4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

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Filly
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4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von Filly » Di 27. Aug 2019, 23:04

Hallo Forum,

mein KAT und ich sind seit fast 14 Jahren ein glückliches Paar und ich mag ihn eigentlich wie er ist. Allerdings werden in meinem Bekanntenkreis vermehrt Busse als Reisefahrzeuge genutzt und da kann der KAT zumindest in der Ebene nicht mithalten. Also denke ich über ein anderes Reisefahrzeug nach oder der KAT wird irgendwie schneller.

Seltsamerweise habe ich mit der Suchfunktion nur diesen Tröt gefunden, der sich etwas detaillierter mit dem Thema beschäftigt: viewtopic.php?f=12&t=915

Mein Kenntnisstand zusammengefasst:
1. Optimal wäre ein Getriebeumbau mit größerer Spreizung der Gänge. Gibts für den 6x6, aber nicht für den 4x4. Richtig?
2. 16er Reifen bringen 6 % mehr Geschwindigkeit. Ist mir zu wenig und die 16er gefallen mir optisch nicht am KAT.
3. Längere Achsen bringen 20 % mehr Geschwindigkeit, aber er wird in allen Gängen schneller. Ich werde kein schweres Gelände fahren aber gelegentlich mit Anhänger. Dann muss ich öfters im Getriebe rühren.

Wenn mir also nur die längeren Achsen bleiben, folgende Fragen an das werte Forum:
- Wer fährt mit längeren Achsen und wie ist die Zufriedenheit? Wie sind die Auswirkungen gegenüber vorher? Verbrauch, Spritzigkeit...
- Wer macht einen solchen Umbau und wie viel Geld muss man grob, ungefähr in die Hand nehmen?

Danke und Gruß
Christoph

visual
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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von visual » Di 27. Aug 2019, 23:24

Welche Geschwindigkeit willst du denn erreichen?

Gesendet von meinem VOG-L29 mit Tapatalk


Roland
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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von Roland » Mi 28. Aug 2019, 08:41

Hallo Christof,
ich fahre seit 2 Jahren mit „langen Achsen“ und möchte nicht mehr darauf verzichten.
Auf der AB fahre ich rund 90km/h bei etwa 1900 Umdrehungen, der Geräuschpegel ist dadurch natürlich auch stark reduziert. Der Verbrauch reduziert sich ( bei AB Fahrten) auf 27,5l/100km.
Über Erfahrungen im Gelände kann ich nicht berichten, gefühlt muss ich auch nicht mehr schalten als vorher. Einzig gewöhnungsbedürftig für mich: der Rückwärtsgang ist natürlich auch schneller!
Meinen Umbau hat Marcel in gewohnt seriöser Weise gemacht, rechne alles in allem etwa mit einem fünfstelligen Betrag.
Viele liebe Grüße
Roland

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Zentralgestirn
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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von Zentralgestirn » Mi 28. Aug 2019, 09:39

Hallo Christoph,

ich hatte auch längere Achsen in Verbindung mit 16er. gesamt war es dann 21% schneller. In der Wüste war es nicht so toll, weil der 1. Gang oft zu kurz und der 2. Gang dann aber wieder zu lang war. Ansonsten lief das toll. Auf der Straße war es super. Ich bin recht empfindlich was Lärm angeht aber so und mi etwas Alubutyl im Fahrerhaus habe ich es geschafft den KAT leise zu kriegen. So bis 84km/h laut GPS fuhr er sich super, dem Gratis WLAN im Flixbus konnte man auch folgen, nur dann war er wieder laut und sicherlich sehr durstig.

Wenn du den KAT nur aus dem Grund hast weil du ihn halt hast aber mit der Ausrichtung des Fahrzeuges nicht zufrieden bist, denke lieber über etwas neues anderes nach. Du kannst am KAT sehr viel machen und dabei so viel Geld versenken, das du da auch was neues für bekommst. Nur der KAT1 ist ein maximal kompromisloses Geländefahrzeug und die Wurzeln wirst du ihm nicht nehmen können. Wenn du die Geländeeigenschaften nicht benötigst, fährst du mit was anderem besser.

