Tacho reparieren

alles, was in die obigen Bereiche nicht reinpasst
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Zentralgestirn
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Tacho reparieren

Beitrag von Zentralgestirn » So 17. Jun 2012, 20:13

Hallo,

da ich jetzt erst die ersten Fahrten machen konnte, ist mir vorher nicht aufgefallen, dass der Tacho nicht mehr so tut wie er soll. Die Geschwindigkeitsnadel ging noch bis ca 30 km/h und danach nur sehr wiederwillig sprunghaft um ca 15- 20 km/h ruckartig weiter. Über 70 ist die Nadel dabei nie gekommen. Der Drehzahlmesser hat ab und an immer mal etwas gehüpft und auch brav 2650 ump ca als Höchstdrehzahl angezeigt. Bei der Asu hat der PC dann aber was von 2980 upm angezeigt. Dem "Klopfsensor" zur Drehzahlmessung glaube ich auch nicht wirklich, es hat mich aber stutzig gemacht.
Die Aufzeichnung auf der Diagrammscheibe, die ich nur eingelegt habe, weil ich keine Leerscheibe habe, hat ähnliche Sprünge wie die Nadel anzeigte aufgezeichnet.

Dann habe ich mir gedacht, das das fahren so auch doof ist und mich mal dran gemacht und den Tacho ausgebaut. Dazu muss das Lenkrad abgeklappt und das Instrumentenbrett eben so.

Die beiden Tachowellen für Drehzahl und Geschwindigkeit habe ich mit einem blauen Lackstift gekennzeichnet, damit ich sie später wieder richtig anschließen kann, wenn die Lage durch die unterschiedliche Länge auch klar erkennbar gewesen wäre. Sicher ist sicher ;)

Danach dann erstmal alle 3 Plomben abkneifen und die Drähte restlos heraus ziehen. Die dritte Plombe ist an einem Deckel für den Stecker der elektrischen Versorgung angebracht, so das der auch gegen Manipulation gesichert ist.

Die Wellen sind mit einem Bajonetverschluss mit dem Tacho verbunden. Zusätzlich ist noch ein Schieber als Sicherung eingebaut, der muss als erstes vom Tacho weg geschoben werden, danach den Bajonet aufdrehen und die Welle abziehen. Vorsicht, nicht das die Überwurfmuttern runterrutschen und man mit langen kleinen Armen hinterher greifen muss.

Wenn jetzt alle beide Wellen und der Stecker getrennt ist, kann man die beiden Flügelmuttern entfernen und die Halter gleich mit. Der Tacho kann dann nach oben heraus gezogen werden.

Soweit schon mal super dachte ich mir, ist ja schon ein ganzer Klotz an Technik da in meiner Hand.

Ich habe erstmal alles weitere beschriftet. Da waren die Winkelgetriebe der beiden Eingänge und deren Haltebleche. Ich habe keine Ahnung ob die beiden Winkelgetriebe die gleichen Übersetzungen etc haben, daher lieber zu viel Markierungen wie zu wenige.

Hier habe ich das erste mal mit einem Akkuschrauber in dem ein passender Nagel eingespannt war die Funktion des Tachos geprüft. Die Zeiger haben genau das getan wie im Auto bei der Fahrt. Also gehe ich mal davon aus, dass meine Wellen etc io sind.

Die Winkelgetriebe habe ich demontiert, indem man die 3 Schrauben des Haltebleches entfernt und nach oben abzieht. Achtung, die Federscheibe die zwischen Tacho und Winkelgetriebe ist nicht verlieren.
Das Zahnrad habe ich sauber gemacht und mit neuem Fett später wieder eingesetzt.

Ohne Winkelgetriebe nochmal den Akkuschrauber dran gehalten und wieder das selbe Ergebnis, also Winkelgetriebe ist io.

Den Tacho kann man jetzt hochkannt gut abstellen, was einen die weiteren Arbeiten erleichtert.

Den Deckel habe ich ganz bewusst nicht demontiert, da er nur wenig Mechanik enthält und schwer zu öffnen und zu schliessen ist.

