Kapitaler Motorschaden

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woelf59
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Re: Kapitaler Motorschaden

Beitrag von woelf59 » Fr 17. Jan 2014, 22:46

Hallo,

habe den Motor weiter zerlegt, von dem Pleuel aber keine Spur. Es sind nur ein paar Fragmente von der Laufbuchse und Kolbenunterseite übrig. Und ,was mir zu denken gibt, eine Pleuelschraube. Die Schraube hat keine Beschädigungen am Kopf, das Gewinde ist wie poliert was auf eine längeres Schleifen zwischen Schraube und Pleuelunterteil hindeuten könnte und die letzten 3 - 4 Gewindegänge sind herausgerissen. Außerdem ist die Schraube um 3 mm gelängt. Es könnte also sein, daß die Schraube schon längere Zeit vor dem Crash gelöst war. Ob das ständig geschlossene Auslassventil Wartungsfehler oder Absicht war will ich jetzt nicht bewerten. :?:
RestePleuel.jpg
Schrauben1.jpg
Schrauben2.jpg
PS. morgen ist Probelauf mit der Ersatzmaschine

Gruß Wolfgang

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Kaschinski
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Re: Kapitaler Motorschaden

Beitrag von Kaschinski » Fr 17. Jan 2014, 23:32

Der Schaden muß schon lange vorher dagewesen sein. Lief der Motor denn vor dem Knall völlig normal, oder waren da Nebengeräusche ?
Und zu den "polierten" Gewindegängen fällt mir nichts mehr ein.

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woelf59
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Re: Kapitaler Motorschaden

Beitrag von woelf59 » Sa 18. Jan 2014, 00:02

Hallo Kaschinski,

im Leerlauf hat die Maschine keine Geräusche gemacht. Allerdings war bei der Überführungsfahrt ca. 130 km BAB die Öltemperatur nahe dem orangenen Bereich bei moderaten Aussentemperaturen und im Leerlauf flackerte die Öldrucklampe, was ich aber auf die zu niedrige Leerlaufdrehzahl zurückführte. (knapp 500 Upm) War später aber nach Erhöhung der Leerlaufdrehzahl nicht mehr aufgetreten. Wie die Maschine im Vorfeld behandelt wurde weiß ich halt nicht, Plombe vom Drehzahlbegrenzer der ESP fehlte z.B. auch. Denkbar wäre auch, daß das Ausslassventil geschlossen wurde, damit immer Druck im Zylinderraum ist und ein sonst zu hörendes Klackern damit unterdrückt wird. Bei 8 Zylindern fällt es nicht so auf wenn einer fehlt, bei 4 schon eher. Hatte mit einem Mitarbeiter einer Wartungsfirma für Dieselmotoren gesprochen und die Auskunft bekommen, daß bei Überdrehzahlen die Möglichkeit besteht, daß sich Pleuelschrauben wegen Überlastung lösen. Alle anderen Pleuelschrauben waren allerdings fest.

Gruß Wolfgang

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woelf59
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Re: Kapitaler Motorschaden

Beitrag von woelf59 » Mi 19. Aug 2015, 19:04

Hallo,

habe den Motor jetzt vollständig zerlegt um meine Tische endlich fertig zu bauen. Einer ist jetzt fast fertig, es kommt aber noch eine kleinere Platte drauf.
Tisch1.JPG
Bei dem Zerlegen ist mir aufgefallen, dass bei einem Stößel der Teller abgebrochen war und an den meisten Stößel in der Ölverteilernut harte Rostablagerungen waren (eventuell blockiert). Ob das jetzt die Ursache oder nur eine Folgeerscheinung war lässt sich schwer sagen.
Stoessel1.JPG
Irgendwann wird der zweite Tisch auch fertig, aber der entkernte Motorblock ist doch noch recht schwer.

Gruß Wolfgang

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Re: Kapitaler Motorschaden

Beitrag von urologe » Do 20. Aug 2015, 10:46

woelf59 hat geschrieben:habe den Motor jetzt vollständig zerlegt um meine Tische endlich fertig zu bauen. Einer ist jetzt fast fertig, es kommt aber noch eine kleinere Platte drauf.
Klasse Ausführung -
ich würde aber die Glasplatte in der Größe lassen - der Fuß ist ja doch ein Schwergewicht und braucht ein adäquates Kopfteil .

LG
Ralf
Vorsorge tut gut - KAT fahren !
Amour de Deutz

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Saarkat
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Re: Kapitaler Motorschaden

Beitrag von Saarkat » Do 20. Aug 2015, 16:38

Optisch passt die Dimension, aber ich denke, dass Wolfgang die Platte aus Gründen der Hebelwirkung kleiner machen möchte. Da spielt der Fuß nicht mehr mit, wenn man sich wie bei einem Bierstehtisch auf der Glasplatte abstützt/auflegt.
Gruß

Christoph


BRECHEN SIE REGELN, VOR ALLEM DIE, DIE ANDERE AUFGESTELLT HABEN!

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woelf59
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Re: Kapitaler Motorschaden

Beitrag von woelf59 » Do 20. Aug 2015, 17:10

Hallo,

ich habe die Glasplatte verwendet weil sie halt noch da war. Die Platte soll noch mit UV-härtendem Kleber an die Riemenscheibe angeklebt werden. Aber selbst ohne Verklebung ist die Kippgefahr der Platte gering. (Platte hat ein Gewicht von ca. 20 kg) Man kann sich etwas darauf abstützen. Die Schwungscheibe ist allerdings nicht vom KAT und wiegt nur gefühlte 30 kg. Da die Riemenscheibe nicht angeschraubt, sondern nur aufgesteckt ist, könnte man mit zusätzlichen Riemenscheiben und Glasplatten tauschbare Aufsätze realisieren. Wenn ihr denkt die Proportionen sind ok, schließe ich mich gern Eurer Meinung an, ich war mir nicht ganz sicher. :)

Gruß Wolfgang

Rainmaster
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Re: Kapitaler Motorschaden

Beitrag von Rainmaster » Fr 21. Aug 2015, 00:15

Hallo Wolfgang,
auch wenn der Grund zur Entstehung des Biertisches echt Kacke ist,
ist das Recycling doch echt sehenswert.....
ich hab ja auch das Problem und fühle mit Dir.
Viele Grüße
rainmaster

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woelf59
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Re: Kapitaler Motorschaden

Beitrag von woelf59 » Fr 21. Aug 2015, 08:31

Hallo Arndt,

also Deinen alten Motor nicht wegschmeißen, man kann vieles weiterverwerten.
Motorblock mit 4 Pleueln und Kolben einen Tisch, Kurbelwelle mit Schwungscheibe wie gezeigt auch.
restliche Kolben habe ich schon Interessenten als Aschenbecherersatz
Nockenwelle mit zugehörigem Zahnrad als Untersatz für irgendwelche Hängepflanzen
die restlichen Gegengewichte der Kurbelwelle zieren meine Gartenfräse als Frontgewichte

Gruß Wolfgang

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