Ich habe die Umbauten selber gemacht weil ich sehr günstig Teile bekommen habe, eine VA Sperre bei rumgekommen ist und ich eh einfach bock auf das machen hatte. Letztendlich fehlt dann aber doch Motorleistung und oder mehr Gänge um mich wirklich high end glücklich zu machen. Was dem funktionieren wie ein modernes Fz recht gut entspricht.

Ich erinnere mich wage daran, das du mal eine Radnabe bei MAN hast abdichten lassen. Also bist du eher weniger der selber Schrauber oder?

Die Kosten werden dem dann nicht gerecht was du bezahlen und was du bekommen wirst und was ein anderes Fahrzeug dir für seinen Wert bieten kann.

Ich stand vor einer sehr ähnlichen Entscheidung und der KAT musste letztendlich gehen. Ich habe noch keine Idee was für mich als nächstes in Frage kommt aber der Markt hat sehr viel interessantes zu bieten. Wohl wissend das der KAT eine Nische besetzt, wie kein anderes Fz.

Grüße Sebastian

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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von ALu » Mi 28. Aug 2019, 11:04

Zentralgestirn hat geschrieben:
Mi 28. Aug 2019, 09:39
dem Gratis WLAN im Flixbus konnte man auch folgen
:lol: :lol: :lol:
Gruß

Andreas

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KAT MAN
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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von KAT MAN » Mi 28. Aug 2019, 11:37

ALu hat geschrieben:
Mi 28. Aug 2019, 11:04
Zentralgestirn hat geschrieben:
Mi 28. Aug 2019, 09:39
dem Gratis WLAN im Flixbus konnte man auch folgen
:lol: :lol: :lol:
...dann aber mit Abstandswarner, das es beim Schreiben nicht doch einmal "raschelt"
Liebe Grüße
Jörn

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Zentralgestirn
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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von Zentralgestirn » Mi 28. Aug 2019, 11:46

KAT MAN hat geschrieben:
Mi 28. Aug 2019, 11:37
ALu hat geschrieben:
Mi 28. Aug 2019, 11:04
Zentralgestirn hat geschrieben:
Mi 28. Aug 2019, 09:39
dem Gratis WLAN im Flixbus konnte man auch folgen
:lol: :lol: :lol:
...dann aber mit Abstandswarner, das es beim Schreiben nicht doch einmal "raschelt"
Kurz vor dem Überholverbot überholen und er fährt hinter dir ;)

Doof ist nur, Flixbus hat irgend wann mal das Internet auf 150MB pro User pro Tag limitiert.... :cry:

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Hauptse
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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von Hauptse » Mi 28. Aug 2019, 12:11

Hallo Christoph,

schade dass das Gesamtkonzept KAT für dich einige gravierende Schwachstellen aufweisen.
Die Marschgeschwindigkeit ist beim KAT wohl nicht das Autobahntempo. Dafür ist die Drehzahl des Motors zu hoch und daraus resultierend auch der Durst des Motors.
Dennoch hast du ein Fahrzeug, das selbst nach 40 Jahren noch erstaunte Blicke hervorruft. Ganz zu schweigen der überragenden Geländetauglichkeit. Kabel aus nichtrostenden Metall, Achsen die bei Pflege unverwüstlich sind und einen Motor der immer läuft und kein Fass ohne Boden bei der Ersatzteilversorgung ist.

Dafür ist der KAT ja auch gebaut worden.
Kompromisslos für‘s Gelände.

Bevor du einen Gewichtheber zum Sprinter machen möchtest würde ich dir eher ein ziviles Fahrgestell mit Allradtechnik ans Herz legen.
Die sind mehr für den Straßengebrauch mit gelegentlichen Geländefahrten ausgelegt. Damit kommst du ziemlich weit im Gelände.

Gruß Andreas
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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von manny » Mi 28. Aug 2019, 15:25

Ich sehe das nicht ganz so drastisch, der Umbau den Sebastian gemacht hat ist richtig gut, grade bei 13t und einem etwas gemachten Motor bei 14ern passt das dann schon gut. Auch der erste Gang ist sicherlich nicht zu lang für normale gelegentliche Offroadeinsätze, wenn ich überlege wie oft ich beim Dreiachser den ersten Gang verwende... -quasi nie...


