Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

alle Tips und Fragen, die bei der Neuanschaffung eines KAT anfallen

Moderator: D-Platoon

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AndreasE
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Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

Beitrag von AndreasE » So 1. Nov 2015, 23:22

Kann es sein, daß dieser Titel ganz bestimmte Vorstellungen bei dem einen oder anderen geweckt hat ?
Wenn ja, dann ist eure Fantasie wesentlich weiter entwickelt als die ganz profane Realität :-)

Dabei ist es doch ganz einfach.
Seit mittlerweile 6 Jahren erfreue ich mich an der KATzenTechnologie in allen möglichen Formen. Sei es beim fahren, sei es beim anschauen, sei es beim pflegen, sei es beim reparieren oder gar beim lesen der technischen Literatur. Irgendwo gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken, die die Freude und den Spaß an der Sache erhält und sogar noch ausbaut.

Und es gibt wieder etwas zu berichten.

Es ist wieder ein Kätzchen zur Familie gekommen, wahrscheinlich ist der Begriff Hauskatze sogar der geeignetere Begriff. Es ist mir gelungen eine strategische Familienlücke zu schließen. Irgendwann ist mir aufgefallen, daß ich gar keinen 6x6 habe und just in dem Moment bietet sich eine Gelegenheit dieses "Malheur" zu addressieren. Und das besondere an diesem Zugang ist, daß es einerseits kein KAT ist, aber doch ein KAT ist. Noch dazu aus dem eigenen Land.

Der Neuling ist ein ÖAF S-LKW 20.320 G2, der bereits bei uns als Wohnmobil zugelassen ist. Für die Nicht ÖAF-affinen Mitglieder: Es gibt 5 Varianten des ÖAF, die das österreichische Bundesheer in einer Gesamtstückzahl von ca. 600 Fahrzeugen angeschafft hat. Die Variante G2 ist jene ohne Kran, nur mit 5m Pritsche.
(G1 ist mit 7,5 mt Kran, G3 ist mit 17mt Kran, G4 ist ein ABC Deko Fahrzeug, und vom G5 gibt es nur ein Einzelstück - ein Kranwagen )

Die technische Basis scheint in Ordnung zu sein, der wassergekühlte MAN V8 dürfte auch eine eingebaute Nebelwerferanlage im Startbetrieb eingebaut haben, läuft aber ansonsten butterweich und relativ rauchfrei wenn betriebswarm. Hat 48.000 km. Rost ist an ein paar wenigen und kleinen Stellen vorhanden, nichts was in die Substanz der Fahrerkabine oder anderer Teile geht. Farbtechnisch ist die Fahrerkabine derzeit sandgelb lackiert. Es war mal eine LAK2 Kabine als Wohnkabine drauf, die aber nicht mehr dabei ist. Die Pritschenausstattung ist aber komplett dabei und eine überzählige Zeppelin FM2 werde ich sicherlich auch finden. 2 Zusatztanks mit je 300lt sind bereits eingebaut, damit hat er in Summe 1100lt Dieselkapazität. Der ÖAF wurde immer mit 8t/80m Seilwinde ausgeliefert. Die vom Zustand her mit Abstand schönsten Teile sind 2 originalneue (erst vor kurzem bei MAN gekaufte) MAN KAT 1 Staukisten - die originale Staukiste ist aber auch dabei. Mal sehen was oben bleiben wird, vielleicht packe ich die Staukisten gleich wieder in ihre Schachteln - so schön neu wie sie sind. Dank freundlicher Helfer ist die Dokumentationsbasis inzwischen auch für den ÖAF fast komplett.

Die Frage nach dem Warum sei auch geklärt:
1) Wohnmobile sind bei uns vom Wochenend und Nacht Fahrverbot nicht betroffen.
2) Außerdem hat der G2 etwas sehr nettes. Eine eingetragene Anhängelast von 30.000 kg, perfekt passend zum Müller Mitteltal Tieflader und mit 320 Turbo PS ist er mit der Last vielleicht etwas spritziger als der Sauger Deutz.
3) Ein heimischer ÖAF sollte auch mal dabeisein.
4) Ein paar Teile aus meiner KAT Ersatzteilkiste werden auch beim ÖAF passen, von daher ist es nicht ein Einstieg in eine komplett neue Fahrzeugfamilie.

