A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

AndreasE
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A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von AndreasE » Di 30. Aug 2016, 14:27

Es ist schon eine Krux. Im Prinzip funktioniert immer alles, bis auf ....

Unlängst hat mein A1 4x4 eine ganze Batteriebank (4 Stk) gekillt. Tiefentladen. Obwohl GEL Batterien, waren sie leider hinüber. :(
Da die Unschuldsvermutung gilt, dachte ich, daß ich vergessen hätte, irgend etwas ganz abzuschalten und sich über Wochen halt der Stromverbrauch an den Batterien genüsslich getan hat. Also 2 neue GEL Batterien genommen und eingebaut und weil die Fahrzeuge eh nicht so viel fahren, nur eine Batteriebank (2 Stk) eingebaut. Das Fahrzeug sprang damit natürlich sofort wieder an. Problem gelöst.

Dachte ich.

Ein paar Wochen später wollte ich den A1 wieder starten. Selbes Spiel. Batterien waren tot (nicht ganz so tot wie die erste Garnitur, aber ziemlich tot. 12V statt 24V). Nochmals die Batterien soweit laden, daß ich wieder starten konnte, aber 2x mache ich normalerweise den selben Fehler nicht und vergesse zBsp den Hauptschalter auszuschalten. Also mehr aufgepasst.

Was mir am Wochenende aufgefallen ist, daß der Batteriehauptschalter meines A1 sich derzeit anders verhält als normal.

Laut Dienstvorschrift sollte er folgende Stellungen haben:
0: Alles aus . Nur Warnblinkanlage, Fahrtschreiber und Natodose funktionieren
I: Batteriehauptschalter eingeschaltet (das laute KLACKS), Blinker, Lichthupe, Hupe, etc. gehen.
II: Fahrtstellung, Flamstartanlage, Anlasser, Fahrlicht, etc ....

Mein Hauptschalter ist auf einem anderen Trip und verhält sich so:
0: Im Fahrerhaus alles aus, ABER ich kann das Abblendlicht einschalten.
I: Die Lichter im Armaturenbrett gehen an
II: Das laute KLACKS kommt und ich kann - genügend Saft in der Batterie vorhanden - starten.

Daher meine Fragen an die A1 Kenner:
1) Kann das damit zusammenhängen, daß nur eine Batteriebank angeschlossen ist?
2) Kann das eine andere Ursache haben?
3) Sonstige Symptome auf die ich aufpassen sollte, bzw. helfen, den Fehler besser einzugrenzen?

Danke und Liebe Grüße,
Andy

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SMT-KAT
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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von SMT-KAT » Di 30. Aug 2016, 20:41

Hallo Andy,
bei mir ist es so dass wenn zB. die Standheizung an ist, oder das Licht, das Trennrelais auf angezogen bleibt bis dieser Verbraucher abgeschaltet wird (ist ja wichtig bei der Standheizung). Erst dann trennt das Relais.
Hast Du schon mal geprüft ob in Stellung Null das Relais abgefallen ist? Ich denke du hast irgend einen Verbraucher welcher auf der Stellung 1 Schaltung liegt der Strom zieht und daher verhindert dass das Relais abfällt (Kriechstrom oder selbst was geändert/hinzu gefügt). Dies kann schon der Radio sein wenn das Dauerplus dran hängt.
Gruß

Erik

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Sandkater
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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von Sandkater » Di 30. Aug 2016, 22:07

Wenn das Relais nicht trennt reicht schon der Strom der Haltespule im Relais um die Akkkus leer zu saugen.
Nach zwei Wochen sind das einige Ah, die durch gegangen sind.

Häng mal ein Amperemeter zwischen Massepol der Batterie und das Kabel und mach alle Sicherungen raus. Dann eine nach der anderen zuschalten und jeweils den Strom messen. Falls ein Kreis nennenswert Strom zieht, damit meine ich auch so kleine Werte wie 50 mA, hast du einen Hinweis wo du weiter suchen kannst.

Warum?
50mA * 24h = 1,2 Ah, mal 7 Tage = rund 8,4 Ah pro Woche, die schön sanft entladen. Ein Akku hat normalerweise kaum mehr als 50% der Nennkapazität nutzbar zur Verfügung, da wird es schnell eng.
Aufgrund des geringen Stroms wird er gründlich entladen, nicht so "schonend" wie bei einem Anlassvorgang nachdem sich ein Akku erholen kann.

