Vor- & Nachteile Pumpenkur

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Kubi
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Vor- & Nachteile Pumpenkur

Beitrag von Kubi » Fr 3. Aug 2012, 06:39

Hallo liebe Forumsgemeinde. Ich habe ja schon ein paar Sachen über die Pumpenkur gelesen und strebe selbiges jetzt bei meinem KAT an. Nun meine Frage, welche Nachteile und welche Vorteile bieten sich mir, bei einer Pumpenkur. Ich wollte die Pumpe so einstellen lassen, das ich von den üblichen 256Ps bei 300Ps lande bzw. um die 3100 Umdrehungen möglich sind. Kann ich den Motor damit arg gefährden oder vielleicht die Nockenwelle, Zylinder??

Vielen Dank für eure Infos.

Grüße, Kubi....

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Powerkat
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Re: Vor- & Nachteile Pumpenkur

Beitrag von Powerkat » Fr 3. Aug 2012, 09:39

Moin-

was hast du vor ? fliegen ?
was suchst du-einen spaß kat um an einem wochenende mal kurz die sau raus zu lassen oder ein langlebiges zuverlässiges fahrzeug ?
du solltest dir in einem im klaren sein: der Kat ist gut, dankbar und zuverlässig aber die Physik können auch wir nicht überlisten !
es gibt gewiss einige unserer Ralley-Könige, die diese Motoren mal am 3000 er bereich gefahren haben- für einen sprint,und sie wusten was sie tun und wenn er hoch geht haben sie das nötige kapital einfach den nächsten einzubauen...für was willst du 3100 umdrehungen ? willst du schneller werden ? dafür gibt es achs und getriebeübersetzungen die man ändert...

Unsere Motoren laufen unter 2000 U. am wirtschaftlichsten, hast du eine Ahnung was der säuft bei 3100... ?

Ich persönlich bin lange Jahre aktiv Traktor-Pulling gefahren und habe diese Deutz-Motoren mit 5000 U/min, 3 stufiger Turboaufladung im 100 mtr. sprint gesehen aber auch gesehen, wie ganze Zylinderköpfe 100 mtr. weit durch die luft fliegen....

selbst wenn dein sauger die 300 PS marke knackt, wo willst du mit der wärme hin ? er hat keine Kolbenkühldüsen und nein- man kann sie nicht nachrüsten- er hat keinen fahrtwind, und ihm fehlt der Luftüberschuß über die Lader...

wir hatten es die tage ja irgendwo hier schon mal- der sauger bekommt nur soviel leistung wie er luft hat-danach gibts nur noch schwarzen qualm....als sauger kannst du ihm die luftmenge nicht erhöhen also ist hier die grenze...

wenn du in der großen ligea mitspielen möchtest, baue einen 6x6 motor ein, da kann man an den turbos spielen und dann auch wieder mehr sprit geben, aber auch hier sind grenzen der thermik...ich habe meinen motor schon sehr gut gezüchtet und sehe täglich an all meinen anzeigen das er thermisch bei 1,6 bar ladedruck permanent am limit ist,

dann baue ein schnellganggetriebe ein und du kannst mit deinem 4x4 140 km/h fahren und hast leistung genug um auf der autobahn alles stehen und liegen zu lassen...aber sei dir auch bewust darüber, das diese Umbauten nicht im Budget bereich der studenten liegt und den wert deines Fahrzeuges locker übertrifft....

in erster linie solltest du dir mal klarheit verschaffen ob dein motor überhaupt richtig eingestellt ist -Förderbeginn, Düsenzustand, Kraftstoffversorgung, Luftilter, abgasanlage...
ich hatte die tage einen 4x4 der auch angeblich sehr träge gelaufen ist....bei der Probefahrt dachte ich die hätten den motor vergessen....als ich ihn lange genug getreten hatte war auch schon die kopftemp. am kommen- siehe da- es war die rechte auspuffklappe falsch montiert- sie war zu ! Zylinder falsch eingehängt....5 min. arbeit 150 Ps mehr ! und ich sage dir was: das hatte ich schon 3 mal und bei allen Fahrzeugen war dieser Missstand bereits über Jahre im betrieb....