Ach ja, ein Bonmot zu dem Fahrzeug gibt es noch. Bei Besichtigung vor Ort kam mir das Fahrzeug doch irgendwie bekannt vor. Bis die Erinnerung wieder kam. Ich hatte es vor einigen Jahren einmal mit meinem 8x8 und der Seilwinde aus einer mißlichen Schräglage geholfen (da sieht man wie gefährlich es ist, wenn man nur eine Vorderachse hat). So klein ist die Welt. Na wenn das kein gutes Zeichen ist :-)

Foto's kommen, sobald ich welche habe - hab noch keine gemacht. Geholt habe ich ihn auch noch nicht. Wenn ich dann im Frühjahr Zeit und Lust habe, mache ich vielleicht ähnlich dem Kat 1 / A1 Vergleichsthread einen Vergleichsthread zwischen KAT1 und S-LKW. Mal sehen. Zuerst kommen noch ein paar andere Sachen.

Wo sind denn hier die ÖAF Besitzer? Gibt es Erfahrungen und Erlebnisse, die ihr einem Neuling weitergeben könnt? Auf was muß ich aufpassen?

Liebe Grüße,
Andy

AndreasE
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Re: Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

Beitrag von AndreasE » Mo 2. Nov 2015, 01:44

Ich habe doch schon zwei Fotos gefunden. Damals vom ersten "Treffen" in 2011. Der LKW noch in Originalfarbe und mit verbautem LAK2 Koffer.

Ein schöner Ausblick
D3S_0262.jpg
Etwas schräg
D3S_0318.jpg
Mittlerweile steht er mit Plane da. Da die S-LKW vor den KAT gebaut wurden, wird er bereits nächstes Jahr 40 Jahre alt.

Liebe Grüße,
Andy

RobertÖAF
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Re: Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

Beitrag von RobertÖAF » Mo 2. Nov 2015, 08:58

Servus Andy,

gratuliere zur Neuanschaffung.

ich habe meinen S-LKW jetzt auch erst ziemlich genau ein Jahr. Deshalb kann ich dir leider noch nicht wirklich Tips geben. Das einzige was mir einfällt sind die Federn. Die brechen laut Aussage eines ÖBH- Mechanikers ganz gerne, wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann :shock:

Noch eine Frage zu deinem S. Ist das der, der vor kurzem in Willhaben inseriert war?

lg
Robert

AndreasE
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Re: Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

Beitrag von AndreasE » Mo 2. Nov 2015, 09:37

Guten Morgen Robert,
dankeschön.

Ja, es ist das Fahrzeug, daß vor kurzem in willhaben zum Verkauf gestanden ist. Wie gesagt, einer der Gründe für dieses Fahrzeug war die bereits erfolgte Typisierung zum WoMo und daß er schon zugelassen ist. Und mit diesem Fahrzeug komplettiert er die Steyr 680 M3 -> Steyr 12m18 -> ÖAF S-LKW Linie der Transportfahrzeuge des österreichischen Bundesheeres in meiner Garage :-)

Mal schauen, wann ich ihn holen kann. Dann gibt es mehr Bilder.

Liebe Grüße,
Andy

Rainmaster
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Re: Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

Beitrag von Rainmaster » Di 3. Nov 2015, 00:34

Hallo Andreas,
also wenn man mit MAN KAT verheiratet ist, ist alles andere fremd gehen...... :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
In Deinem Fall bist Du mit der älteren Schwester Deiner Frau, die auch noch schlecht zu Fuß ist ( 3 Achsen ), fremd gegangen :P :P :P :P :P

Bei unserem letztem Rhein Neckar KAT Treffen war der Pascha mit seinem ÖAF da und ich kann Dich verstehen.....
Die geraden Flächen sind echt interessant.... und die universelle "Hühnerleiter" :dance: :dance: :dance: :dance: :dance: :dance:

Bin mal gespannt über den Motor.

liebe Grüße sendet Dir

rainmaster

Muell_Pascha
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Re: Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