Peter
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Kaschinski
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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von Kaschinski » Di 30. Aug 2016, 22:17

Wenn ich meine LKW abstelle betätige ich den "Not-Aus- Schalter (mit der roten Schutzkappe- Inbetriebnahme durch Bowdenzug). Dann brauche ich mir um Kriechströme keine Sorgen zu machen. Hat der A1 das nicht ? Oder spricht irgendwas gegen diese Praxis?

AndreasE
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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von AndreasE » Mi 31. Aug 2016, 11:14

Danke für euere Inputs. Ich war gestern Nacht noch einmal kurz vor Ort und habe ein paar weitere Checks gemacht.

@Erik,
interessanter Hinweis mit der Abhängigkeit dre Stromverbraucher. Ich bin extra nochmals das A1 Handbuch und RepManual durchgegangen, konnte bis jetzt aber keinen diesbezüglichen Hinweis finden. Nichts desto trotz, bin ich alle Schalter und mögliche Stromverbraucher durchgegangen die da auf der "Ein" Stellung stehen könnten. Bis auf den Schalter des Verteilergetriebes, der im Geländegang steht, war alles auf "Aus".
Das mit dem Kriechstrom muß ich messen, wenn ich mehr Zeit habe.

@Peter,
Der A1 hat 2 Trennrelais, für jede Batteriebank scheinbar eine. Nach der ersten Tiefentladeaktion mit allen 4 Akkus habe ich nur mehr eine Batteriebank (2 Akkus) reingegeben und die Brücke bei der anderen Bank rausgenommen. Kann es sein, daß diese Assymetrie zu einem Dauerstromverbrauch des "nicht beschäftigten" Trennrelais führt?
Die Aktion mit dem Ampermeter kommt wenn ich mehr Zeit und Ruhe habe.

@Kaschinski,
coole Idee mit dem Not-Aus als zusätzliche Trennung. Hatte an diese zusätzliche Funktion bisher noch gar nicht gedacht. Bei den KAT1 ist die Not-Ein Funktion ja eine rein mechanische mit dem Bowdenzug, beim Kat A1 gibt es den "Not Aus/Ein" Schalter auch, aber "Ein" wird per elektrischem Schalter aktiviert. Nichts desto trotz, ist das abnormale Verhalten (Scheinwerfer kann bei Stellung "0" des Batteriehauptschalters am Armaturenbrett eingeschalten werden), mit dem Not-Aus weg.
Übrigens, nicht alle KAT 1 haben den Not-Aus Schalter. Nur jene die für den Transport von brennbaren Flüssigkeiten und Munition vorgesehen sind (TBrF). Mein Kipper hat es zum Beispiel nicht. Trotzdem ein guter Grund, alle Not-Ein Bowdenzüge auf Leichtgängigkeit zu kontrollieren (die hängen manchmal)

derzeitiger Status:
Um die Batterien zu schützen habe ich jetzt alle vom Bordnetz getrennt und lade sie gerade einzeln auf, sowohl das "alte" Pack als auch die beiden neuen. Aus gegebenem Anlass habe ich mir die Technische Beschreibung von der BW angesehen, wie sie mit tiefentladenen Batterien umgehen und wie die NATO Blöcke trotz heftiger Tiefentladung zu recovern sind. Obwohl ich ganz gute Ladegeräte habe, bin ich mir nicht sicher, ob meine Geräte dieses Verfahren unterstützen. Der Ablauf um eine tiefentladene Gel Batterie wieder zum Leben zu erwecken läuft so ab (Auch wenn die Batterie 0 Volt zeigt):

Daten gelten für den 100Ah Block:
1) Vorladung: Bei Konstant 14,4V so lange Strom reinjagen, bis die Stromstärke auf 40A geht. Max 6 Stunden
2) I-Ladung-1: Ladung mit Konstantstrom 40A so lange bis die Batteriespannung wieder auf 14,4V angestiegen ist
3) U-Ladung-1: Konstantspannungsladung mit 14,4V so lange bis Ladestrom auf 2A abgesunken ist. Punkt 2 und 3 ist gemeinsam auf max. 8 Stunden beschränkt.
4) Entladung: Entladung mit 20A bis zur Entladeschlußspannung von 9 Volt
5) I-Ladung-2: Wie (2)
6) U-Ladung-2: Wie (3). Die maximale Dauer von 5 und 6 ist auch auf 8 Stunden beschränkt.