Aufklappen muss man ihn aber, denn so kommt man an die graue Plastikabdeckung ran.

Die Rote Plombe mit einem skalpell oä einschneiden und mit einem Schraubendreher raus pulen. die andere Schraube auch los und dann die Abdeckung entnehmen.

Das Innenleben schaut echt schön aus.

Jetzt erstmal gut überlegen und alles ganz in ruhe auf ungewöhnliches begutachten. Dabei mal mit den Händen an den Eingangswellen gedreht und so wird einem recht schnell klar, wie der Tacho funktioniert. Es ist alles viel robuster wie man denkt und doch sehr filigran gebaut.

Nachdem ich erkannt habe wie es im groben aufgebaut ist habe ich nachgesehen wo man den Tacho trennen kann und habe wieder alle Zahnräder etc mit dem blauen Lackstifft markiert. Besonder wichtig sind dabei die Zahnräder und Zahnstangen. Hier wirklich ausreichend viele Markierungen setzen.

Dann die elektrischen Kontakte für die rote Warnleuchte abnehmen. Mit einem kleinen Schraubendrehr aus dem Uhrmacherwerkzeugsatz ging das leicht, da sie nur geclipst sind.

Dann noch eine Feder aushaken, die bei den Kabeln ist.

Danach könne die 3 Schrauben die die Brücke in der Mitte halten gelöst werden und mit samt der Brücke heraus geholt werden.

Jetzt noch mehr Markierungen von der Unterseite setzen. Das hilft enorm viel bei der Montage ;)

Alles was sich da dreht und bewegt nur vorsichtig mit einem Pinsel und Bremsenreiniger sauber machen und mit z.B. Nähmaschinenöl oder anderen Harz und Säure freien Ölen neu mit wenig Öl einölen. Da kam doch ungeahnt viel Schmodder heraus.

Wenn das gemacht ist auch alles wieder dank der Markierungen zusammensetzen.

Bevor die Brücke wieder drauf kommt, habe ich noch die beiden Dome wo eine art Glocke mit Drehfeder gehalten wird ausgebaut. Dazu nur die 2 Messingschrauben heraus drehen und alles heraus nehmen. Auch hier wieder genug Markierungen setzen. Nicht wundern, in der Glocke sitzt ein Magnet, der auf der Welle die an der Unterseite heraus schaut, sitzt.

Auch hier wieder alles mit Pinsel, Bremsenreiniger und Öl gangbar gemacht und zusammen gebaut.

Dann die Brücke wieder drauf geschraubt.

Einmal drüber schauen ob alle Markierungen stimmig zusammen sitzen und dann Deckel zu und mal mit dem Akkuschrauber testen.

Was soll ich sagen, kein Vergleich zu vorher. Beide Nadeln sprechen wieder sehr sanft und sauber auf Drehzahlveränderungen an.
Das hat mich glücklich gemacht.

Also den Rest wieder montiert und den Tacho wieder in den KAT eingebaut.

Schade das ich noch keine Zulassung habe, sonst hätte ich euch von der Probefahrt berichtet. Bin aber sehr zuversichtlich, dass es gut klappen wird.

Ich hoffe ich konnte euch auch Ohne Bilder etwas helfen, falls ihr auch mal Ärger mit eurem Tacho habt.
Kleiner Tipp, wenn ihr euch unsicher seit, dann macht viele Bilder davon, das erleichtert den Zusammenbau ggf auch sehr.

Grüße Sebastian

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Zentralgestirn
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Re: Tacho reparieren

Beitrag von Zentralgestirn » Fr 22. Jun 2012, 22:53

Hallo,

Heute habe ich mal eine Probefahrt gemacht. Naja, vorher wars nicht unbedingt schlechter. Also nochmal ausgebaut und auf gemacht. Bisschen rum gefummelt und den Fehler gefunden. Eine Scheibe mit Kontakten für die Warnleuchte war etwas zu tief gesteckt. Die leicht angehoben und wieder rein mit dem Tacho. Nächste Probefahrt war ein Traum. Funktioniert alles wie es soll.

