Wandlerüberbrückung hängt "offen"

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Filly
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Wandlerüberbrückung hängt "offen"

Beitrag von Filly » Do 5. Apr 2018, 20:05

Hallo,

heute bin ich das erste mal seit November wieder mit dem KAT gefahren, also 4 Monate Standzeit. Davor hatte er 2 Monate Standzeit und ich konnte das gleiche beobachten:
Auf den ersten paar hundert Metern schließt die Wandlerbrücke nicht. Die Wandler-Leuchte geht zwar aus, aber das spürbare Schließen der Brücke fehlt und der Motor dreht beim Gasgeben hohl. Nach kurzer Fahrstrecke, nicht mal 1 Kilometer, ist dann alles wieder in Ordnung.
Früher ist mir das nicht aufgefallen, trotz ähnlich langer Standzeiten über den Winter.

Ist da nun Handlungsbedarf oder kann ich das Phänomen ignorieren?

Gruß
Christoph

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fun-ski
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Re: Wandlerüberbrückung hängt "offen"

Beitrag von fun-ski » Do 5. Apr 2018, 20:13

Moin Christoph

ähnliches Problem hatte ich bei meiner Spanientour.
Ersetze mal das Relais der WSK vorne hinter dem Wischwasserbehälter.
Das defekte Ding war bei mir Ursache des Problems
wer Rechtschreibfehler findet darf Sie behalten!
Gruß
Dirk

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manny
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Re: Wandlerüberbrückung hängt "offen"

Beitrag von manny » Do 5. Apr 2018, 20:58

Moin,

wie Beschreibung hört sich eher nach einem Ventilproblem an, also wenn das Öl Warm ist dass es geht...

Elektrik kann natürlich auch sein, hier hilft ein zweiter KAT zum testen ;)
Wer später bremst ist länger schnell...

Mein Fuhrpark:
BMW 320D Touring E46 Bj 2003
KTM EXC 500 Six Days 2018
MAN KAT 7t Mil GLw 462
MAN KAT 5t Mil GLw (ex461)Kipper
MAN F2000 19.604FLT Bj 99

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Filly
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Re: Wandlerüberbrückung hängt "offen"

Beitrag von Filly » Fr 6. Apr 2018, 12:35

Nachdem es gestern die erste Fahrt nach der Winterpause war bin ich heute gleich zum TÜV geeiert. Die Wandlerbrücke hat von Anfang an richtig gearbeitet.

Ein Relais hätte ich jetzt wie die meisten elektrischen Bauteile in die Kategorie funktioniert oder ist kaputt eingeordnet und nicht in "geht manchmal", aber ich kann die Relais mal durchtauschen und schauen ob sich was ändert.

Ventilproblem klingt plausibler. Ist die Frage ob das irgendwann ganz ausfallen kann.
Als Getriebeöl fahre ich seit 10 Jahren ein SAE 20 (natürlich regelmäßig gewechselt).

Gruß
Christoph

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Sandkater
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Re: Wandlerüberbrückung hängt "offen"

Beitrag von Sandkater » So 15. Apr 2018, 16:58

Relaiskontakte können korrodieren.
Dann fließt nicht genug Strom und das Ventil spinnt.
Bei warmen Öl könnte es reichen.

Tausch es mit einem Relais daneben, es sind alles die gleichen. Kostet nix und ist schnell gemacht.

Peter
When you are going through hell, keep going.
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OliM
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Re: Wandlerüberbrückung hängt "offen"

Beitrag von OliM » Di 9. Apr 2019, 14:34

Hallo zusammen,

ich hatte gesten das Problem ebenfalls, wobei ich dazu sagen muss - bei mir steht der KAT bergauf. Wollte gestern zum TÜV und die ersten (ich schätze mal 800-1000) Meter blieb der Wandler offen (Lampe ging aber aus). Habe den Kat dann zu meinen Eltern gestellt (dort steht er grade) und vorhin probiert und der Wandler hat sofort normal gearbeitet. Kann das auch mit dem schräg stehen zusammenhängen?
Grüßle Oli

(Für was man sowas braucht?? Wer hat behauptet das man sowas braucht?? :mrgreen: )

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special-mechanics
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Re: Wandlerüberbrückung hängt "offen"