Damit ergibt sich theoretisch eine Behandlungsdauer bei einer tiefentladenen Batterie von 27 Stunden, normalerweise kürzer.
Bei einer teilgeladenen Batterie tritt an Stelle der Vorladung die Entladung-1 bis auf 9V statt (siehe Punkt 4)
Noch ein interessanter Hinweis im Text: Die Werte erscheinen "brutal" für eine tiefentladene Batterie. Aber "sanft" laden reduziert die Lebensdauer der Batterie nach der Tiefentladung erheblich. So weit im Text.
Es wird das ominöse Ladegerät BT3000 erwähnt. Hat jemand eine Ahnung, welche zivile Bezeichnung sich dahinter verbirgt? Ist ja schon ein paar Jahrzehnte her.
Kennt ihr andere (modernere) Ladegeräte, die diesen Zyklus machen können?

Noch ein Gerät interessiert mich:
Das Bleibatterieprüfgerät mit der VersNr: 6625-12-190-1386, daß die Batterieruhespannung und die Hochstrombelastbarkeit auf die Schnelle vor Ort überprüfen kann (funktioniert mit einer schaltbaren Anzahl an Widerständen). Kennt ihr das, bzw. was wäre da ein zivile Alternative?

So, genug des Stromes :-)

Danke und Liebe Grüße,
Andy

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Kaschinski
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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von Kaschinski » Mi 31. Aug 2016, 13:11

Ich besitze o.g. Prüfgerät. Mit den Widerständen wird die Batterie bei Last geprüft. Die Belastungsspannung gibt einen zuverlässigen Hinweis auf den Zustand der Batterie. Manche Batterien haben eine Ruhespannung oberhalb 12 Volt, bei Belastung sinkt die Spannung aber unter 10 Volt. Ein Fall für die Schrottonne.
Für mich ist dieses Gerät inzwischen unverzichtbar geworden.
Spreche Kaufempfehlung aus.

AndreasE
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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von AndreasE » Mi 31. Aug 2016, 13:57

Kaschinski hat geschrieben:Spreche Kaufempfehlung aus.
Die Kaufempfehlung ist gut, aber wo finde ich so ein Gerät? ;)
Hast Du irgendwelche Hinweise, wo ich das finden kann? Gerne auch per PN.
Gibt es etwas Äquivalentes am zivilen Markt, daß genau so einfach und zuverlässig ist?

Danke und LG,
Andy

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GregorG
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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von GregorG » Mi 31. Aug 2016, 16:30

Hallo Andreas,

geht so etwas in der Art, sieht nach Belastungstest und BW aus?

http://www.ebay.de/itm/Digitaler-Batter ... 542db1f38c

Wenn Du eines bestellst nimm eines für mich auch mit,

LG, Gregor.

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GregorG
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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von GregorG » Mi 31. Aug 2016, 16:35

Hallo Andreas,

nochmals habe gerade andere Fotos gefunden, dass ist das gewünschte Gerät,
der Händler hat diese in unterschiedlichen "Erhaltungszustand" (mit und ohne Grünspan)
die besseren kosten 99.-, ich würde eines von den guten nehmen, zahlt sich nicht
nicht aus, Grünspan ist normalerweise Feuchtigkeit bei Lagerung, dass tut einer
Elektronik nie gut!

Lass und telefonieren, LG Gregor.

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Börner
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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von Börner » Mi 31. Aug 2016, 16:47

Moin Andreas!

Das BT3000 der Firma Steca hatten wir bei uns im Bataillon im Batterieladeraum, ein sehr feines Gerät!
Unzählige Prüfprogramme für verschiedene Batteriearten und mit Ausdruck der Messwerte am Ende (wichtig für die Aussonderung)
Bild
http://bt2.steca.de/index.php?Steca_BT_3000_de

Es ist keine Jahrzehnte alt, wie du vielleicht denkst ;)
Mit den 27h Prüfzyklus hast du allerdings Recht, ich durfte mal von 16 Kabinen die Batterien prüfen... hat ein paar Tage gedauert :lol:
Bei Batterien, die total hinüber sind, gehts natürlich schneller.