Grüße Sebastian

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Re: Tacho reparieren

Beitrag von Lobo » Sa 23. Jun 2012, 00:10

dann setz mal den Kaffe auf, ich erschein dann mal in ein paar Stunden :lol:

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Re: Tacho reparieren

Beitrag von egn » Sa 23. Jun 2012, 08:23

Kannst Du einen Reparturservice aufmachen? :o

Meiner spinnt auch. Solange der KAT noch kalt ist bleibt der Tacho so zwischen 50 und 60 km/h hängen. Nach einiger Zeit geht er dann über die Grenze, und dann geht es meist leichter. Das hat auch sein gutes, ich weiß jetzt die Geschwindigkeit in Abhängigkeit von Gang und Drehzahl auswendig. :P

Der TÜV hat das übrigens schon seit 3 Jahren nicht bemängelt. Er ist wahrscheinlich mit dem Fahrzeug gar nicht gefahren. Der Bremsentest wird immer mit dem Schreiber von der Werkstatt gemacht. :D
Gruß Emil

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Zentralgestirn
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Re: Tacho reparieren

Beitrag von Zentralgestirn » Sa 23. Jun 2012, 12:06

Hallo Emil,

ich mache morgen noch einen, dann versuche ich mal an Bilder zu denken. Wer es sich dann nicht selber zu traut, kann mich ja mal fragen. Aber ich kann nur mein bestes geben und nichts versprechen. Bei mir war er halt nur schwergängig und nicht mechanisch defekt. Ein mechanischer Defekt hätte mich auch zur Aufgabe oder mit etwas "Glück" zum ausbau einiger Teile des Aufzeichnungsmechanismus gezwungen. Von daher habe ich Glück gehabt.
Eine weitere Probefahrt zum späteren Abend hat dann gezeigt, dass er 92 als Höchstgeschwindigkeit anzeigt. Scheint also, wenn die Drehzahl korrekt angezeigt und eingestellt ist, dass er recht gut anzeigt. Ich muss unbedingt mal mit GPS fahren und mal sehen wie die Abweichungen so sind.

Du kannst ja mal versuchen das Einstellrad für die rote Kontrollleuchte, die bei mir momentan nicht funzt, zu verstellen. Wenn der Zeiger dann in einem anderen Geschwindigkeitsbereich spinnt, kannst du mal vorsichtig versuchen den Nubsie, an dem man den Wert einstellt an zu heben. Evtl bringt das schon etwas. Das war ja bei mir auch der Grund, warum er nichts mehr angezeigt hatte.

Das Ding ist wirklich kein Hexenwerk, nur sollte man nicht der mit dem Hammer die Brille aufsetzen Typ sein, wenn man da ran geht. ;)

Grüße Sebastian

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Re: Tacho reparieren

Beitrag von habell70 » Sa 23. Jun 2012, 18:10

Hallo Sebastian,


na geht doch, einfach mal selber machen ! :P

Gruß Nils
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Zentralgestirn
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Re: Tacho reparieren

Beitrag von Zentralgestirn » Do 5. Jul 2012, 16:40

Hallo,

so nach über 700km Urlaubsfahrt habe ich anhand von 2 Navis fest gestellt, mein Tacho zeigt zwischen 2 und 5 km/h zu wenig an. Ansonsten klappt es schon ganz gut. Ich glaube ich baue die blöden Reißnadeln mal aus, damit er sanfter laufen kann. Denn die Geschwindigkeitsunterschiede kommen meist von ganz leichtem rucken.
Also Neu ist vermutlich anders, zum abschätzen reicht es aus.

Grüße Sebastian

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simon
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Re: Tacho reparieren

Beitrag von simon » Mi 1. Mai 2013, 12:27

Moin Sebastian!