Beitrag von Muell_Pascha » Di 3. Nov 2015, 02:07

Hallo Andreas!
Glückwunsch zu Deinen neuen 6-Beiner!
Ich selbst hab meinen ÖAF gl mit kleinem Palfinger jetzt schon seit 2012.
Die Unterschiede zum MAN sind im Detail erheblich; Gleichteile b.z.w. austauschbare Teile erwarte ich allenfalls im Bereich Antriebstrang/Fahrwerk.
Das Fahrerhaus unterscheidet sich am deutlichsten, immerhin fällt der Ansaugkamin für die Kühlluft weg, Ersatzrad obenliegend,
Wasserkühler in der rechten Motorraumtür, Armaturenbrett und Anzeigen komplett anders.
Ob die Federn schneller brechen als beim MAN kann ich nicht beurteilen, weis auch nicht ob sie sich überhaupt davon unterscheiden.
Immerhin beträgt das zulässige Gesammtgewicht 22t, statt 18t beim MAN 3-achser. Vlt. wurde bei gleicher Konstruktion einfach eine höhere
Gesammtmasse beantragt und genehmigt. Wenn diese denn ausgenutzt wird, könnte es die häufigen Federbrüche erklären.
Leider besitze ich keine technischen Unterlagen zu meinem Auto, gerüchteweise haben die Österreicher sämtliche TDV von ausgemusteren Fzg. durch den Hacker gejagt!? Wär echt klasse, wenn jemand sowas noch hätte, ich würds Blatt für Blatt einscannen....
Wer schonmal 3-Achser im Gelände bewegt hat, der weis um deren hervorragenden Geradeauslauf, vorallem wenn die Hinterräder auf festem Untergrund
laufen und die Vorderachse bereits auf schlammigem Untergrund... ;)
Zur Rauchentwicklung beim Kaltlauf: es hängt sicher mit dem MAN M-Verfahren zusammen, der Kraftstoff wird an die Wand der Kolbenmulde gespritzt und soll dort verdampfen; klar das das bei kaltem Motor nicht gut funktioniert.
Mein ÖAF hat übrigens eine Flammstartanlage, leider weis ich nicht wie diese bedient wird und ob sie überhaupt noch funtioniert....
Ansonsten bleibt nur noch zu sagen, das ich sehr froh um den Palfinger bin, der Kran ist so nützlich für viele Dinge, ich weis garnicht mehr, wie ich ohne diesen die ganzen Jahre davor zurecht gekommen bin ;)

Viele Grüße
Thilo

AndreasE
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Re: Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

Beitrag von AndreasE » Di 3. Nov 2015, 02:27

Servus Rainmaster,
so ganz fremdgehen ist ja doch nicht, ist ja doch alles irgendwie in der Famile geblieben.

Clever auch, daß du nicht geschrieben hast "wenn man nicht mit einem MAN KAT verheiratet ist", denn dann wäre man als EheMan mit mehr als einem MAN KAT ordentlich in der Breduille - also du und ich zum Beispiel :-)

Das mit den 3 Achsen scheint wirklich ein Problem zu sein - fällt so ein einsames Vorderrad doch glatt in jedes Schlagloch, das da so im Weg liegt.

Bild

Bild

Ich denke, dieses Fahrverhalten war durch die LAK2 Kabine verursacht. Bin ganz schön froh, daß die weg ist - denn mit einem FM2 Shelter wird das Fahr- und Federverhalten der einen Vorderachse sicher deutlich besser werden :-) Das der Dreibeiner genauso viele Differentiale wie der Vierbeiner hat, ist hoffentlich allgemein bekannt. Daß er auch noch 2 Diff Sperren mehr hat als der 4 Achser sei nur nebenbei erwähnt .... :-)

Oh, und bevor ich es vergesse, das Gesamtzuggewicht des Dreiachsers ist 100.000 kg. Denk mal daran, wieviel Wasser Du da mitnehmen könntest :D

Liebe Grüße,
Andy

AndreasE
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Re: Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

Beitrag von AndreasE » Di 3. Nov 2015, 03:08

Servus Thilo,
dankeschön.

Das der ÖAF eingeschränkt Teilegleichheit mit der KAT Familie hat, war mir schon klar. Ist ja auch ein paar Jahre älter und MAN hat sich gefreut, alleine den Auftrag des ÖBHs abwickeln zu können - inklusive des hauseigenen Motors. Für die Federn und Stoßdämpfer habe ich vorgesorgt, Längslenker und Dreieckslenker passen ebenfalls

Der Kraftübertragungsstrang besteht aus:
Drehmomentwandler: WSK 400/1 (KAT 7t hat eine WSK 400)
Getriebe: ZF S6/90 (mit gleichen Übersetzungsstufen wie das S6/90 des 7t gl)
Verteilergetriebe: ZF A600/3 D (so wie der 7t gl, auch die gleiche Momentverteilung von 1:1,87)

Achsen haben die gleiche Übersetzung (6,734), jedoch eine andere Bezeichnung, wo beim KAT ein "M" steht, steht beim ÖAF ein "S".

Die unterschiedliche Lastangabe ist einfach erklärt. Die deutsche Bundeswehr hat die beim 7t die "optimale" Nutzlast angegeben, bei der das Fahrzeug das gesamte militärische Spektrum noch immer abbilden kann. Das ÖBH hat mit den 10t die maximale Nutzlast angegeben, für die das Fahrwerk (vor allem die Federn) ausgelegt ist. Das könnte auch einer der Gründe sein, warum beim ÖAF öfter von Federbrüchen die Rede ist.