es bringt auch nix, ne pumpenkur für summe xy machen zu lassen um dann die pumpe nur so nach gefühl wieder einzubauen...wenn der Förderbeginn nur wenige grad ungenau ist, hast du einbusen höher der pumpenkur...."ich hab mir ne Makierung gemacht..." was ein blödsinn !wer weis wie schlecht sie vorher gestanden ist ?
natürlich kann man den motoren doch einiges an spritzigkeit geben wenn man die pumpe noch ein wenig optimiert, aber in erster linie muß mal alles tip top eingestellt sein...und dann solte man auch nicht an anzeigeninstrumenten sparen, denn auf deine schätzleuchten solltest du dich nie verlassen gehen die Kopftemp. geber überhaupt ? die Anzeigen gehen, das kannst du am zeiger beobachten- die kust ist es den motor kurz unter den kritischen temp. zu fahren und nicht schwankend im kritischen und dann wieder darunter...das geht aber alles nur mit richtigen anzeigen die dir Grad werte geben und keine Farbenspiele im Gläschen ....

marcel
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Re: Vor- & Nachteile Pumpenkur

Beitrag von Kubi » Fr 3. Aug 2012, 09:50

Hallo Marcel,

danke für deine ausführliche Information. Natürlich will ich meinen KAT nicht in die Luft jagen. Hab halt mal solche Infos bekommen und wollte mich schlau machen. Die Instrumente auszuwechseln steht noch bei mir an. Ansonsten hab ich dir mal ne PM geschrieben.

Grüße, Kubi....

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Re: Vor- & Nachteile Pumpenkur

Beitrag von Nik » Fr 3. Aug 2012, 12:08

Hallo Marcel,

hier muss jetzt mal etwas klargestellt werden.
Kubi hat mich angerufen und nachgefragt wegen seiner ESP. Die Infos über meine ESP hat er von einem anderen Forumsmitglied bekommen. Ich habe meine Pumpe machen lassen da es in einigen Beiträgen des alten Forums beschrieben ist. Die meisten fahren doch mit aufgedrehten Pumpen, und soviel ich weiss hast du auch schon einige Pumpen aufgedreht. Vor der "Pumpenkur" habe ich mich erstmal bei einer Fachfirma erkundigt was möglich ist und was den Motor zerstören würde.
Der Mechaniker selber steht kurz vor der Rente und hat die letzten 40 Jahre nichts anderes gemacht und auch Deutz-Köln selber schickt die Pumpen zu ihm zum Einstellen. Und ja, meinen Motor kann ich aufgrund von anderen Federn auch bis 3100 drehen lassen, habe auch Kubi schon gesagt dass man es nur kurz machen darf z.B bei einer Steigung im Gelände , es ist auf keinen Fall als Dauerdrehzahl gedacht !!! Ich fahre meinen Motor dauerhaft bei ca. 2500 U/min das sind dann bei 16" Reifen ca. 85 km/h. Mit der Einstellung bin ich jetzt ca. 23tkm gefahen unter anderen auch in Marokko und schwierigen Bedingungen. Kubi hat mich auch auf den Ein u.- Umbau angesprochen, ich sagte ihm in seiner Gegend sind einige Schrauber die sehr wohl in der Lage sind eine Einspritzpumpe zu tauschen, ich habe es selber gemacht und habe mir die alten Stellungen makiert und genauso wieder eingebaut. Die Leistung hat sehr wohl zugenommen und bisher ist meine Temperatur auch nicht dadruch gestiegen noch ist jemals die Zylinderkopflarmlampe angegangen. Auch bei den beiden anderen Forumsmitgliedern die dort die Pumpen haben machen lassen sind mit Leistung und Haltbarkeit zufrieden, es kommt halt auch darauf an wieviel man seinem Motor abverlangt. Was die Summe XY angeht, ich habe extra nochmal wegen Kubi nachgefragt wegen der Kosten, es wurde immer eine normale Rechnung der Werkstatt ausgestellt. Die Ueberholung und das wechseln der Federn hat ca. 275 Euros inkl. MwStr. gekostet.
Gruss Nik

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Re: Vor- & Nachteile Pumpenkur