Kurz vor der Auflösung hab ich mal über den Schirrmeister gefragt, was das Gerät denn kostet.
Ich erwähnte ja bereits, dass wir EIN Gerät im Laderaum hatten.
Der Preis lag bei knappen 12.000 € , so wurde es dann leider ins Depot zurückgeliefert und nicht über das BwDLZ veräußert :roll:

Unter den meisten Schleppdächern finden sich übrigens diese http://bt2.steca.de/index.php?Stecamat_500_de Ladegeräte, die aber leider nie benutzt werden :evil:

Grüße
Micha
Motor-Klemmt, Kabel- Brennt, Instler- Rennt

Rainmaster
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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von Rainmaster » Mi 31. Aug 2016, 17:00

Kaschinski hat geschrieben:Wenn ich meine LKW abstelle betätige ich den "Not-Aus- Schalter (mit der roten Schutzkappe- Inbetriebnahme durch Bowdenzug). Dann brauche ich mir um Kriechströme keine Sorgen zu machen. Hat der A1 das nicht ? Oder spricht irgendwas gegen diese Praxis?
Hallo,
So mache ich das auch und habe keine Probleme.....
Der große Vorteil des alten KAT
Gruß rainmaster

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luchti
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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von luchti » Mi 31. Aug 2016, 19:37

Hallo,

es gibt die, die GregorG vorgeschlagen hat:
GregorG hat geschrieben:Hallo Andreas,

geht so etwas in der Art, sieht nach Belastungstest und BW aus?

http://www.ebay.de/itm/Digitaler-Batter ... 542db1f38c

Wenn Du eines bestellst nimm eines für mich auch mit,

LG, Gregor.
und die hier

http://www.ebay.de/itm/Batterie-Tester- ... 3641.l6368

Sieht etwas anders aus und scheint das Vorgängermodell zu sein.

Viele Grüße
Mathias

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Kaschinski
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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von Kaschinski » Mi 31. Aug 2016, 22:39

Gregor hat zwischenzeitlich die an mich gerichtete Frage beantwortet.
Solltet Ihr eins der Geräte erwerben und es ist keine Bedienungsanleitung dabei, so stelle ich euch diese gern zur Verfügung.
Für sachgemäßen Einsatz ist etwas Hintergrundinformation erforderlich...

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GregorG
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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von GregorG » Do 1. Sep 2016, 17:48

Hallo Kaschinski,

habe zwei der Digitalen Batterieprüfgeräte für Andreas und mich bestellt, eine Bedienungsanleitung
für uns wäre super, ich sende Dir eine PN, LG Gregor.

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Kaschinski
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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von Kaschinski » Sa 3. Sep 2016, 22:18

Bin derzeit unterwegs, kann Versand der Anleitung erst ab dem 10.9. anleiern.
Wer nicht mehr warten kann: Ruhestrommessung: alle 3 Widerstände hochdrehen, Spannung messen.
Über 12 Volt, o.k. unter 12 V: laden.
Belastungsmessung: mit dem 3-5fachen der Nennkapazität - bei den Natoblöcken also mit 300A, sprich mit allen 3 Widerständen. ( Rändelmutter runterdrehen:-))
ca 5 sec draufhalten, wenn die Digitalanzeige leuchtet Gerät entfernen. Anzeige unter 9,8 Volt: Batterie Schrott, 9,9 bis 10,2 Volt: naja, über 10, 3 Volt: alles in Ordnung.

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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von AndreasE » Sa 3. Sep 2016, 22:40

Kaschinski hat geschrieben:Bin derzeit unterwegs, kann Versand der Anleitung erst ab dem 10.9. anleiern.
Wer nicht mehr warten kann: Ruhestrommessung: alle 3 Widerstände hochdrehen, Spannung messen.
Über 12 Volt, o.k. unter 12 V: laden.
Belastungsmessung: mit dem 3-5fachen der Nennkapazität - bei den Natoblöcken also mit 300A, sprich mit allen 3 Widerständen. ( Rändelmutter runterdrehen:-))
ca 5 sec draufhalten, wenn die Digitalanzeige leuchtet Gerät entfernen. Anzeige unter 9,8 Volt: Batterie Schrott, 9,9 bis 10,2 Volt: naja, über 10, 3 Volt: alles in Ordnung.
Vielen Dank für die Info - unsere Geräte sollen nächste Woche kommen.
Bin schon neugierig wie meine wiederaufgeladenen NATO Blöcke abschneiden werden. Hoffentlich nicht unter 9,8 Volt ;)
Börner hat geschrieben:Moin Andreas!