Zuerst mal vielen Dank für die ausführliche Beschreibung!
Ich hatte bei meinem Tacho bereits bei der Überführung das Problem, dass Geschwindigkeit zwar angezeigt wurde (mit den "normalen" Schwankungen) aber die Drehzahlnadel dauerhaft und hartnäckig bei 0 U/min stand. Am nächsten Tag ging der Drezahlmesser, allerdings zeigte er keine glaubwürdigen Werte an und blieb beim zurückgehen immer bei 1500 U/min hängen.
Gestern hab ich das Gerät mal ausgebaut um es aufzuschrauben und deiner Anleitung gemäß zu reinigen. Die Wellen sind mechanisch alle in Ordnung. An das komplexe Innenleben hab ich mich zugegebenermaßen nicht rangetraut, zumal alles ohne Probleme zu laufen schien. Ich habe lediglich das Zahnrad an der Welle im hinteren Bereich vom sichtbaren Schmodder befreit und mit Nähmaschinenöl behandelt.

Ich habe zur Zeit eigentlich nur eine Frage: Was für ein Fett hast du für die äußeren Winkelgetriebe genommen? Normales Mehrzweckfett? Das Zeug was da drin war, war schon etwas stückig, daher vermute ich hier die Ursache des hakeligen Laufs.

Schöne Grüße und schönen Feiertag
Simon

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Re: Tacho reparieren

Beitrag von habell70 » Mi 1. Mai 2013, 13:29

Hallo,

Silkonfett !

Gruß Nils
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Re: Tacho reparieren

Beitrag von Hannibällchen » Fr 10. Mai 2013, 13:41

Hallo,

Habe das gleiche gehabt, die Einstellscheiben für Drehzahl und Geschwindigkeitswarnung bringen das Zwischenzahnrad zum klemmen bzw. hakt ein.
Ich habe die kleine schwarze Kunststoff Distanzscheibe die unter dem Zwischenzahnrad und Gehäuse ist zwischen Einstellscheiben und Zwischenzahnrad gesetzt.
Da es aus Kunststoff ist und vom Ø sehr klein verhindert es eine ungewollten Kontakt und die Funktion der Warnlampe bleibt erhalten.
unter Zwischenzahnrad und Gehäuse eine dünne Scheibe z.B. M2.5 Gewinde und alles wieder zusammengebaut.

Dadurch kann die Einstellscheibe nicht mehr zu weit nach unten gedrückt werden.
Z.B. wenn bei späterem einstellen der Warnlampe die Scheibe wieder runtergedrückt wird muss der Graue Deckel wieder runter um die Scheibe wieder anzuheben.

Gruß Jonas

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Re: Tacho reparieren

Beitrag von Saarkat » Do 13. Jun 2013, 10:57

Hallo Leute,

ich habe folgendes Problem mit dem Fahrtenschreiber:

- Drehzahlmesser funktioniert
- Geschwindigkeitsanzeige funktioniert


- Uhr geht nicht
- Diagrammscheibe läuft nicht mit - also keine Aufzeichnung

Woran kann das liegen, was kann ich tun?


Danke im voraus für eure Tipps

Gruß

Langen
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Re: Tacho reparieren

Beitrag von Wolfgang » Do 13. Jun 2013, 11:11

Woran kann das liegen, was kann ich tun?
Kommt eigentlich Strom an, mal kontrolliert.

Wolfgang
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Re: Tacho reparieren

Beitrag von Lobo » Do 13. Jun 2013, 11:24

Uhr wird sicher Strohm sein, hier mal die Kontakte Prüfen, der Rest ist Mechanik da wird das Fett alt und harzig sein


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Re: Tacho reparieren

Beitrag von Saarkat » Do 13. Jun 2013, 11:26

Hallo Wolfgang,


da Strom nicht meine stärkste Seite ist, hab ich soweit nicht gedacht. War gerade mal schauen. Also die Sicherungen waren alle drin. Dann hab ich die vom Tacho mal ausgelöst und wieder reingemacht - siehe da - er tickt wieder. Jetzt einfach mal abwarten, wie lange.


Danke und Gruß ;)

Langen
Gruß

Christoph


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Re: Tacho reparieren

Beitrag von Lobo » Do 13. Jun 2013, 11:41

wenns Bummmm macht wars der falsche Schalter :lol:


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Re: Tacho reparieren

Beitrag von Saarkat » So 16. Jun 2013, 10:55

Moin,

"bums" hat es zwar nicht gemacht, aber die Uhr steht schon wieder. Was kann das sein. Habe wie beschrieben, die zuständige Sicherung rein- und rausgemacht und dann ist die Uhr gegangen. Fahrzeug wurde in dieser Zeit nicht bewegt und der Motor wurde auch nicht gestartet. Es wurde auch nichts dran gearbeitet.