Beitrag von Powerkat » Fr 3. Aug 2012, 14:02

Hallo Nick-

ich stelle auch nichts von dem was du schreibst in frage...
wenn R... die pumpen macht, sind die in ordnung ich kenne die ganze Lage !
und natürlich kann man an der pumpe ein wenig nachhelfen, was auch ich mache, denn oft sind die pumpen von hause aus beschissen grundeingestellt...
die 3100 dienen nicht auch nicht zum spurt oder einer steigung im gelände- sie dienen dazu um der Reglerkennlinie ab ca. 2300 - 2600 ein schärferes ansprechen zu verleihen: die pumpe ist so ausgelegt, das sie die letzten umdrehungen bis zur abregeldrehzahl etwas gemütlicher angeht-gaukel ich ihr vor nicht nur bis 2600 gehen zu wollen sondern bis 3100 fängt sie den gemütlichen teil erst bei 2600 an dh. bei den 2400 legt sie sich noch richtig ins zeug...

aber wie gesagt, am ende zählt nur das ganze-aber du gibst ja selber zu, den selben fehler gemacht zu haben-Makierung !! die ganze pumpenkur bringt dir nur etwas wenn du auch den Förderbeginn ein wenig vor verstellst das rät R... ja auch oder ? so, und wo stand denn deine Pumpe vorher ? genau richtig ? etwas früher, etwas später ? wie genau war denn deine Makierung -auf dem Blechflansch am langloch? und unten am Fuß der Pumpe auf dem schwenkbaren sitz ? wieviel spiel haben alle Bohrungen zur schraube an den Übertragungsteilen ?
ich geb mal ein rechenbeispiel:
wieviel der Förderbeginn vorgestellt werden soll ist tuner abhängig sagen wir mal 3-5° (Kurbelwellenumdrehung) grad ok ?
der einspritzpumpenantrieb dreht 1:2 zur kurbelwelle also halb mal so viel- der Durchmesser der Mitnehmerscheibe zur Pumpe wo das Langloch zum einstellen drin ist,hat ca. 80mm....= Umfang 251mm....3 grad Kurbelwelle entsprechen 1,5 Grad Einspritzpumpe...dh. 1,5 Grad vorverlegung entprechen 251:360x1,5 = 1,04 mm !!
alleine die Löcher in den Flanschen haben je 8,5 mm, die schrauben ca. 7,8 mm auf einem kleineren wirksamen durchmesser und das bei mehreren schraubstellen am Mitnehmer....also selbst wenn du die Makierte stelle physikalisch an der selben stelle hättest, aber alle spiele der schraubenpassungen sich versetzen, ist deine fehltoleranz höher als das was du einstellen wolltest ! und jetzt kommst du mir mit den körnerspitzen oder reißnadelmakierungen von scheibe zu scheibe...und was ist, wenn die pumpe vom bund her schon 5 grad daneben drin war ? ich habe motoren eingestellt, da stand die pumpe 9 grad neben dem soll...selbst wenn du sie die 5 grad vorgestellt hättest, wär sie noch 4 grad neben soll gewesen geschweige denn optimiert....
es gibt nur eines: die pumpe muß aufs grad da stehen wo sie hingehört passend zur Kolbenstellung also kurbelwelle und das ganze unter berücksichtigung des stirnradspieles und zwar genauer nicht die pumpe oder irgend eine makierung sondern der tatsächliche Förderbeginn des pumpenelements meist mit der Tropfmethode ermittelt....das witzige dabei ist: die aus,einbauzeiten, die pumpenkur alles zusammen sind meist tage aber für die seriöse einstellung braucht man in der regel nur rund 1 stunde ! die wird ignoriert- warum ? weil es kaum noch einer kennt bzw. kann aber eigentlich zum grundgedwissen unseres berufes gehört....
nur das ein und ausbauen kann ja jeder- dachdecker, schreiner und verputzer geht ganz schnell....kinderleicht...aber wie ich weiß auch oft nicht lange denn wie wir beide wissen lief eine besagte pumpe ja nicht lange- ich habe sie dann doch selbst eingestellt und befestigt- nachdem der kat liegen geblieben ist....aber geht ja alles ganz einfach....
naja. über die düsen haben wir ja hier noch garnicht gesprochen...vieleicht auch besser so...frag R... doch mal wie sich der exakte Förderbeginn und der Düsenzustand auf seine Pumpenkur auswirken- er wird dir bestätigen- nur wenn alles stimmt kommen auch gute ergebnisse zustande !!

