Luftdrucktabelle Michelin

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Wolfgang
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Luftdrucktabelle Michelin

Beitrag von Wolfgang » Di 3. Apr 2012, 21:10

Die habe ich mal bei Michelin angefordert und lediglich in eine lesbare Form gebracht.
Luftdruck.pdf
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Wolfgang
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Joerg
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Re: Luftdrucktabelle Michelin

Beitrag von Joerg » Fr 6. Apr 2012, 18:50

Hallo Wolfgang

Danke für die Tabelle. Aber auf wie viel puste ich denn jetzt meine Reifen auf?
Ich kann das Auto Achsweise, und zur Not ja auch an jedem Rad einzeln, wiegen lassen und habe dann die Last für den jeweiligen Reifen. Aber wie ergibt sich dann der optimale Luftdruck, d.h. der, bei dem der Reifen optimal auf der Straße aufliegt?

Bisher entscheide ich's immer an Hand der Reifentemperatur: ist der Reifen nach einer Autobahnfahrt etwas mehr als handwarm, erhöhe ich den Luftdruck etwas. Beim PKW wird ja um den optimalen Reifendruck ein großes Bohei gemacht. Möglichst bei jedem Tanken prüfen und sparen Sie bis zu 10% Kraftstoff mit dem richtigen Luftdruck etc. blabla...

Aber wie finde ich den optimalen Luftdruck bei meinem Lieblingslaster?

Gruß Jörg

Klaus
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Re: Luftdrucktabelle Michelin

Beitrag von Klaus » Do 12. Apr 2012, 08:38


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Wolfgang
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Re: Luftdrucktabelle Michelin

Beitrag von Wolfgang » Do 12. Apr 2012, 10:39

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egn
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Re: Luftdrucktabelle Michelin

Beitrag von egn » Di 17. Apr 2012, 22:04

Den optimalen Druck muss man grundsätzlich am Gewicht orientieren. Mir hat die Reifenhotline von Conti mal erzählt dass die Werte in den Tabellen nur ein Kompromiss sind. Die Fahrzeuge fahren ja tagtäglich mit unterschiedlichem Beladungszustand herum. Da dann nicht ständig der Reifendruck angepasst wird liegt die Empfehlung irgendwo dazwischen. Für leere Fahrzeuge ist der Druck zu hoch, für voll beladene ist er zu niedrig. Da bei einem Wohnmobil das Gewicht im Schnitt etwas höher ist sollte man ein paar 1/10 mehr Druck nehmen.

Ob der Druck passt kann man auch sehen wie der Reifen innen und außen auf dem Boden aufliegt. Wenn die Stollen am Rand völlig auflegen dürfte der Druck noch etwas zu niedrig sein.

Wenn man das an einem Rad eingestellt hat, kann man den Trick von Marcel anwenden um alle anderen Reifen einzustellen. Das Ziel ist an allen Rädern den gleichen Radius zu haben. Dazu misst man wenn möglich auf mm genau den Abstand der Felgenunterkante oder der zentralen Öleinfüllschraube vom Boden und stellt den Druck an allen Rädern so ein, dass er überall gleich ist. Wenn dies erreicht ist dann gibt es bei Geradeausfahrt keinerlei Bewegung in den Differentialen, und vor allem gibt es beim 6x6 keinen unnötigen Reifenverschleiß an den starr verbundenen Hinterachsen.

Ich fahre übrigens bei 18 t Kampfgewicht und gleichmäßiger Gewichtsverteilung einen Druck von 5,5 bar auf 14ern. Früher bin ich mal 6 bar gefahren, das war aber zu hoch. Da wurden die Reifen in der Mitte stärker abgefahren. Die Reifen haben jetzt schon 60 tkm drauf, und bis zu den Stegen sind es immer noch ein paar mm. Für die Straße und leichtes Gelände sind sie noch ok.
Zuletzt geändert von egn am Mi 18. Apr 2012, 07:40, insgesamt 2-mal geändert.
Gruß Emil

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manny
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Re: Luftdrucktabelle Michelin

Beitrag von manny » Di 17. Apr 2012, 23:05

Moin,

also ich fahr auf allen Rädern 4,5 bar. Das ist sicher nicht ideal, aber da ich hauptsächlich Kurzstrecken fahre leb ich erstmal damit.

Aber wenn ich mir die Reifen auf der Vorderachse so ansehe und mal vergleiche wie die Reifen mit meinem Offroaddruck vom letzten Jahr aussahen...

Also dann müsste ich, wenn vorne 4,5bar fahre, hinten mit 2 bar fahren...

Selbst bei 5 bar vorne hab ich nach ner Sommer-Autobahn-Etappe Gummiwutzel an den seitlichen Stollen (Pirelli Pista 14er)

Also drucktechnisch steh ich n bisschen auf m Schlauch :lol:

Gruß
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Re: Luftdrucktabelle Michelin

Beitrag von Powerkat » Mi 18. Apr 2012, 08:15

Also pom prinzip her hat EGN schon recht...und gerade an deinem Fahrzeug ist es ja auch schon logisch: Reifen brauchen den richtigen Druck für ihre Belastung...deine Vorderachse ist fast ausgelastet...dein Heck leer...da spricht es für sich, das die nicht den selben Druck haben können...mach doch mal einen Test: stell dein Fahrzeug auf einen großen ebenen Parkplatz, mache dir mit einem weißen Edding oder vergleichbaren makierungen in einer Linie:vordere Kardanwellenflansch-Getriebe-hinteren Kardanwellenflansch. Jetzt fährst du einfach mal schnur gerade aus und beobachtest wie parallel die Makierungen bleiben...natürlich ist der Unterschied von vorn zu hinten nicht so dramatisch,da das Mitteldiff. Ausgleich verschafft...aber wenn man die Sperre rein macht gibts schon stress...schlimmer sieht es bei den 6x6 und 8x8 zwischen den hinteren bzw. vorderen Achsen aus...und natürlich sind größere Differenzen auch stress für das Verteilergetriebe auf der Autobahn....
das sich nach längerer Autubahnfahrt gerade im Sommer die Abriebfussel bilden ist ganz normal, das bekommt man auch nicht ganz weg- ist eine Sache der Abrolldynamik des Stollens genauso wie die Sägezahnbildung mit der Zeit...es ist halt vieles ein Kompromis,der richtige Reifendruck bedarf immer noch genügend walkarbeit...das kostet sprit und kraft...und minimalen Abrieb...es gibt auch einige die knallen für die langen Strecken 8 Bar drauf, spart in der Tat sprit, gibt Leistung aber verursacht auch eindeutig erhöhten Abrieb nur in der Reifenmitte....auch nix....mit gewissen sachen muß man sich eben abfinden oder zu Fuß gehen....

Marcel
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Re: Luftdrucktabelle Michelin

Beitrag von manny » Mi 18. Apr 2012, 09:15

Hey Marcel,

völlig klar was da passiert und warum, die Frage ist bloß geh ich jetzt vorne auf ~6bar und hinten auf ~4 oder lass ich ihn vorne auf 4,5 und reduziere hinten bis es passt...

hatte meinen keinen auch schonmal auf ner Waage, da hat er wenn ich mich recht erinnere 10,6t Speck gehabt, davon waren über 5t auf der VA... (genau krieg ichs nicht mehr auf die Reihe :? )

Für lange Etappe halte ich es aber auch für sinnvoll vorne was höher zu gehen... -mal sehen, erstmal steht nichts derartiges an :lol:

Na ja passieren kann ja nichts, hab ja jetzt Notlaufringe ;)

Gruß
manny
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