Jetzt sind die Fachleute wieder gefragt.

Schönen Sonntag und Dank im Vorfeld für jeden Tipp


Langen
Gruß

Christoph


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Zentralgestirn
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Re: Tacho reparieren

Beitrag von Zentralgestirn » Mi 26. Nov 2014, 23:21

Hallo,

nach langer Zeit hier mal was neues. Mein reparierter Tacho hat wieder das zucken angefangen. Übergangsweise hatte ich dann einen Anderen eingebaut. Der fängt jetzt auch damit an. Also habe ich mich noch mal an meinen alten Tacho gemacht. Das von mir verwendete Öl für Nähmaschinen scheint von den Herstellern der Nähmaschinen zur Sicherstellung einer geplanten Obsoleszens gemacht worden zu sein. Nach nur kurzer Zeit schmiert das Zeug nicht mehr. Ich hatte mich seinerzeit mal dafür entschieden, weil das Öl nicht verharzt, das es keine Schmierwirkung hat hätte ich von einem Schmieröl nicht erwartet.
Ich habe ihn jetzt noch mal der gleichen Prozedur unterzogen nur mit feinstem vollsynthetischem 5W30 Motoröl. Was soll ich sagen, selbst die feinen Teile laufen tlw spürbar leichter :shock: Das hätte ich nicht gedacht. Ich werde ihn mal bei Gelegenheit einbauen und euch auf dem laufenden halten.

Grüße Sebastian

HugoVogelsang
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Re: Tacho reparieren

Beitrag von HugoVogelsang » Do 27. Nov 2014, 03:29

Hallo Leute,

ein zuckender Tacho und ein zuckender Drehzahlmesser kann durchaus auch von einer schwergängigen Tachowelle herrühren.
Wenn beim Antrieb mit einem Akkuschrauber alles sauber läuft, ist die Welle die wahrscheinlichere Fehlerquelle. (Natürlich kann auch eine schwergängige Tachomechanik die Welle zum Schwingen bringen, wahrscheinlicher ist aber, daß die Welle selber mal Öl braucht.)

Wenn der Drehzahlmesser mal nicht tut, kann es daran liegen, daß man den Fahrtenschreiber bei laufendem Motor geöffnet hat. Dann rasten die Übertragungsfingerchen aus. Abhilfe ist das Öffnen und schließen bei stehendem Motor.

Nebenbei: ein Tacho darf 0 bis 8 (oder 10?) Prozent zuviel anzeigen. Zuwenig ist nach STVZO verboten. (Es soll sich keiner drauf rausreden können, sein Tacho hätte nur 50 angezeigt, wenn die Radarkontrolle 55 gemessen hat.)

Gruß Hugo.

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Zentralgestirn
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Re: Tacho reparieren

Beitrag von Zentralgestirn » Do 27. Nov 2014, 11:42

Hallo,

ich habe mich evtl etwas unglücklich ausgedrückt. Ich habe nicht das Zucken wie bei einer defekten Welle sondern er hakt und bewegt sich dann ruckartig nachdem er vorher bei deutlicher Veränderung der Geschwindigkeit bzw Drehzahl keine Veränderung angezeigt hat. Dann zuckt, bzw springt der Zeiger mal nach oben oder mal nach unten.

Grüße Sebastian

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Zentralgestirn
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Re: Tacho reparieren

Beitrag von Zentralgestirn » Di 23. Dez 2014, 16:56

Hallo,

wie versprochen will ich euch berichten wie es denn nun funktioniert. Dafür habe ich heute mal eine schöne Ausfahrt gemacht und ich bin voll zufrieden. Da ruckt und zuckt nichts mehr. Die Zeiger bewegen sich wie sie sollen. Also vollsynthetisches Motoröl funktioniert gut. Einen Geschwindigkeitsabgleich habe ich noch nicht gemacht, da ich mein Navi nicht mit hatte.