Zumal ja Sebastian auch 16er mit der Luchs-Übersetzung gefahren ist, aber der Motor war nicht gemacht -oder Sebastian?


Wenn der erste zu Kurz ist und der zweite zu lang ändert es ja auch nicht wirklich was wenn die Achsübersetzung eine andere ist -vielleicht genau an der Düne, bei der nächsten kann es schon wieder anders rum sein!
Es gibt ja mehrere Varianten die Endübersetzung zu ändern, Die Aschübersetzung im Differenzial , die Übersetzung der Planetengetriebe und den Drei(Vier-)achser Getriebeumbau.
Ich habe letzteres und bin top zufrieden damit! -Allerdings muß ich dazu sagen, dass der Umbau nicht das richtige ist wenn man permanent mit 40t oder mehr fahren will, weil die Spreizung der Gänge 4 - 5- 6 dann unpraktisch lang wird. Und etwas Dunst sollte der Motor schon haben, das hat meiner, da passt das dann optimal!

-Rechnet sich so ein Umbau? -ein ganz klares Jain!!!

Nicht mit Dieselersparnis oder schnelleren Zielankünften, aber man fährt ruhiger, hat Geschwindigkeitsreserven, wird nicht dauernd überholt und für mich das Wichtigste: -man fährt lieber Strecke :hand:

Ein Traum wäre ein KAT1 mit 8(16)Gang Splittgetriebe und dem BF513 -aufgedreht :whistle:

Man überschätzt aber auch gerne mal die Vergleichsfahrzeuge, klar fährt so ein Wohnbus leiser schneller und sparsamer, siehr aber (für mich) auch scheiße aus, hat unter Umständen schon ne halbe Mio oder mehr auf m Buckel ist auch nicht umsonst und muss auch erstmal für einen in was brauchbares verwandelt werden. genau so wie bei den ganzen Feuerwehrlutschen, bis da mal ein ordentliches, reisetaugliches Fahrzeug draus geworden ist ist es ein langer weg. --> und ein KAT werden die alle nie!

Gruß
manny
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Hauptse
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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von Hauptse » Mi 28. Aug 2019, 17:53

Dito👍🏻

Bleibt ja nur noch der Aspekt der Finanzierung.
Teile liegen wohl bei 1200€ pro Achse.
Plus die Teile für die Revision die noch extra hinzu kommen.

Die Arbeit kann auch nur mit geeignetem Werkzeug selbst durchgeführt werden. Know-how vorausgesetzt.

Ist dies ein Fall für eine Fremdvergabe, kann ich mich an einen Beitrag erinnern, in dem wohl von knapp 3000 Flocken pro Achse die Rede war. Selbstverständlich ohne Aus- und Einbau.

Ich plane es in naher Zukunft nicht, das Auto schneller zu machen. Klar, der Verbrauch von 40 Mass hat mich schon ein wenig Kribbeln in der Gesäßtasche beschert, aber da meine Dicke ja arbeiten muss und auf Land- und Gemeindestaße sich ein Verbrauch um die 28-31l eingestellt hat, bin ich zufrieden.

Und wenn ich einen Urlaub plane, dann darf die Zeit zu Hause bleiben🤔👈🏻
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Filly
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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von Filly » Mi 28. Aug 2019, 18:17

Bei jedem Fahrzeug muss man Kompromisse eingehen. Ich sehe keine generelle Schwachstelle beim Konzept vom KAT und daß er so langsam ist hat auch überhaupt nichts mit der Auslegung als Geländefahrzeug zu tun. Die Entwicklung des KAT begann in den 60er Jahren und damals konnte man sich nicht vorstellen, daß irgendwann 40t Lastzüge 600 PS haben mit 90 km/h über die Autobahn fahren. Die geringe Höchstgeschwindigekit teilt sich der KAT mit so ziemlich allen LKWs aus den 60ern und 70ern.
Den in den 80ern gebauten KAT I A1 wird eine Höchstgeschwindigkeit jenseits der 100 km/h nachgesagt und die sind nicht weniger geländegängig als ihre Vorfahren.
Letztendlich geht es mir darum auf der Autobahn mit den anderen LKWs mithalten zu können, spricht dauerhaft 85 bis 90 fahren zu können. Die Alternative, daß sich die Berufskraftfahrer an die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 halten, ist eher unrealistisch. Viele setzen ja schon auf der Landstraße zum Überholen an selbst wenn man 70 statt der erlaubten 60 fährt. Und das sind nicht nur Osteuropäer.