Beitrag von special-mechanics » Di 9. Apr 2019, 21:56

@filly
Ein Relais hätte ich jetzt wie die meisten elektrischen Bauteile in die Kategorie funktioniert oder ist kaputt eingeordnet und nicht in "geht manchmal", aber ich kann die Relais mal durchtauschen und schauen ob sich was ändert.
doch das ist so . die kontakte des relais sind teilweise aufgesilbert . diese können durch alterung und feuchtigkeit "schwarz" werden
dabei kann es vorkommen das sie nicht mehr durchschalten ; nach einigen male schalten reinigt sich der kontakt durch die strombelastung selbst
das relais für den wandler ist ein wechsler , der eine kontakt (NC) schaltet die lampe , der andere kontakt den wandler
kann also durchaus sein das der kontakt für den wandler nicht korrekt schaltet
ich habe das in letzter zeit mehrfach so gehabt (bei kunden ) die relais sind teilweise auch 20 jahre alt

das phänomen hatte ich auch bei meinem werkstatt kat . wenn der lange gestanden hat schaltete die kupplung nicht ... aber nur beim ersten....zweiten mal

ich habe mal den steuerdruck gemessen und da kam nichts an
ich hab den fehler aber nicht wirklich gefunden und einfach ignoriert (weil ich eine aktive schlupfkontrolle hatte) . das kann alles mögliche sein
und da es nur bei langem stehen und auch nur vereizelt so vorkam hab ich das einfach ignoriert . geht ja nichts kaputt dabei
wobei : wenn es dann ein ölproblem ist kann das schon heftige schäden verursachen
da in diesem falle nicht gesagt ist das der steuerdruck immer korrekt auf ---7 bar steht (wenn es ein öl oder ventilproblem ist )
sollte der fehler im ölsystem liegen und man merkt es nicht beim fahren ist die schwelle zu GANZ KAPUTT recht hoch
die wsk ist nicht drauf ausgelegt mit unkorrekten steuerdruck zu fahren . das killt den wandler definitiv !

um der sache auf den grund zu gehen sollte man das relais mal tauschen und den steuerdruck messen
da weiss man erstmal ob der druck nicht reicht oder garnicht da ist
zitat : "Dann kann es also sein der KAT ist umgekippt obwohl er es theoretisch gar nicht hätte dürfen oder er ist nicht umgekippt obwohl er es hätte theoretisch müssen ?" HJL

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Filly
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Re: Wandlerüberbrückung hängt "offen"

Beitrag von Filly » Di 9. Apr 2019, 22:36

Danke, aber ich habe das Problem nicht mehr. Ich weiß gar nicht mehr was ich letztes Jahr gemacht habe... evtl. doch mal Relais getauscht, weil ich davon sowieso welche als Ersatz da liegen habe. Dieses Jahr nach der Winterpause und auch sonst nach längerem Stillstand ist alles ganz normal.

Aktuell hat OliM das Problem. Ich kann nicht einschätzen ob das Problem am bergauf parken liegt, denke eher nicht außer es ist wirklich steil und der Steuerblock läuft beim Parken komplett leer? Mein KAT steht so eben, daß ich ihn fast von Hand schieben kann und trotzdem ist sowas aufgetreten.

Gruß
Christoph

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Re: Wandlerüberbrückung hängt "offen"

Beitrag von Powerkat » Do 11. Apr 2019, 17:43

Moin....
Der Fehler ist recht einfach....ihr fahrt alle zu früh los ! die Wandlereinheit hat noch nicht ihr öl ! um so höher die Front geparkt wird um so schlimmer ,nach längerer Standzeit ist das meiste Öl zurück ins verteilergetriebe geflossen ...es fehlen rund 10-15 ltr.! die Speisepumpe im Verteilergetriebe macht nur sehr wenig Volumen rund 2-5 ltr. /Min. Im Standgas ...und auch das nur wenn die vorgelegewelle dreht...steht er zB mit eingelegtem Gang und läuft im Wandler steht die Welle und die Pumpe pumpt gar nix ! Da der Wandler selber auf Grund seiner Bauform nicht leer laufen kann verbleibt in ihm genug öl was den "Wandlermäßigen Vortrieb" erklärt...
dieser "Zwischenzustand" ist nicht unkritisch denn das Magnetventil hat ja den Befehl WüK schließen jedoch ist kein Druck vorhanden also bleibt die Kupplung offen der Kunde fährt also im Wandlerbetrieb ,nach Zeitpunkt x kommt langsam schleichend der erste Ölschaum ins Spiel ,der Steuerdruck baut sich schleichend auf die Kupplung langsam schleichend geschlossen mit viel zu viel Schlupf der berühmte Ruck bleibt aus ...außerdem bekommt der Wandler bei den hohen Drehzahlen ebenfalls statt sauberem Öl erstmal nur ölschaum ,da kein sauberes Volumen baut sich auch kein Wandlergegendruck auf die Luftanteile im Wandler führen zur Kavitation ....

