Öl im Kupplungsgehäuse

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R2D2
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Öl im Kupplungsgehäuse

Beitrag von R2D2 » Fr 8. Aug 2014, 00:12

Hallo,

heute habe ich die Entwässerungschraube am Kupplungsgehäuse rausgeschraub und es kammen ein paar Tropfen Öl raus (Schwungradgehäuse ist total trocken) . In dem "Öl im Schwungradgehäuse Thread" steht es darf gar kein Öl drin sein... Die TDV verweist bei dem Problem auf die 2.5.25 Wandler aus- und einbauen oder wechseln (MES 3) das wäre dann ja der Jackpot :(
Sollte ich jetzt gar nicht mehr fahren oder das Ganze erstmal beobachten und nach jeder Fahrt kontrollieren ob etwas dazugekommen ist?

Grüße

Nils
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Zimmex
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Re: Öl im Kupplungsgehäuse

Beitrag von Zimmex » Fr 8. Aug 2014, 07:25

Ich kann mich erinnern, dass hier mal geschrieben wurde, eine kleine Menge Öl wäre wohl kein Problem. Einfach weiter fahren und ab und zu kontrollieren. Solange da keine Liter rauskommen ist alles gut.
Gruß dete :-)

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Speed5
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Re: Öl im Kupplungsgehäuse

Beitrag von Speed5 » Fr 8. Aug 2014, 08:23

Moin,


hier würde ich Dr. Macel Kley befragen, gut ist das nicht :(

GM
Der Tod hing die Sense an den Nagel und stieg auf den Mähdrescher, denn es war Krieg.

Ich liebe es, wenn der Wahnsinn die Kontrolle übernimmt und lachend an der Vernunft vorbei rauscht. Huuuiiiiiiiiiiiiii


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der_jens
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Re: Öl im Kupplungsgehäuse

Beitrag von der_jens » Fr 8. Aug 2014, 09:20

Hossa,

ja, da sollte es eigentlich trocken sein.

Ich meine jedoch Marcel könnte den "Wandler" neu einmessen bzw. das Nullspiel beim Übergang Wandler / Trockenkupplung wieder herstellen. Damit sollte es gut sein.

Beste GRüße
Hochmut kommt vor dem Trecker... ;)

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Joerg
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Re: Öl im Kupplungsgehäuse

Beitrag von Joerg » Fr 8. Aug 2014, 11:26

Moin

Habe leider das gleich Problem. Schauen wir aber erst mal, wie es sich weiter entwickelt...
Und hier ist auch schon alles vom Meister erklärt worden -> viewtopic.php?f=17&t=1413&p=14049&hilit=Kupplung#p14049

Gruß Jörg

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Re: Öl im Kupplungsgehäuse

Beitrag von Powerkat » Fr 8. Aug 2014, 15:39

@zimmex:du verwechselst das Schwungradgehause mit dem Kupplungsgehause!

Nur im schwungr.ist die kleine menge toleriert...die Ursache kann vier Möglichkeiten haben: 1. Das Lager Spiel in der gesamten wandlereinheit ist zu gross durch schlechte Montage oder Verschleiß oder 2. Die Kupplung wurde uberstrapaziert und heiss gefahren die Hitze ging über die welle und hat den wellendichtring aus gehärtet... das gefährliche hier ist das das Öl die Kupplung vetschmiert dann geht schnell gar nichts mehr...also auf jeden Fall die Ablass schraube draussen lassen damit kein Öl drinnen stehen kann...schaut euch mal genau die Flüssigkeit an ist es wirklich eine Mischung aus Öl und Staub oder eher bremsflussigkeit?Prüft und beobachten den stand im Vorrats Behälter der kupplungsbetätigung: es könnte auch eine Leckage des nehmerzylinders sein...
4. Es könnte der wellendichtring der Getriebe eingangswelle sein Ursache meist ebenfalls durch Überhitzung...
Normalen Verschleiß kann man fast immer ausschliessen dazu haben die Aggregate meist zu wenig laufleistung...