Ich traue mich selbst an vieles ran beim Schrauben. Beim KAT will ich aber daß es funktioniert, so daß ich eher eine Werkstatt aufsuche als wenn es um meinen Geländewagen geht.
Der Umbau muss sich auch nicht rechnen, das funktioniert bei einem LKW als Wohnmobil sowieso nie.
Ein anderes Basisfahrzeug mit ungewisser Herkunft würde mehr kosten als ein Umbau vom KAT, da ich nicht vorhabe den KAT in Zahlung zu geben.

Gruß
Christoph

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Hauptse
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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von Hauptse » Mi 28. Aug 2019, 19:33

Filly hat geschrieben:
Mi 28. Aug 2019, 18:17
Bei jedem Fahrzeug muss man Kompromisse eingehen.
Gebe ich dir Recht
Filly hat geschrieben:
Mi 28. Aug 2019, 18:17
Ich sehe keine generelle Schwachstelle beim Konzept vom KAT und daß er so langsam ist hat auch überhaupt nichts mit der Auslegung als Geländefahrzeug zu tun.
Doch, hatte es! Das eigentliche Entwicklungsziel war ein LKW der Kettenfahrzeuge in jedem Gelände folgen konnte.

Filly hat geschrieben:
Mi 28. Aug 2019, 18:17
Den in den 80ern gebauten KAT I A1 wird eine Höchstgeschwindigkeit jenseits der 100 km/h nachgesagt und die sind nicht weniger geländegängig als ihre Vorfahren.
Da scheiden sich die Geister. Ich möchte nicht den KAT 1 und den KAT 1A1 im direkten Vergleich beurteilen, das kann ich nicht weil ich nur einen fahre. Aber mehr oder weniger geländetauglich... brauchst du das denn wirklich im Konvoi mit Bussen und schnelleren LKW‘s?
Filly hat geschrieben:
Mi 28. Aug 2019, 18:17
Letztendlich geht es mir darum auf der Autobahn mit den anderen LKWs mithalten zu können, spricht dauerhaft 85 bis 90 fahren zu können.
Genau das ist ja Thema der... deiner Frage.
Du wolltest mit den Bussen mitkommen und da bleibt eine Veränderung der Achsübersetzung nicht aus.

Dann halte dich bitte an diejenigen, die den Umbau vollzogen haben und nehme ihren Rat zu Herzen.


Irgendwann wäre deine Frage bezüglich Kosten eh gekommen😉

Gruß


Andreas
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Filly
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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von Filly » Mi 28. Aug 2019, 20:49

Hauptse hat geschrieben:
Mi 28. Aug 2019, 19:33
Dann halte dich bitte an diejenigen, die den Umbau vollzogen haben und nehme ihren Rat zu Herzen.
Genau diese Personen habe ich doch im ersten Beitrag gezielt angesprochen?
Hauptse hat geschrieben:
Mi 28. Aug 2019, 19:33
Irgendwann wäre deine Frage bezüglich Kosten eh gekommen😉
Mir wurde vor über 10 Jahren schon grob gesagt, daß man mit 2000 Euro pro Achse rechnen muss. Deshalb hat mich interessiert was tatsächlich und heutzutags dafür aufgerufen wird. Daß es ein hoher 4stelliger Betrag wird war mir klar, ist mir aber auch völlig egal, wenn sich dadurch der KAT meinem Ideal von Reiseauto weiter annähert. Nur eine Enttäuschung will ich nicht erleben, weshalb ich hier nach entsprechenden Erfahrungen gefragt habe.