Marcel
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Re: Vor- & Nachteile Pumpenkur

Beitrag von Nik » Fr 3. Aug 2012, 14:50

Die Pumpen wurden nicht von R. eingestellt sondern von F. falls dir Kubi nicht schon die Adresse gegeben hat kann ich es gerne machen. Ich habe mich mit F. lange genug darüber unterhalten was sinnvoll ist und was man besser bleiben lassen sollte.
Da er wie gesagt die Pumpen für Deutz in Köln macht gehe ich mal von einem fundierten Wissen aus. Da du ja schreibst aktiv beim Traktorpulling zu sein frage die Holländer mal wer ihre Pumpen macht ;-)
Das beim Umbau der Pumpe fehler passieren können ist wie mit jeder anderen Arbeit, Fehler passieren nun mal, und auch jedem Meister unterlaufen mal fehler. Mir hat F. gesagt die Pumpen sind original ein wenig "schlapp" eingestellt und können etwas mehr Leistung vertrage, soviel ich weiss bist du darüber ja auch bestens Informiert und hast Unterlagen die das gestätigen. Meinen Einspritzzeitpunkt habe ich nicht verändert, er stand vorher gut und ich wollte kein "Vorstellen" wegen härterem Motorlauf noch einen "Späteren " wegen mehr Verbrauch dafür aber weicherem Motorlauf. Und man kann die Pumpe schon Tauschen ohne die Winkel zu verstellen. Wenn ich ein Fahrzeug in die Werkstatt gebe wird niemals von denen alles optimal eingestellt worden sein, Prüfstände für die ESP haben z.B. die wenigsten Werkstätten und darauf kommt es doch in diesem Fall an. Die schönste Einspritzzeit hilft nicht bei verstellter ESP.
Für meinen Gebrauch des Kat`s stimmt die Einstellung . Ich wollte untenherum mehr Leistung haben und die habe ich auch bekommen, in Euskirchen kannst du gerne mal mit meinem fahren, bin gespannt auf dein Urteil.
Mir reichen auf der AB 85 km/h und was die Wirtschaftlichkeit angeht kann ich mir nicht vorstellen dass ich einen Mehrverbrauch habe. Wenn ich z.B anfahre brauche ich im Vergleich zu früher nicht Vollgas geben um von der Stelle zu kommen, ich gebe wesentlich weniger, also dürfte der Verbrauch nicht unbedingt steigen ???
Mit langen Achsen u. Getriebeumbau kann ich Kraftstoff sparen, aber wenn wir ehrlich sind werden wir doch nie in den Wirtschaftlichen Bereich kommen.
Die Ersparniss tritt doch erst bei Autobahnfahren auf, die machen aber max. 30% aus, abzüglich Gebirgestrecken. Die Ersparniss selber sind ungefähr 3 l/100km, wieviel Km muss ich fahren um die Umbaukosten reinzufahren ???
Für mich ist es aus finanziellen Gründen gar nicht machbar, ich kann mir nur die "Pumpenkur, und 16" Reifen leisten und hoffen das mein Motor ansonsten lange lebt.
Gruß Nik

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Re: Vor- & Nachteile Pumpenkur

Beitrag von Powerkat » Fr 3. Aug 2012, 15:00

eine seriöse Werkstatt baut die Pumpe nie nach makierung ein,aber du hast recht, die meisten machen es trotzdem...
um diese alten pumpen sauber im förderbeginn nach Tröpfchenmethode einzustellen brauche ich keinen prüfstand, optimal langt eine abgesägte einspritzleitung...wenn ich nix anderes habe, genügt mir die normale einspritzleitung...und die methode ist grundwissen eines Fahrzeugmechanikergesellen zumindest in der land, baumaschinen und nufz technik !

marcel
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Re: Vor- & Nachteile Pumpenkur