Marcel
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R2D2
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Re: Öl im Kupplungsgehäuse

Beitrag von R2D2 » Fr 8. Aug 2014, 18:42

Danke für die Erklärung. Werde mir die Flüssigkeit nochmal genauer ansehen.
Gibt es noch andere Indikatoren, die für eine zu heiß gewordene Kupplung (Verfärbungen oder Ähnliches) sprechen?
Wie kann ich eigentlich die Kupplung überhitzen? Eigentlich doch nur wenn ich Sie schleifen lasse oder gibt es noch eine andere Möglichkeit.

Grüße
Nils

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Re: Öl im Kupplungsgehäuse

Beitrag von Powerkat » Fr 8. Aug 2014, 19:45

Schwer das weiter festzustellen ohne sie zu zerlegen, die Verfärbungen sind meist nur an der Druckplatte also nicht von außen zu erkennen, die geschulte Nase erkennt übermäßig verbrannt riechenden Staub wenn die Schraube geöffnet ist....

meist ist eine deaktivierte Gaspedalsperre die Ursache da die Jungs dann mit der Kupplung spielen konnten, denn bei gesperrten Gaspedal kann ich ja die Kupplung garnicht stressen...wenn dann mal ungeübte damit fahren und rangieren dann wirds schon mal warm....oft ziehen sie einfach das Relais oder den Stecker da sie die Gaspedalsperre bei den Schaltvorgängen nervt, da sie oft sehr Aggressiv eingestellt ist, schon fast den Motor ausdrückt...dabei kann man das einstellen wie weit sie Drehzahl zulässt....
Das schlimme ist, so fahren sie eine ganze weile und wenn sie das Fahrzeug dann abgeben bzw. er aus der Inst. / Wartung zurück ist, ist alles wieder in Ordnung somit wissen wir im nachhinein nie wie oft oder Lange sie diesen Zustand gefahren sind....
Das Problem dabei ist das die ganze Kupplung nur auf einer 1 cm dicken Trägerscheibe geschraubt ist im gegensatz zu normalen Verbindungen wo sie auf teils 5 cm. dicken Schwungmassen sitzen...und die Kupplung als Einscheibenkupplung auch recht zierlich ist-was ja normal langt, denn sie muß ja nur schwarz / weiß trennen- schleifen müssen wir nicht dafür gibts den Wandler...Aber durch diese schlanke Bauweise kann nicht viel Wärme aufgenommen werden....und ausgerechnet diesen Wellendichtring hat ZF damals nicht in Viton (hitzebeständig) sondern in klassischem NBR ausgeführt also verträgt der auch noch wenig,wo evtl. viel kommen kann....

Eine weitere interessante Ursache der Hitze hatte ich vor kurzem an einem 6x6 : wenn er kalt ist lief er wunderbar, sowie er warm wurde rutschte die Kupplung....so stark, das man ihn mit der Hand festhalten konnte !
Ursache:
Unsere Freunde haben ihm einen neuen Kupplungsgeberzylinder spendiert (am Pedal) haben aber vergessen an der Pedalanschlagsschraube den "Totweg" einzustellen...somit war der Zylinder in Ruhestellung ganz leicht angedrückt das die Zulaufbohrung in den Behälter geschlossen war....somit konnte also der Nehmerzylinder am Getriebe keine Überschüssige Flüssigkeit in den Behälter drücken....als das Fahrzeug,Getriebe nun warm wurde ,dehnte sich die Flüssigkeit physikalisch aus, konnte nicht zurück in den Behälter komprimierte sich also....und da sich Flüssigkeit nicht komprimieren lässt, hat sie sich Platz gemacht also schleichend den Nehmerzylinder richtung Kupplung trennen bewegt....
Da das Fahrzeug zuvor bei div. Fachleuten war ,auch MAN, sie aber keinen Fehler gefunden haben, jedoch mehrfach zur vergewisserung die Anlage entlüftet haben, bauten sie einen weiteren Fehler ein: die für Bremsflüssigkeit ausgelegte Anlage wurde mit eine Mineralölbasierenden Flüssigkeit befüllt...der Folgefehler: alle Gummiteile quollen auf...das hatte zur Folge das der Federrückstellende Kolben am Geberzylinder nicht mehr frei lief und stockte...also wieder die Zulaufbohrung verschloß....nachdem wir dann alle Schläuche und Gummimanschetten getauscht hatten, gründlich gespült hatten sind alle Probleme weg...