Gruß
Christoph

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fun-ski
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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von fun-ski » Mi 28. Aug 2019, 21:32

Filly hat geschrieben:
Mi 28. Aug 2019, 20:49
Hauptse hat geschrieben:
Mi 28. Aug 2019, 19:33
Dann halte dich bitte an diejenigen, die den Umbau vollzogen haben und nehme ihren Rat zu Herzen.
Genau diese Personen habe ich doch im ersten Beitrag gezielt angesprochen?
Hauptse hat geschrieben:
Mi 28. Aug 2019, 19:33
Irgendwann wäre deine Frage bezüglich Kosten eh gekommen😉
Mir wurde vor über 10 Jahren schon grob gesagt, daß man mit 2000 Euro pro Achse rechnen muss. Deshalb hat mich interessiert was tatsächlich und heutzutags dafür aufgerufen wird. Daß es ein hoher 4stelliger Betrag wird war mir klar, ist mir aber auch völlig egal, wenn sich dadurch der KAT meinem Ideal von Reiseauto weiter annähert. Nur eine Enttäuschung will ich nicht erleben, weshalb ich hier nach entsprechenden Erfahrungen gefragt habe.

Gruß
Christoph
Genau das wäre auch mein Frage, an die umgebauten 2 Achser, reicht die Leistung des originalen Motors?
Durfte schon ANDREAS 6x6 mit langem Getriebe fahren, hat schon was.
Beim 4x4 habe ich die Befürchtung das die Leistung nicht reicht
wer Rechtschreibfehler findet darf Sie behalten!
Gruß
Dirk

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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von Hauptse » Mi 28. Aug 2019, 21:51

Filly hat geschrieben:
Mi 28. Aug 2019, 20:49
[
Hauptse hat geschrieben:
Mi 28. Aug 2019, 19:33
Irgendwann wäre deine Frage bezüglich Kosten eh gekommen😉
Mir wurde vor über 10 Jahren schon grob gesagt, daß man mit 2000 Euro pro Achse rechnen muss. Deshalb hat mich interessiert was tatsächlich und heutzutags dafür aufgerufen wird. Daß es ein hoher 4stelliger Betrag wird war mir klar, ist mir aber auch völlig egal, wenn sich dadurch der KAT meinem Ideal von Reiseauto weiter annähert. Nur eine Enttäuschung will ich nicht erleben, weshalb ich hier nach entsprechenden Erfahrungen gefragt habe.
Das finde ich sehr vernünftig. Die Preise werden bestimmt nicht mehr gleich wie vor 10 Jahren sein. Dann kannst du mal eine gezielte Anfrage an die Profis senden.

Mir fällt da Marcel Kley ein, Alberts Allradtechnik und not but not least die Firma Aigner.
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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von A N D R E A S » Mi 28. Aug 2019, 22:20

Als ich mich mit Marcel über das Thema unterhalten habe sagte er, daß beim 4x4 Leistung ein Thema ist, egal ob Achsübersetzung oder längeres Getriebe.

Auf der anderen Seite fährt der Urologe mit gepimptem Sauger und langen Achsen sehr zufrieden rum.

Ich selber bin mit 6x6, langem Getriebe (und früher zusätzlich 16er) unterwegs und sehr zufrieden.

Mögliche Optionen sind
1) 16er Reifen
2) lange Achsen
3) langes Getriebe (an Sauger)
4) Turbo und langes Getriebe

Evtl. Düneneinsatz oder Hängerbetrieb und Geldbeutel bestimmen die möglichen Lösungen!
A N D R E A S

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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von Roland » Mi 28. Aug 2019, 23:26

Hallo Leute,
da ich momentan mit meinem 4x4, originalem Motor und langen Achsen quer durch Deutschland unterwegs bin, kann ich die Frage „Reicht die Leistung des originalen Motors beim 4x4?“, zumindest was Autobahnfahrten betrifft, ganz klar beantworten: ja, die reicht!
Langgezogene Steigungen bewältige ich, genau wie alle anderen LKW, mit 85 bis 95 km/h, in steileren Passagen muss ich, wie die anderen Lkw auch, zurückschalten und manchmal wird eine extreme Steigung mit nur 75km/h erklommen....dass macht aber nichts, da die anderen Lkw ebenso langsam sind!
Fazit: ein (normal beladener Womo-) 4x4, mit originalem Motor und langen Achsen kann (auf der AB) in jeder Situation mit allen anderen, konventionellen Lkw mithalten!!
Und wenn er will, kann er zumindest in der Ebene, mit 125km/h auch noch fröhlich an ihnen vorbeifahren😁
Viele Grüße
Roland

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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von Hauptse » Do 29. Aug 2019, 08:21

Danke Roland für dein Statement.