Das BT3000 der Firma Steca hatten wir bei uns im Bataillon im Batterieladeraum, ein sehr feines Gerät!
Unzählige Prüfprogramme für verschiedene Batteriearten und mit Ausdruck der Messwerte am Ende (wichtig für die Aussonderung)
Es ist keine Jahrzehnte alt, wie du vielleicht denkst ;)

Grüße
Micha
Hallo Micha,
vielen Dank für diesen Link und die Hintergrundinformationen.
Bei dem "gestandenen" Einstandspreis werd ich mich wohl um eine günstigere Alternative umsehen müssen.....
..... oder hat jemand schon mal diese Wunderdinge in einer VEBEG Auktion gesehen?

Liebe Grüße,
Andy

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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von luchti » Sa 3. Sep 2016, 23:55

Hallo Andy,

ja, diese Wunderlinge gab es als Posten "Batteriewartungsausstattungen für Bleibatterien" schon mal bei der VEBEG. Dieses Jahr im Februar oder März.

Aber mich würde auch mal interessieren, ob es nicht etwas ähnliches auf dem zivilen Markt gibt.

ebay, amazon und Co. liefern Ergebenisse zu BAtterie Belastungstester bis 100 EUR und dann wieder ab 1.000 EUR. Ich gehe davon aus, dass die teureren eher zu gebrauchen sind, Oder? Wer kann dazu etwas sagen?

Viele Grüße
Mathias

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Joerg
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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von Joerg » Mo 5. Sep 2016, 06:17

Kaschinski hat geschrieben: Ruhestrommessung: alle 3 Widerstände hochdrehen, Spannung messen.
Über 12 Volt, o.k. unter 12 V: laden.
Belastungsmessung: mit dem 3-5fachen der Nennkapazität - bei den Natoblöcken also mit 300A
Ich würde die Batterien einbauen, den Anlasser orgeln lassen und per Digital Millimeter die Spannung messen. Sollte +/- auf's Gleiche herauskommen.

Gruß Jörg

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Sandkater
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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von Sandkater » Mo 5. Sep 2016, 23:04

Igitt wie pragmatisch :mrgreen:

Den Tipp werde ich mir merken.
Starten verhindern durch gleichzeitiges Treten der Motorbremse nehme ich an?
Peter
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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von AndreasE » Mo 5. Sep 2016, 23:50

Sandkater hat geschrieben:Starten verhindern durch gleichzeitiges Treten der Motorbremse nehme ich an?
Geht das auch wenn nicht genügend Druck in den Luftkesseln ist?
.... oder die Nullförderung durch Gaspedal anheben sicherstellen (Vergiß nicht, den Tempomat zu lockern) ;)
LG, Andy

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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von Sandkater » Di 6. Sep 2016, 00:02

Natürlich nicht.
Ich pumpe mein Auto immer mit einem Kompressor auf, daher stellt sich die Frage nicht.
Jedenfalls dort, wo ich ein Multimeter griffbereit habe.
Zu 2: Das ist echt mühselig: mit einer Hand Anlassen und mit der anderen das Gaspedal anheben . Seit der Pumpenkur muss ich noch den Zug ein bisschen nachjustieren.

Btw: wo geht denn der Strom nun hin?

Peter
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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von AndreasE » Di 6. Sep 2016, 02:00

Sandkater hat geschrieben:Btw: wo geht denn der Strom nun hin?
´
Gregor und ich waren am WE kurz beim A1.
Der Strom geht scheinbar überall hin.
Die Batterietrennrelais scheinen nicht zu trennen.
Mit Not-Aus kann man zumindest einen Großteil des Fahrzeuges stromfrei bekommen, aber das ist keine Dauerlösung.
Der Klacks kam aus dem Verteilergetriebe, nicht dem Batteriekasten (es war noch vom rangieren der Geländegang drinnen). Alleine im Cockpit sitzend konnte man den unterschiedlichen Ort nicht lokalisieren. Der Klang ist sehr ähnlich.

