Unterbodenschutz mit Schalöl oder Kettenöl

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Saarkat
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Unterbodenschutz mit Schalöl oder Kettenöl

Beitrag von Saarkat » Mi 21. Sep 2016, 15:01

Hallo ihr Freaks,
ich hätte da mal eine, hoffentlich nicht allzu bescheuerte Frage. Der Unterbodenschutz a la BW in Form von Dinol, Dinitrol, Ovatrol etc. wurde ja schon ausgiebig diskutiert. Ich stelle zur Zeit die Überlegung an, ob die Konservierung nicht auch mit Schalöl oder gar Kettenöl möglich ist. Schalöl verwenden wir bei unseren Putzmaschinen und haben da sehr gute Erfahrungen gemacht, die Teile immer wieder sauber zu bekommen bzw. sind die Schrauben auch meist gut zu lösen, wenn man mal was schrauben muss. Von daher hätte ich jetzt auch beim KAT keine Bedenken mit dem Material. Die Frage ist halt, wie vertragen sich Schal- und Kettenöl mit den Gummiteilen, die im Bereich Fahrgestell/Achsen verbaut sind? Gibts da jemand, der hierzu Aussagen machen kann bzw. das eventuell auch so macht?

Egal ob pro oder contra, bin für beides offen.
Gruß

Christoph


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A N D R E A S
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Re: Unterbodenschutz mit Schalöl oder Kettenöl

Beitrag von A N D R E A S » Mi 21. Sep 2016, 15:38

Ich kenn das Zeug nicht als Konservierung sondern als "Putzhilfe" beim Suhlen - der Dreck klebt nicht so am Rahmen.
A N D R E A S

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Saarkat
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Re: Unterbodenschutz mit Schalöl oder Kettenöl

Beitrag von Saarkat » Mi 21. Sep 2016, 15:49

A N D R E A S hat geschrieben:Ich kenn das Zeug nicht als Konservierung sondern als "Putzhilfe" beim Suhlen - der Dreck klebt nicht so am Rahmen.
Ob's als Konservierung so taugt wie die anderen Fabrikate kann ich nicht beurteilen, aber den Ölfilm kann man ja immer erneuern/auffrischen. Als "Putzhilfe" ist das ja bei unseren Maschinen auch im Einsatz. ;-)
Gruß

Christoph


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Lobo
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Re: Unterbodenschutz mit Schalöl oder Kettenöl

Beitrag von Lobo » Mi 21. Sep 2016, 16:20

ist meine erste Wahl, nutze ich auch und bessere Erfahrungen wie mit Owatrol und co
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4x4-6x6
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Re: Unterbodenschutz mit Schalöl oder Kettenöl

Beitrag von 4x4-6x6 » Do 22. Sep 2016, 01:34

Moin,

als Bauingenieur habe ich zwangsweise mit Schalöl zu tun.

Schalöl ist ein Trennmittel.
Dafür ist es optimiert.
(Unter uns: Wenn das Schalöl mal auf einer Baustelle knapp war,
haben wir Heizöl genommen. das funktioniert genau so gut.
Das darf man aber in der Öffentlichkeit nicht sagen.
Dann gibt es gleich Mecker vom nächsten Umweltpapst.
Gibt aber astreine (fast Lunkerfreie) Sichtbetonoberflächen.)

An der Artillerieschule haben wir die Feldhaubitzen jede Woche äußerlich immer mit Literweise O-190 eingejaucht.
Das Öl ist aber nichts anderes, wie ein Einbereichsöl SAE10.

Also mit anderen Worten:

Wenn man alle paar Tage das Fahrgestell mit (Bio-)Schalöl einsprüht,
ist das sicherlich ein Optimum.

Aber wer hat schon für eine solche Fürsorge die Zeit ?

Daher ist die Kombination von halbflüssigem, kriechfähigen Wachs und einer zähen Deckschicht vom Unterboden wohl das Optimum.

Das gab es bis ca. 1990.

Es hieß Tuffcote-Dinol.

Das gibt es nicht mehr.

Also muß man sich behelfen, und die zwei Komponenten einzeln besorgen.

Die Handelsnamen variieren, aber das Wachs gibt es verschiedenen Herstellern (Verkäufern).
Das ist für die Hohlräume.

Für den Unterbodenschutz nimmt man eine bräunlich-kupferfarbene Beschichtung auf Erdölbasis.

Dann muß man natürlich alle zwei Jahre nachschauen, und ausbessern.

Neuwagen, die ich so habe behandeln lassen, fahre ich seit 27 Jahren.


...

AndreasE
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Re: Unterbodenschutz mit Schalöl oder Kettenöl

Beitrag von AndreasE » Do 22. Sep 2016, 01:53

Die BW verwendet:
Dinitrol 3650
Dinitrol 4942(bräunlich).
Wer auf seinem Fahrzeug den schwarzen Unterbodenschutz hat und diese Farbe beibehalten will nimmt statt 4942 eben 4941.

Falls für jemand das Wort "thixotropie" nicht so geläufig ist ( Das war bei mir der Fall :-) ), dann kann man das hier nachlesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Thixotropie

LG,
Andy
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Dinitrol 3650.pdf
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