Möchtest du uns auch die ungefähren Umbaukosten der beiden Achsen nennen?

Ich denke mit mehr Ladung muss halt dann eher mal der 5. Gang herhalten. Der wird, ohne große Berechnungen meinerseits, ungefähr die Gesamtübersetzung des 6. Ganges im Originalzustand haben!???

Wie sieht’s bei dir mit Spritersparnis auf 100km aus?

Gruß Andreas
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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von ALu » Do 29. Aug 2019, 10:05


Hauptse hat geschrieben:Ich denke mit mehr Ladung muss halt dann eher mal der 5. Gang herhalten. Der wird, ohne große Berechnungen meinerseits, ungefähr die Gesamtübersetzung des 6. Ganges im Originalzustand haben!???
Korrekt. Der alte 6. wird zum neuen 5.
Gruß

Andreas

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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von Zentralgestirn » Do 29. Aug 2019, 10:39

Hallo,

Manny, wenn du die Achsen länger machst, werden die Gangsprünge größer. Der erste ist dann noch gerade so kurz genug um alle Räder nahezu immer auf losen Untergrund durchdrehen zu lassen, nur kommt dann lange Zeit nichts und der 2. Gang ist im Gelände oft so lang das die Kraft eben nicht reicht um wo drüber zu kommen wo nur Schwung nicht reicht. Das hat mich weder in der Wüste noch in der Sandgrube beim Spielen überzeugt.

6 Gänge mit dem Sauger, ob gemacht oder nicht spielt dabei im Gelände kaum bis gar keine Rolle. Ich bin deinen ja auch schon gefahren und das ist sowas von absolut nicht vergleichbar. Die Kombi von gemachtem Turbomotor mit langem Getriebe ist super. Der Turbomotor ist zudem noch leiser.

Ich habe es in Tunesien, dank der niedrigen Dieselpreise mal auf die spitze getrieben und so lange aufgedreht bis ich auf der Straße bei 50l war. Dann ging er ab wie ne Rakete für seine Möglichkeiten aber der Verbrauch ist nicht ok. Ich habe ihn wieder auf annähernd normal zurück gedreht, dann lag ich bei 31L von Tunis bis nach Hause. Leistung ist für die Autobahn ausreichend. Souverän und Spritzig ist für mich aber etwas völlig anderes.

Nur möchte ich hier noch mal betonen, das für mich, zwischen bequem (modern) schnell fahren und den KAT schneller machen ein deutlichster Unterschied liegt. Die Achsübersetzung (Achse und ggf Reifen)) um ca 20% schneller machen ist super. würde ich wieder so machen. Wir alle 3 die wir das gemacht haben sind ganz zufrieden bis jetzt. Nur um bequem wie mit einem modernen Fahrzeug zu fahren, ne, das wird der KAT1 nie können. Da kann man soviel man will optimieren. Das braucht einen neuen Antriebsstrang. Den Luftheuler finde ich zwar interessant, mögen mochte ich ihn aber noch nie. Für mich hat ein guter Motor Wasserkühlung und nen Turbo. Zukünftig nie wieder ohne Turbo.

Also von daher, wenn es dir, Christoph, nur um das mitschwimmen auf der BAB geht, dann mach einen Achsumbau. Du wirst wie du sagtest nicht viel Gelände fahren, dann wirst du die Nachteile dort nicht stark merken. Wenn du noch dezent was am Motor machst wirst du für die Straße mMn das bessere Konzept haben. Die Lautstärke wird auch angenehm sinken, was für längere Etappen das Stresslevel senkt. Die Beschleunigung mit den langen Achsen wird dezent gemütlicher. Die Schaltpunkte passen aber für mich etwas besser zur Straße und meinen Geschwindigkeiten.

Bei Kalten Ölen im Antriebsstrang ist es noch zäher als ohnehin schon aber das gibt sich ja mit den ersten 20km ganz gut.
Ich konnte zum ersten mal sagen das meine Reifen lauter sind wie der Motor.

Wenn du hier jettz paar mal gedacht hast das es genau das ist was du willst, du weißt das du das niemals durch Spritersparnis raus holst aber einen deutlichen Komfortgewinn erzielst, dann mach dir die Achsen länger. Zum mitschwimmen auf der BAB eine gute Wahl.