Marcel
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Re: Öl im Kupplungsgehäuse

Beitrag von Zimmex » Fr 8. Aug 2014, 22:21

Was es nicht alles gibt !!
Gruß dete :-)

R2D2
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Re: Öl im Kupplungsgehäuse

Beitrag von R2D2 » Sa 20. Dez 2014, 00:46

Moin,

es gibt Neuigkeiten zum Thema Öl im Kupplungsgehäuse.
Da die Pritsche sowieso noch nicht wieder instandgesetzt ist und noch neben dem KAT steht wollte ich die Chance nutzen und das Getriebe-Problem gleich mit lösen.
Der Ausbau des Getriebes ist verhältnismäßig einfach, da es nach oben rausgehoben werden kann wenn die Pritsche fehlt.
Letztes Wochenende war es dann so weit und ich bin mit dem Getriebe zu Marcel gefahren.

Nach der Öffnung des Kupplungsgehäuses.... :shock:
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Anscheinend gab es in dem vorherigen Getriebe-Leben schon mal ein kleines Problem. Das Getriebe war laut der Plakette 2009 zur Instandsetzung. Warum Sie damals das beschädigte Kupplungsgehäuse nicht ausgetauscht haben bleibt ein Rätsel.
Die Öl Kanäle sind intakt geblieben (zumindest konnten wir keinen Schaden feststellen).
Alle anderen Bauteile (Wandler, Kupplung usw.) sehen sehr gut aus.

Ein Wellendichtring war etwas schief eingebaut und zeigte auch deutliche Schleifspuren. Zusätzlich war noch ein Wellendichtring verschlissen und eine elek. Leitung war gequetscht.
Die Bauteile wurden dann getauscht.
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Ich denke damit hat sich dieses Problem auch erledigt.
Da ich vorher noch nie ein solches Bauteil auseinander/ zusammengebaut habe war es wirklich sehr interessant. Ich kann jedem nur empfehlen wenn so etwas bei euch ansteht (natürlich hoffentlich nicht ;) ) und die Möglichkeit besteht mitzuhelfen/zuzuschauen, macht es. Man kann sich zwar viel erlesen aber so etwas live zu sehen und mitzumachen ist schon etwas anderes. Nochmal danke an Marcel für diese Möglichkeit und den super Service.

Schöne Feiertage

Grüße
Nils

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supi532
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Re: Öl im Kupplungsgehäuse

Beitrag von supi532 » Sa 20. Dez 2014, 12:28

Anscheinend gab es in dem vorherigen Getriebe-Leben schon mal ein kleines Problem. Das Getriebe war laut der Plakette 2009 zur Instandsetzung. Warum Sie damals das beschädigte Kupplungsgehäuse nicht ausgetauscht haben bleibt ein Rätsel.

Grüße
Nils[/quote]

" Man hört ja auch schon mal, dass die Sachen auf dem Papier ausgetauscht worden sind......wo das Teil dann letztendlich landet.......weiß niemand so genau ?? ;) "


Grüsse

Jörg
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special-mechanics
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Re: Öl im Kupplungsgehäuse

Beitrag von special-mechanics » So 29. Mär 2015, 22:58

ich weiss ist schon bissl her :

wie sah die kupplung aus ? hatte sie schon vom öl genascht ?
zitat : "Dann kann es also sein der KAT ist umgekippt obwohl er es theoretisch gar nicht hätte dürfen oder er ist nicht umgekippt obwohl er es hätte theoretisch müssen ?" HJL

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Re: Öl im Kupplungsgehäuse

Beitrag von R2D2 » Di 31. Mär 2015, 19:13

Moin,

die Kupplung ist neuwertig und war nicht wirklich verschmutzt. Es war auch nicht soviel Öl im Kupplungsgehäuse, dass es im Stand die Kupplung berührt hätte.

Grüße
Nils

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