Interessant ist auch, daß die offiziellen ÖAF Angaben folgende Ölsorten für Motor und Getriebe angeben:
Motor SAE 20W40 (vs. Deutz 15W40)
WSK/Getriebe bekommen das gleiche SAE 20W40 wie der Motor (vs. SAE 10 beim KAT)
dafür spart man sich beim KAT den Wechsel der 72 Liter Kühlflüssigkeit ;)

Wenn ich verfolge, mit welcher Intensität manchmal die Diskussion um das richtige Öl für die WSK und das Getriebe des KAT geführt wird und zugleich der Hersteller 20W40 für den quasi identen Antriebsstrang freigibt, dann könnte man davon ausgehen, daß der Veträglichkeitsbereich der WSK/Getriebekombination betreff Ölsorten doch größer ist als vermutet und diskutiert.

Für die Bedienung der Flammstartanlage anbei die Anleitung - jetzt kommt eh wieder die kalte Zeit :-)
ÖAF Flammstartanlage.JPG
Es gibt noch viel zu erkunden,
Andy

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Zentralgestirn
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Re: Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

Beitrag von Zentralgestirn » Di 3. Nov 2015, 07:00

Hallo Andy,

viel Spaß mit der neuen Katze im Stall.

Ich wünsche dir immer ne Handbreit Diesel im Tank.

Grüße Sebastian

AndreasE
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Re: Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

Beitrag von AndreasE » Di 3. Nov 2015, 10:16

Danke Sebastian :-)


Weitere erwähnenswerte Unterschiede (neben den klassischen & bekannten):
1) Der ÖAF hat bei gleichem Radstand und längerem Fahrzeug mit 19,5m einen Meter weniger Wendekreis als der 7t KAT
2) Der ÖAF hat 80cm Wattiefe und 120cm Schwallwassertiefe, der KAT hat 120cm Wattiefe
3) Die Zentralhydraulik hat einen 90lt Tank (ggü 50lt) - wegen dem großen 17 MT Kran
4) Die Seilwinde hat nominal 8t (ggü 5t beim KAT) - ist jedoch auf der obersten Seillage etwas schwächer (4800 vs. 5000kg) - Ursache ist die 80m Seillänge des ÖAF (ggü 40m) der doppelt so viele Seillagen hat, wie der KAT (6 vs 3).
5) Die ÖAF haben immer eine Seilwinde
6) Um den Zugang zum Getriebe und der WSK zu erleichtern gibt es auf der ÖAF Ladefläche einen Servicedeckel.
7) Die Scheinwerfer sind für längere Unterwasserfahrten abnehmbar
8) Das Fahrerhaus ist länger
9) Der 10t ÖAF Dreiachser hat eine 5m Pritsche, so wie der MAN KAT 5t (der 7t hat eine mit 5,6m)
10) Der ÖAF ist für Europaletten besser geeignet als der KAT
11) Das Auspuffendrohr ist drehbar

LG,
Andy
Zuletzt geändert von AndreasE am Di 3. Nov 2015, 10:59, insgesamt 4-mal geändert.

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Re: Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

Beitrag von AndreasE » Di 3. Nov 2015, 10:23

Weil PN Fragen nach dem Öl für das Getriebe gekommen sind.

Hier ist die Betriebsstoffzusammenstellung des S-LKW
S-LKW Betriebsstoffe.JPG
Liebe Grüße,
Andy

AndreasE
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Re: Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

Beitrag von AndreasE » Di 3. Nov 2015, 12:38

Da auch Fragen zu der Montageart der LAK Halterung gekommen sind:

Leider sind diese Sachen nicht mehr drauf, die dürften mit der Kabine verkauft worden sein. Ob da irgendwelche Hilfstraversen unter der Ladefläche sind, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Aufgefallen sind sie mir bei der Besichtigung nicht.

Hier ein Bild von einer der Halterungen
D3S_0302.jpg
Kann ich mir gerne bei der Abholung mal genauer ansehen.