Also, die eingangs beschriebene Reparaturmethode funktioniert super, man muss nur das richtige Öl nehmen.

Grüße Sebastian

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Lombagine
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Re: Tacho reparieren

Beitrag von Lombagine » Mi 24. Dez 2014, 00:53

Hallo Sebastian,

wie wäre es mit einem Leckeren Essen ( von meiner besseren Hälfte zubereitet), Nachtisch , Kuchen, kalte Getränke etc. .... ??

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:


Ich mach denn die Bilder und gegebenfalls Handreichungen .... :D

Gruß Nik
Wer hat auch einen KAT1 8x8 erwerben müssen ??

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Re: Tacho reparieren

Beitrag von Zentralgestirn » Mi 24. Dez 2014, 01:35

Nik,

ich verstehe dich nicht. Du hast doch einen neuen. Oder willst du meinen zweiten?

Ruf mich morgen einfach mal an und keine sorge wegen den nervigen Feiertagen...;)

Grüße Sebastian

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Lombagine
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Re: Tacho reparieren

Beitrag von Lombagine » Mi 24. Dez 2014, 11:46

Nee , nee .. keinen neuen Tacho. Ich denke mal ( nach dem ich das Obige gelesen habe)
das mein Tacho auch nur etwas Pflege bräuchte, bei der letzten Fahrt hatte er ein paar
Ausfälle.

Ist aber zur Zeit nicht so wichtig ... erst mal eine neue Scheibe, dann noch die anderen
kleinen Baustellen.

Nik

( klar rufe ich dich an ;) )
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Sandkater
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Re: Tacho reparieren

Beitrag von Sandkater » Sa 4. Apr 2015, 14:32

Frohe Ostern

weil es heute so schön regnet habe ich mir den Tacho vorgenommen.
Der Drehzahlmesser bleibt öfter bei Drehzahl über 1000 1/min hängen (am besten bei 1500 1/min) und rutscht dann langsam wieder runter. Je kälter es ist um so schwerer geht das gute Stück.

Dabei ist mir aufgefallen, dass auch bei geöffnetem Deckel der Zeiger in Position bleibt und irgendwann beim Unterschreiten der 1000 1/min Marke schlagartig auf Null geht.
Mit dem Akkuschrauber habe ich die Drehzahl ganz gut einstellen können. So sieht es nach 1 Minute aus:
Tacho_02.jpg
Die Rückseite verhält sich etwas merkwürdig:
der Mitnehmer (roter Kringel) und der Schreiber für die Scheibe (grüner Kringel) stehen auf der "Null" Drehzahl.
Tacho_04.jpg
Deshalb gehe ich davon aus, das irgendwas im Deckel schwergängig ist.
Zentralgestirn hat geschrieben:Den Deckel habe ich ganz bewusst nicht demontiert, da er nur wenig Mechanik enthält und schwer zu öffnen und zu schliessen ist.
Hat den schon mal jemand geöffnet und hat einen Tipp?
Unter dem Kilometerzähler habe ich Sand gefunden, der umlaufende Dichtring zwischen Deckel und Gehäuse taugt offenbar nicht viel.
Tacho_03.jpg
Peter
When you are going through hell, keep going.
Winston Churchill

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fun-ski
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Re: Tacho reparieren

Beitrag von fun-ski » Sa 4. Apr 2015, 16:22

Hallo Peter

der rote Mitnehmer überträgt bei geschlossener Stellung die Drehzahl an die Anzeigenadel.
Der Grüne ist der Geschwindigkeits- Aufschriebstift der das Signal der Tachowelle auf die Tachoscheibe überträgt.
Das die beide bei geöffneter Stellung auf Null sind ist normal, deswegen gibt es auch Probleme wenn du bei laufendem Motor den Tacho öffnest oder schließt, da kann passieren das der Mitnehmer für die Drehzahl nicht richtig sitzt und auch der Tachogeber nicht einrastet
Deswegen nur bei Stillstand der Maschine öffnen oder schließen
wer Rechtschreibfehler findet darf Sie behalten!
Gruß
Dirk

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