Beitrag von habell70 » Fr 3. Aug 2012, 16:24

Hallo ihr Pumpen,

mein Senf dazu.
Pumpen die Leistung bringen sollen werden immer Dynamisch eingestell!
Es wird dabei auch die Abgastemp. je Zylinder gemessen.
Aus diesen Werten kann man die Pumpe auf seinen Motor einstellen.
Alles andere ist ganz nett aber nicht Optimal.
Der Verschleiß in einem Motor ist komplex , jeder zylinder hat einen eigennen Verdichtungsdruck , dieser entscheidet über die mögliche zu Verbrennende Kraftstoffmenge.Schwarzrauch ist keine Leistung nur Verbrauch.
Nun kann man eine Ppe. in viele Richtungen einstelle ,abgesehn von der Menge,Zeitpunkt, steilerer Drehmoment anstieg ( Trecker ), breiter Drehmoment verlauf( LKW) .
Alle Kombonenten des Motors, Luft-, Kraftstoff- und Abgasanlage sind zu berücksichtigen und zu Prüfen. Ein Tunen hört nicht nach der Ppe. auf.
Und die ganze einstellerei ist nach 20 tkm hinfällig, denn dann müste alles wiederholt werden wenn mann immer noch den Optimal eingestellen Motor haben möchte.
Gegen eine genaue einstellung der Ppe. spricht nix. Sie wird auch etwas mehr leistung bringen nur Ihr wollt mir erzählen das Ihr 40 PS mehr Leistung in einem 12 Tonnen Schweren LKW merkt ?
Das sind 3 PS je Tonne.
Vergleich:
Golf 2 , ca: 1 t. , 75 PS , Tunen auf 78 PS und Ihr merkt den unterschied ? Lautes Lachen von mir! :D :D :D :D :D :D
Eine Motor Drehzahl erhöhung um 15 % ist möglich ohne Dauerhaften schaden.
Mann muss nur wissen was man will Leistung um jeden Preis oder Standfestigkeit?
Es gibt keinen Kompromiss zwischen beiden.
Ach noch was der Motor ist Standtechnik von 1960 !
Einen Ackerkaul kann man nicht zum Rennpferd machen.
Ihr wollt Leistung ? Schmeisst den Deutz raus!

Gruß Nils
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Re: Vor- & Nachteile Pumpenkur

Beitrag von Nik » Fr 3. Aug 2012, 18:56

Mir ging es darum etwas mehr Leistung untenrum zu kriegen, die habe ich ja auch bekommen. Wenn ich den Motor nicht dauernd bis 3100 drehe sondern hält er dann oder muss ich mich jetzt auch einen Motorschaden vorbereiten ???
Mir wurde beim Einstellen gesagt entweder untenrum oder obenrum geht, beides nicht. Das der Kat nicht zum Rekordbrechen geeignet ist weiss ich, nach IFA L60 wollte ich etwas zuverlässiges haben.
Komisch finde ich nur das erst immer geschrieben wurde mehr Leistung dann Pumpenkur und jetzt liest sich das wie wenn Pumpenkur dann Motor nicht haltbar.
Gruß Nik

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Re: Vor- & Nachteile Pumpenkur

Beitrag von habell70 » Fr 3. Aug 2012, 20:54

Hallo Nik,

wenn deine Nenndrehzahl bei 3100 liegt gibt es dagen nix zu sagen.
Nur muss man sich im klaren sein das jede Drehzahlüberhöhung den Motor stark belastet.
Eine kurzzeitiger anstieg der Drehz. zerstört nicht gleich den Motor.
Nur wo die Grenze liegt kann keiner sagen.
Das wäre Wahrsagerei.

Nik sagt : Einstellen gesagt entweder untenrum oder obenrum geht, beides nicht.
Das ist deas was ich meine:
habell70 hat geschrieben: steilerer Drehmoment anstieg ( Trecker ), breiter Drehmoment verlauf( LKW) .
Nur mit mehr Einspritzmenge bekommst du keinen Motor kaputt, alles was er nicht verbrennt haut er schwarz wieder raus.
Nur ständiger Schwarzrauch führt zu Ölkohle ablagerung im Motor. Auch das schädigt den Motor.
Je weniger du Ihn drehst, je länger hält er.
Je mehr Drehz., je höher ist die Eingenschwingung des Motors. Und das schädigt ihn enorm.
Ich habe kein Problem mit Motortuning , nur kostet es auch viel Geld und ich meine damit nicht nur den Umbau.

