Mein Ausbau "Dänenshelter"

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HeiWar
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Mein Ausbau "Dänenshelter"

Beitrag von HeiWar » Sa 15. Jun 2019, 07:37

Der Shelter

Es gibt viele Möglichkeiten auf einen LKW eine Wohneinheit zu platzieren. Mir erschien es aber am einfachsten und kostengünstigsten mir einen Shelter der Armee zu besorgen, diesen zu entkernen, aufarbeiten und schließlich auszubauen. Aber auch dass hört sich so einfach an, ist es aber nicht ! Es gibt unzählig verschieden, alle mit dem eine oder anderen Vorteil oder Nachteil. Die Shelter der Bundeswehr sind ordentlich verbaut und hier gibt es im Wesentlichen drei größen. Dann noch drei verschiedene Hersteller. Der Dornier-Shelter ist vielleicht der bekannteste unter ihnen. Der Zeppelin-Shelter erschien mir aber als „am besten geeignet“ denn er ist ordentlich isolier, weißt kaum Kältebrücken auf, wurde jedoch, wie auch die anderen deutschen Shelter, so konstruiert dass er bequem auf einen LKW mit Ladebordwand passt, was dann eine nicht so Optimale Baubreite ergibt. Auch ist seine Länge ist er nicht gerade ideal.

Natürlich verfügen auch andere Armeen dieser Welt über diese Shelter-Systeme. Als erstes fällt mir da der Französische, der Englische oder der Dänische Shelter ein.

Ich habe, rein durch Zufall, dann aber einen Dänischen im Internet gesehen. Der Preis war nicht gerade ein Schnäppchen aber OK für mich.

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So bin ich dann auf den dänischen Shelter gekommen. Auch er hat ein paar Nachteile. So ist er z.B. nicht besonders hoch. Für mich, mit meinen gerade mal 165 cm Bauhöhe, sind die 185 cm Innenhöhe des Shelter aber nicht so das Problem 😉 Und wenn wir ehrlich sind, gerade weil er etwas tiefer ist sieht er verdammt gut auf einem MAN Kat 1 aus 😉

Der Shelter hat nun eine Größe von 244 x 470 x 192, ist aus GFK-Sandwichplatte mit 5 cm Isolierung und außen einem Stahlgerüst. So wie ich es sehe ist das gesamte Gerüst aus Edelstahl gebaut. Rost findet sich hier nirgends. Auch sind durch die Bank alle schrauben, welche ich beim Entkerne ausgebaut habe, aus Edelstahl. Er wurde vom Vorbesitzer schon weitestgehend entkernt. Die vier Fenster sind mit dabei, wobei aber erst eines eingebaut war und von mir dann auch gleich wieder ausgebaut wurde.

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Die Fenster sind zwar toll, stellen aber zugleich auch wieder ein kleiner Problem da. Denn möchte ich den Shelter nicht komplett zerlegen sind die Fensterpositionen nun also vorgegeben und ich muss mich mit meiner Planung an genau diesen Positionen richten.

Die Tür im Heck des Shelter ist schon mal so „ganz fehl am Platz“, was ich aber erst bei einer Ausbauplanung am PC erkenne. Diese werde ich also, zumindest ist so heute der Stand, entfernen und mit GFK verschleißen. Dann gibt es da noch die ein oder ander Klappe oder Durchbrüche im Shelter. Die müssen ebenfalls alle verschlossen werden.

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HeiWar
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Re: Mein Ausbau "Dänenshelter"

Beitrag von HeiWar » Sa 15. Jun 2019, 07:40

un geht es also tatsächlich los !

Es hat ja nun eine Weile gedauert bis ich eine Ausbauplatz gefunden habe. Im Vorfeld habe ich unzählige Telefonate geführt, Inserate durchforstet u.s.w.

Die Suche nach einem geeignetten Platz zum Ausbauen stellte sich wesendlich schwierierger da, als ich es mir im Vorfeld gedacht hatte.

Letztendlich hat mal wieder das geholfen was am einfachsten ist. "Einfach mal beim Nachbarn, welcher Landwirt mit diversen Hallen ist, nachfragen".

Der konnte mir zwar auch nicht helfen, stellte aber den Kontakt zu Claus, bei dem ich nun unter gekommen bin, her.

Nun steht der Shelter also nicht in einer Halle, sondern unter einer sehr großen Remise, geschützt vor Wind und Wetter, was sich im Nachhinein als "Unbezahlbar" heraus gestellt hat.

Wenn ich mir den Innenraum meines Shelters nach einem Tag Arbeit so anschaue! Zumindest bei den ersten Arbeiten, bestehend aus unzähligen Stunden schleifen mit dem dazugehörigen Schleifstaub ist es hier wirklich toll.

Was hat sich nun aber in den ersten Wochen so alles getan?

Nun ja, da musste er erst einmal aufgestellt werden, ausrichten um ihn in die Wage zu bringen, entkernen und diverse Durchbrüche mit Glasfasergelege und Spachtelmasse verschließen.



Später dann den Innenraum in Angriff nehmen.



Wieder unzählige Stunden spachteln und schleifen. Der Linoleum-Fußboden ... der stellte mal einen ganz besondere Herausforderung da ! Er wollte den Shelter einfach nicht verlassen. Also nach diversen Stunden des Abmühens ab zum Werkzeugprofi um sich eine "Maschine" zum entfernen zu besorgen ;-)

Sooo einfach war es dann aber trotz der Maschine nicht. Kurz vor der Verzweiflung hatte ich dann aber den Bogen raus! Und vier Stunden später war das Linoleum dann auch Geschichte. Vier Stunden, trotz Maschine !!!

Später dann den restlichen Innenraum in Angriff nehmen. Hier gab es reihenweise Bohrlöcher. Da diese zum Teil etwas ausgebrochen waren, habe ich alle mit einem Senker vorbehandelt. Dann eine Lage Epoxid in die Löcher, schleifen und das Finish dann mit Feinspachtel.

Wieder unzählige Stunden Spachteln und schleifen. Der Lineoliumfußboden ... der stellte mal einen ganz besonder herrausforderung da ! Er wollte den Shelter einfach nicht verlassen. Also ab zum Werkzeugprofi um sich eine Maschine zum entfernen zu besorgen ;-)

Sooo einfach war es dann aber trotzdem nicht. Kurz vor der Verzweiflung hatte ich dann aber den Bogen raus! Und vier Stunden später war das Linolium dann auch Geschichte.


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