückwärts in der Spur raus fahren. :)
Gruß Emil

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