Gruß Nils
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Re: Vor- & Nachteile Pumpenkur

Beitrag von Spessarträuber » Fr 3. Aug 2012, 22:11

Hallo Ich hab auch noch ne Tube Senf ,

Muss vorwegschicken ich war früher mal für das Thema ersatzteilgeschäft für Dieselpumpen bei Bosch zuständig, meine Abteilung hat zb die Prüfwerte erstellt nach den die Herren r und f ihre Pumpen einstellen, ich bin auch mal mit ner KHD 8zyl a Pumpe und ner Daimler 10 zyl p durch Afrika gereist und hab die Auswirkung von nachbauelementen vorgeführt. Die Praxis ist bei mir leider etwas eingerostet, da das schon 15 Jahre her ist. Aber die Theorie hab ich nie ganz Vergessen.
Ich kann den Spezialisten aus dem Forum nur recht geben! Den größten Einfluss auf Motorlauf und Leistung hat der Förderbeginn,, der sich aus Stellung Pumpe zu Motor und Düsenöffnungsdruck ergibt. Klar kann Mann zur Not mal nen Strich machen, aber die saubere Einstellung nach der Überlaufmethode, wie von Powerkat beschrieben ist unerlässlich .
Das wär sonst so als ob du neueXzl Reifen kaufst und den Luftdruck mit dem Meterstab einstellst.
Die Pumpen wurden von Bosch mit einer Grundeinstellung ausgeliefert, die auf der sicheren Seite war, jeder Motorhersteller hatte einen Bosch Dienst an der Hand der Motoren für spezielle Anwendungen mit besonders eingestellten
Pumpen versah, es ordnerweise Schwarze
listen die der Motorhersteller selber erarbeitet hat die aber nie veröffentlicht wurden, wenn euer dieseldienst Zugang zu diesen Listen hat Dan kriegt ihr quasi ein Tuning nach we rksvorschrift.

Was auch ein Thema ist, ist die sogenannte gleichförderung der Elemente, die ist bei der a Pumpe relativ fitzelig einzustellen, wenn der dieseldienst das sauber macht habt ihr eine echte Optimierung die sogar den Motor schont.

und. Baut die düsenstöcke mit aus und lässt die mal prüfen kostet in der Regel einen Bruchteil der pumpenkur in bringt richtig was.

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Re: Vor- & Nachteile Pumpenkur

Beitrag von Nik » Sa 4. Aug 2012, 03:05

Jetzt kommen wir ja endlich zu einer fachlich guten Diskussion :idea:
Also bei mir habe ich keinen Schwarzrauch, erst bei ca. 3000 U/min fängt es leicht an dunkler zu werden. Mir wurde gesagt sollte es zu dunkel werden Einspritzmenge etwas zurück nehmen.
Die erhöhte Drehzahl bei mir würde im Dauerbetrieb den Motor zerstören, das sagte Ferdi ja auch zu mir. Die etwas angehobene Kraftstoffmenge bringt in unterer Drehzahl etwas mehr Leistung, bei mir auf jeden Fall gut zu spüren.
Was mich jetzt noch genauer interessiert ist der Förderbeginn, Ferdi meinte ich solle daran nichts verstellen da die Deutz Motoren sehr empfindlich wären und bei früheren Einspritzung ihre Standfestigkeit verlieren ?
Ich werde mal schauen ob es in meiner Nähe einen LKW Leistungsprüfstand gibt, bin mal gespannt was tatsächlich dabei rausgekommen ist.

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Re: Vor- & Nachteile Pumpenkur

Beitrag von Klaus » Sa 4. Aug 2012, 07:30

jeder Motorhersteller hatte einen Bosch Dienst an der Hand der Motoren für spezielle Anwendungen mit besonders eingestellten
Pumpen versah, es ordnerweise Schwarze
listen die der Motorhersteller selber erarbeitet hat die aber nie veröffentlicht wurden, wenn euer dieseldienst Zugang zu diesen Listen hat Dan kriegt ihr quasi ein Tuning nach we rksvorschrift.
Das gibt mir eine Idee,
Unsere alten Deutz Motoren kennen die Jungs welche heute auf den Prüfständen arbeiten nicht mehr.Und die Alten (Die Motorenlegende Hr,Schwalbe ) sind schon lange in Rente.Aber nach Dokumentationen könnte ich schon mal nachfragen.
Dauert aber sicher,A Werksferien,B massive Änderungen durch die Einstellung der LKW Produktion in Ulm.