Auch wenn noch so viele Ökos behaupten man solle Fahrzeuge nicht "Warmlaufen "lassen sondern gleich losfahren , wir Techniker sehen das aus gutem Grund ganz anders...

Marcel
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Re: Wandlerüberbrückung hängt "offen"

Beitrag von OliM » Do 11. Apr 2019, 21:05

Servus,
im umkehrschluss trifft also meine Vermutung zu, wenn er bergab oder eben steht ist es weniger problematisch. Laut TDV soll er ja mindestens 10 sec laufen. Ich bin jetzt nicht mit hoher Drehzahl gefahren, da es ein enges Wohngebiet ist. Drei Minuten warmlaufen lassen will ich da auch nicht unbedingt :whistle:
Grüßle Oli

(Für was man sowas braucht?? Wer hat behauptet das man sowas braucht?? :mrgreen: )

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Re: Wandlerüberbrückung hängt "offen"

Beitrag von HugoVogelsang » Fr 12. Apr 2019, 10:10

Ist doch einfach

niedriegren Gang nehmen.

Auch wenn alles voll Öl ist, wird ein Wandler bei Bergauffahrt erst bei höheren Drehzahlen die Schlupfwerte erreichen, die den Schließbefahl auslösen.
kleiner Gang -> weniger Drehmoment nötig -> Schlupf wird kleiner -> Wandler schließt früher.

Und bergab im Schubbetrieb ist der Schlupf sowieso Null. Da macht die WüK immer zu. (abgesehen von zu niedrigen Drehzahlen)

Ausserdem stört es den Wandler gerade bei kaltem Getriebe überhaupt nicht, mal eine Weile zu arbeiten. (Vom Spritverbrauch abgesehen....)

Und, by the way, kaltes Öl, also höhere Viskosität, verringert den Wandlerwirkungsgrad.

Gruss Hugo

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Re: Wandlerüberbrückung hängt "offen"

Beitrag von Powerkat » Fr 12. Apr 2019, 13:34

Moin..
kleiner Denkfehler: selbst wenn bei Bergabfahrt ,also im Schubbetrieb die WüK öffnet, was sie unterhalb der Abwürggrenze auch machen würde, bleibt es schlupffrei da wir einen Wandler mit Schubfreilauf besitzen er also rein mechanisch immer !! im Schub schlupffrei voll auf den Motor Überträgt um das Motormoment aus zu nutzen (Bremseffekt)
Das ist ja auch der Grund warum man den Kat immer problemlos mittels Gang am Berg anrollen lassen kann ...

Marcel
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Re: Wandlerüberbrückung hängt "offen"

Beitrag von JStefan » Fr 12. Apr 2019, 18:08

Man lernt nie aus... immer interessant, wenn Wissen auf Erfahrung trifft.

Grüße aus Guatemala ( Lanquin / Semuc Champey )

Stefan


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Re: Wandlerüberbrückung hängt "offen"

Beitrag von Hauptse » Fr 12. Apr 2019, 20:03

HugoVogelsang hat geschrieben:
Fr 12. Apr 2019, 10:10



Und, by the way, kaltes Öl, also höhere Viskosität, verringert den Wandlerwirkungsgrad.

Gruss Hugo
Da muss ich leider widersprechen.

Der Wirkungsgrad wird zwar mit zunehmender Temperatur geringer, hat aber mit der zu übertragen Arbeit nur bedingt was zu tun.

Wirkungsgrad =abgegebene Arbeit/zugeführte Arbeit

Was mein Vorredner eigentlich meinte ist, dass das Übersetzungsverhältnis des Wandlers mit kaltem Öl geringer ausfällt, weil durch das zähere Öl der Drehzahlunterschied zwischen Motordrehzahl und Wandlerausgangsdrehzahl geringer ist. Die Scherwirkung des Öles bewirkt eine bessere kinetische Übertragung der Strömung auf die mechanischen Bauteile des Wandlers.

Das bedeutet, das der geringere Drehzahlunterschied eine geringer Drehmomenterhöhung zur Folge hat.

Gruß Andreas
Mit dem Glück ist es wie mit einem Pfurz,
erzwingt man es kommt nur Scheiße dabei raus😅!

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