Grüße Sebastian

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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von manny » Do 29. Aug 2019, 11:42

Moin,

@Sebastian:
Eine Verständnisfrage, oder hab ich da jetzt einen Denkfehler irgendwo?!

Du verschiebst doch egal mit welchem Achsumbau die Gesamtübersetzung. Das heißt bei längeren Achsen werden alle Gänge um x% länger, das ändert die Spreizung nicht, entsprechend auch nicht den Drehzahlunterschied beim Gangwechsel.

Anders beim Getriebeumbau, da empfiehlt sich definitiv ein Kräftiger Motor, weil die Übersetzung der kleinen Gänge 1+2 gleich bleibt, länger werden der 3., der 4. und der 6., die Übersetzung des alten 6.Gangs ist dann der neue 5.. Das bedeutet dass die Spreizung größer wird, und der Drehzahlsprung zwischen den Gängen 2,3,4,5 und 6 einiges länger als original ist. Genau dafür braucht der Motor dann mehr Steherqualitäten im unteren Drehzahlbereich als er original bietet. Das ist bis 15t sicher kein Problem, wenn man dann mal schwerer unterwegs ist bestimmt nervig...


Spritersparnis:

mein Dreiachser verbraucht wenn er mit dem Zweiachser zusammen auf Strecke ist etwa 36l, bei meiner Fahrweise ist beim Verbrauch sicher noch minimal Luft nach unten. Er verbraucht damit etwa genau so viel die mein ungemachter Zweiachser, ist aber deutlich souveräner unterwegs...

Vor den Umbauten stand immer eine 4 vorne, gerne auch mit Tendenz Richtung 5, mit Anhänger waren das dann immer mindestens 50l, nach dem Umbau hab ich da maximal 45l gesehen...
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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von A N D R E A S » Do 29. Aug 2019, 12:09

Den Teil "langes Getriebe" kann ich bestätigen. Allerdings sind die alten Turbos auf Leistung und nicht auf Drehmoment konzipiert. Mehr Drehmoment als der Sauger hat man zwar, aber nicht den Effekt wie bei PKW-Turbos aus den 90er Jahren (bis Euro 2).
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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von Hauptse » Do 29. Aug 2019, 13:30

A N D R E A S hat geschrieben:
Do 29. Aug 2019, 12:09
.Allerdings sind die alten Turbos auf Leistung und nicht auf Drehmoment konzipiert. Mehr Drehmoment als der Sauger hat man zwar, aber nicht den Effekt wie bei PKW-Turbos aus den 90er Jahren (bis Euro 2).

Man spricht hier von „Soft-Aufladung“
Es war wohl bei der Entwicklung nicht der Drehmomentpeak im Vordergrund. Und mehr Ladedruck würde eine bessere Kühlung der komprimierten Luft in Anspruch nehmen. Und ich glaube es wurde auf Haltbarkeit Wert gelegt.
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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von Zentralgestirn » Do 29. Aug 2019, 16:11

Manny, die Gesamtübersetzung berechnet man iges = i1 · i2 · i3

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Re: 4x4 schneller machen - "zeitgemäße" Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von Sandkater » Do 29. Aug 2019, 21:31

Mir ist ein Aspekt noch nicht klar:
Möchtest du eine 100km/h Zulassung erreichen oder nicht?

Wenn man weiter mit 80 km/h legal unterwegs ist, bleiben nur Lautstärke und Verbrauch als Argument übrig.

Meiner läuft nach einer Pumpenkur 96 km/h mit 14er, den LKW auf der BAB kann ich entspannt folgen und den Gotthard hoch von Süden überhole ich vollbeladene 40 Tonner.

Ansonsten kann man auch das kleine Getriebe umbauen.
Allerdings hat sich noch niemand die Arbeit gemacht, die notwendigen Paarungen raus zusuchen weil der Umbau auf 6x6 Getriebe einfacher ist.

Arne hat in seinem Kipper ein 8-Gang Split drin.

Man kann, wenn man will, einiges umbauen. Ob es Sinn macht....
When you are going through hell, keep going.
Winston Churchill

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