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Re: Vor- & Nachteile Pumpenkur

Beitrag von egn » So 5. Aug 2012, 20:20

Ich kann jedem der eine Pumpenkur plant nur empfehlen gleich eine Überholung der Pumpe vornehmen zu lassen. Ich habe vor 6 Jahren auch schon mal eine Pumpenkur machen lassen. Seit etwa 2 Jahren leckte die Pumpe an der Welle kräftig Öl und es gibt auch deutliche Verschleißspuren bei den Pumpenelementen. Eine damalige Überholung hätte vielleicht einige der Schäden vermeiden können.

Die Schmierung mit heutigem Diesel ist anscheinend doch nicht mehr so gut. Und eine Ausnutzung der höheren Drehzahl wird den Verschleiss sicher nur beschleunigen.
Gruß Emil

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Re: Vor- & Nachteile Pumpenkur

Beitrag von Powerkat » Mo 6. Aug 2012, 21:25

moin-
@ Nik:
was willst du den bei dem Leistungsprüfstand sehen? vergiss den Gedanken einfach:
ich habe schon einige LKW auf dem Prüfstand begleitet wenn man weis, um was es hier geht, versteht man die Problematik:

Leistungsprüfstände für den LKW sind ähnlich einem Bremsenprüfstand. Die Antriebsachse wird in die Rollen gefahren und brachial mit kettenzügen etc. in die Rollen gezogen- hier kommt das erste Problem die meisten Prüfstände kommen an ihre Grenze mit unseren großen Rädern-genauso wie bei den Bremsenprüfständen....dann müssen alle Kardanwellen der übrigen Achsen weg.... vor die Normalen LKW kommt ein sehr großes Gebläse um Fahrtwind vor zu täuschen um annähernd die Abwärme weg zu bekommen auch hier bekommen wir am Kat ein kleines Problem...und auf längere Zeit genügt unser Gebläse nicht, die Stauwärme in den Radhäusern, Motorraum wird zu groß....
Selbst wenn all diese Hürden geschafft wären, was erhofst du die nun ? heraus kommt eine NM wert der sich über drehzahl und reifengröße auf eine KW Zahl übersetzt...aber das ist ein Gesamtwert, mit sämtlichen Verlust von Reifen, Achse,Getriebe etc. natürlich gibt es ca. Erfahrungswerte für diese Verlustrechnung, aber heraus kommt ein ca. Wert und einen Referenzwert hast du nicht....und schneller wird er danach auch nicht....

Eines unserer Forumsmitglieder hat seinen Motor mal bei einem Namhaften Motorenbauer zwecks Optimierung auf dem Motorenprüfstand alles optimal einstellen lassen- das ergebnis war zufriedenstellend, der Motor hat Dokumentiert mehr Leistung bekommen, ist denoch stabil jedoch kostete die Aktion einen Kleinwagen....
Einige Zeit später wollte er an einem zweiten Fahrzeug die selben Ergebnisse , da dieser Motor auffällig unzufrieden lief, kein schöner Kaltlauf, schlechte Leistungsbilder...ich konnte ihn für eine ambulante Vorgehensweise überzeugen.
hierzu sei anzumerken, das es sich bei dem Fahrzeug um einen Proto handelte mit kaum km. und sichtbar unberührtem Motor incl. all seinen Plomben und Siegellacken....Als erstes gab es neue Düsen,die Pumpeneinstellung wurde optimiert, die Resultate waren positiv, jedoch nicht zufriedenstellend-entgegen der Logik beschloß ich den Förderbeginn zu checken bzw. richtig zu stellen und siehe da: die Einstellung war über 10 grad zu spät !wie es schien von original an....
nachdem wir hier alles eingestellt, optimiert hatten bestätigte er mir das der Motor sich im selben Leistungsbereich bewege als der Prüfstandsmotor...