Der Plan und nächste Schritt ist einfach:
Zu dritt mit Simon gehen wir auf die Suche. :-) Einer liest den Stromlaufplan, einer schraubt die Sicherungen raus, einer misst. Mehr Effizienz beim arbeiten geht nicht :-)
Ein Stromzangenmessgerät habe ich schon gekauft. Sobald wir Zeit haben, schauen wir nach.

Dieser Tage kommt auch das Widerstandsmessgerät, daß Gregor bestellt hat. Dann kann ich zumindest nachsehen, welche der 6 Gel-Batterien unter der Tiefentladung nachhaltig gelitten hat. Ich hoffe keine.

Update kommt ...

Liebe Grüße,
Andy

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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von Saarkat » Di 6. Sep 2016, 07:19

Moin,

in Sachen Batterietester hatte ich mir unlängst das Teil zugelegt. Es unterscheidet nach dem Anklemmen an die Batterie in "Batterie in Ordnung", "Batterie in Ordnung, aber Laden tut Not", "Batterie laden und dann wieder testen ob sie nocht was taugt" bzw. "Batterie in die Tonne treten". Zweimal meinte das Teil " in die Tonne treten" und zweimal war die Anzeige der Meinung, man könnte es mit einem Ladevorgang nochmal versuchen, der Batterie etwas Leben einzuhauchen. Die Kaltstartstromwerte (CCN) aller Batts waren jenseits dessen, was sie haben sollten, da half auch der Ladevorgang nichts.
Gruß

Christoph


BRECHEN SIE REGELN, VOR ALLEM DIE, DIE ANDERE AUFGESTELLT HABEN!

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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von AndreasE » Do 8. Sep 2016, 01:42

Heute kam der Batterietester. Gregor war so nett und brachte ihn vorbei.
Natürlich bin ich sofort an die alten und ausgebauten Batterien und habe ihn ausprobiert.

Von den 4 NATO Blöcken, die im A1 waren und 2x tiefentladen wurden, kamen folgende Werte zustande. Alle Batterien waren aus September 2011
Daten in der Reihenfolge: Batterie, Leerlaufspannung, Spannung unter Last (300A für 5 sek)
Batt1, 12.6V, 11.1V
Batt2, 10.8V, 7.6V
Batt3, 12.7V, 10.5V
Batt4, 12.4V, 10.3V
Die beiden Ersatzbatterien, die einmal tiefentladen wurden
Batt1, 12.7V, 10.9V
Batt2, 12.7V, 11.1V
Also hat es laut dem Lastmessgerät eine von den 6 Batterien erwischt (Batt2).

Von einem anderen Fahrzeug gab es 2 ausgebaute Gel Batterien, die gar nicht mehr wollten.
Batt1, 12.5V, 6.5V
Batt2, 12.7V, 6.2V

Die offenen Säure Batterien des versenkten 8x8 hatte ich immer wieder mal aufgeladen
Bei allen 4 Batterien gab es allerdings keine Anzeige unter Last und die Batterien gasten hörbar wenn sie unter Last waren
Die Leerlaufspannung der 4 Blöcke war 12.2V, 12.1V, 12.1V und 12.2V
Von denen werde ich mich wohl verabschieden müssen.

Die 2x 180Ah offenen Batterien des S-LKW die ich tauschte, da der Start immer öfter mau war
Batt1, 12.4V, 10.2V
Batt2, 11.2V, keine Anzeige unter Last, hörbare Gasung
Eigentlich hätte ich hier nur Batt2 tauschen müssen.

Alles in allem ist die Bedienung watscheneinfach (Danke Kaschinski) und endlich habe ich ein Gerät, daß ohne großen Aufwand Lastmessungen an Batterien durchführen kann und einen weiteren Eckpunkt liefert die Schlechten von den Guten zu unterscheiden.

Liebe Grüße,
Andy

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Re: A1 Batteriehauptschalter - trennt nicht wie er soll

Beitrag von ALu » Do 8. Sep 2016, 13:43

@Andreas: pass bloß auf, sonst schickt dir jeder seine Batterien zum Testen. Die schlechten kannst du dann behalten, die guten schickst du zurück :-)

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Gruß

Andreas

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