Dein Pumpenmann hat es dir ja eigentlich bestätigt: der Deutz ist empfindlich auf den Förderbeginn, er hat recht !zu früh macht unten rum träge und gibt Kopftemp. zu spät macht oben rum träge, die Kunst ist die goldene Mitte mit tendenz zu ein wenig mehr nach früh...und wie er auch sagte, lass ihn da wo er hingehört- aber die elementare Frage: wo war denn dein Förderbeginn ? zu früh ? zu spät? genau richtig ? hier geht es um wenige Grad Kurbelwelle- das ist noch weniger auf dem Pumpenantrieb und an dem Umfang der Einstellorgane sind das wenige Millimeter ! du hattest alles ab um die Pumpe raus zu nehmen... alleine der Sitz der Pumpe zum Block ist durch die Bogenform schwenkfähig, und die Verschraubung an dem Antriebsflansch ebenso.... selbst der Sitz auf dem Konus der Pumpe wird fixiert durch eine Federscheibe (Halbmond)selbst hier ist die Toleranz noch sehr hoch ob der Flansch rechtsbündig oder linksbündig angezogen ist... 1 Grad hier, 1 Grad da,.....

Für die richtige Förderbeginneinstellung an diesen Motorengenerationen braucht man weder Tester noch Prüfstände...nur einen Mechaniker der weiss was er zu tun hat und es ist bei der ganzen Sache der geringste Aufwand.

naja und dann kommt natürlich noch die Düsen Frage...Düsen mit 30 Jahren bzw. über 50.000 km braucht man nicht prüfen lassen, die erneuert man ! das am Benziner regelmäßig neue Zündkerzen einsetzt haben die meisten begriffen, aber das ein Diesel auch mal neue Düsen braucht, wird erfolgreich verdrängt...und sie altern bedingt durch korrosion bedingt durch Kondenswasser auch im Stand !

@ egn:
Natürlich hast du insoweit recht, das eine kompl. überholte Pumpe zuverlässiger sein wird als eine gebrauchte....aber dann geb mal Preis, was eine fachliche inst.setz, mit 8 neuen Elementen etc. mit prüfstand etc. am ende kostet....
Unsere Pumpengeneration lief zur damaligen Zeitepoche in allen möglichen Motorvarianten mit Millionen von Km bzw. Betriebsstunden....meist überlebten sie die Motorenlebensdauer mehrfach bei der Laufleistung unserer KATs dürfte der normale Verschleiß zu vernachlässigen sein, ein undichter Wellendichtring ist ein Schönheitsfehler....die anderen Wellendichtringe am Motor kommen meist früher, somit mache ich immer alle auf einmal incl. den der Pumpe....
viel entscheidender ist meiner Meinung nach die Kraftstoffqualität entsprechend dem Paralleltread- Verunreinigungen und vor allem Wasser ist der größte Teil, das der Schwefelentzug im Bezug auf die Schmierung nicht optimal ist ,ist bekannt, aber der Wasserfaktor ist vor allem auch für die Düsen viel schlimmer, kombiniert mit den sauren Hinterlassenschaften von evtl. Bakterien, Standzeiten sind die größte Belastung.

und hier stelle ich dann mal die Gegenfrage wann den der letzte kondenswasserablass am Tank, Vorfilter vorgenommen wurde, Filterzustand, Grotamar etc.
die Leute von den Separ filtern können hier bestätigen, was sie regelmäßig am Schauglas sehen...

Marcel
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Re: Vor- & Nachteile Pumpenkur

Beitrag von egn » Di 7. Aug 2012, 10:57

Der Separ ist bei mir von Anfang an drin und Grotamar verwende ich auch schon seit Jahren. Und natürlich lasse ich regelmäßig das Wasser ab und tausche das Filterelement im Separ .

Die Überprüfung zweier Einspritzpumpen und die Einstellung einer davon auf dem Prüfstand hat mich bei Bosch vor Kurzem knapp 800 Euro gekostet.
Gruß Emil

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Re: Vor- & Nachteile Pumpenkur

Beitrag von Powerkat » Di 7. Aug 2012, 15:55

und in dem betrag waren 8 neue Pumpenelemente ? dann war das kein regulärer Preis !
wenn normale boschvertretungen die 8 Zyl. pumpen kompl. überholen sind das in der regel immer 4 stellige Zahlen...

Marcel
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Re: Vor- & Nachteile Pumpenkur

Beitrag von egn » Mi 8. Aug 2012, 08:28

Es waren nur Überprüfungen keine Überholungen. Die Ersatz ESP war noch soweit ok. Was ich mit der ausgebauten ESP mache weiss ich noch nicht.

Der Austausch der Pumpenelement kostet auf jeden Fall eine vierstellige Summe.
Gruß Emil

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