LG, Andy

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Re: Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

Beitrag von arne » Di 3. Nov 2015, 22:02

Hallo Andreas,
ich habe seit 2007 einen G3 mit dem großen Kran. Hab seither etwa 38 tkm draufgefahren, viel vollbeladen, mit Tandemhänger, einmal Senegal und zurück. Mir ist noch keine Feder gebrochen. Anspringverhalten unter + 15 grad ist sehr schlecht, da muss man schon vorglühen. Dauert aber auchmal 1 min und 50 sec bis die Kontrollampe leuchtet und man dann starten kann. Nach 60 sec vorglühen hat mein Motor noch nie gestartet.
Ich wüsste nicht auf was man achten sollte, ist ein toller LKW, auch wenn ich einen Deutz als Antriebsaggregat bevorzuge. Aber wenn er läuft macher richtig Laune, und der Kran kann auch was.
Gruß Arne

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Re: Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

Beitrag von AndreasE » Di 3. Nov 2015, 23:21

Danke Arne,
für die Mitteilung deiner Erfahrung mit dem S-LKW.

Nachdem Du den G3 mit dem 17mt Kran hast und der ja laut meiner Tabelle fast um 4t mehr Leergewicht hat als mein kranloser G2 (und entsprechend 4t weniger Nutzlast). Das Gewicht ist relativ weit vorne und lastet somit größtenteils auf der Vorderachse. Der G3 hat auch als einziger eine aufgelastete Vorderachse mit 8t. Wie kommst Du damit im Sand bzw. Gelände zurecht? Gräbt er sich da vorne recht schnell ein, oder macht sich das hohe Gewicht auf der Vorderachse sonst irgendwie bemerkbar? Musst du das beim Luftablassen besonders berücksichtigen? Zum Beispiel vorne doch nicht so weit ablassen wie hinten.

Da muß ich gleich mit ein paar Fragen nachschießen: :-)
1) Wie macht sich der Motor in den heißen Gefilden?
2) Ist der Hydrokühler ausreichend leistungsstark und zuverlässig?
3) Hast Du bei super heißen Temperaturen schon mal den Kühler in den Wind stellen müssen?
4) Wenn er draussen steht, wo sammelt sich da im Fahrerhaus das (Kondens)Wasser? Tipps zum nachsehen und vorbeugen?
5) Auffälligkeiten bei der Wartung?
6) Die wichtigste Frage :-) Welches Öl hast du im Getriebe ?
7) Beschaffung der Ersatzteile ein Problem, oder alles im grünen Bereich?
8) Was braucht deiner so auf der Straße und im Gelände/Sand im Schnitt?

Zum Schluß die 3 magischen Fragen einer Kundenzufriedenheitsumfrage :-) :
1) Wie sehr sind sie insgesamt mit dem Produkt zufrieden?
2) Würden sie sich das gegenständige Produkt wieder kaufen?
3) Würden sie das gegenständige Produkt einem Freund empfehlen?

Danke mal im Voraus for etwaige Antworten.

Liebe Grüße,
Andy


PS:
Andere S-LKW Besitzer sind ebenfalls eingeladen die Fragen zu beantworten oder andere Beobachtungen bzw Infos reinzuschreiben.

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Re: Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

Beitrag von arne » Mi 4. Nov 2015, 14:36

AndreasE hat geschrieben:Danke Arne,
für die Mitteilung deiner Erfahrung mit dem S-LKW.

Nachdem Du den G3 mit dem 17mt Kran hast und der ja laut meiner Tabelle fast um 4t mehr Leergewicht hat als mein kranloser G2 (und entsprechend 4t weniger Nutzlast). Das Gewicht ist relativ weit vorne und lastet somit größtenteils auf der Vorderachse. Der G3 hat auch als einziger eine aufgelastete Vorderachse mit 8t. Wie kommst Du damit im Sand bzw. Gelände zurecht? Gräbt er sich da vorne recht schnell ein, oder macht sich das hohe Gewicht auf der Vorderachse sonst irgendwie bemerkbar? Musst du das beim Luftablassen besonders berücksichtigen? Zum Beispiel vorne doch nicht so weit ablassen wie hinten.

Da muß ich gleich mit ein paar Fragen nachschießen: :-)
1) Wie macht sich der Motor in den heißen Gefilden? Ich hab ihn nie über 88 grad gebracht, habs aber auch nicht mit gewalt versucht...
2) Ist der Hydrokühler ausreichend leistungsstark und zuverlässig? Absolut, ich hab keine negativen Erfahrungen. Man kann ihn ja wohl einstellen. Ich hab aber nie was dran gedreht.
3) Hast Du bei super heißen Temperaturen schon mal den Kühler in den Wind stellen müssen? nein
4) Wenn er draussen steht, wo sammelt sich da im Fahrerhaus das (Kondens)Wasser? Tipps zum nachsehen und vorbeugen? Hab ich nie drauf geachtet. Ich hab nur Probleme mit der Dichtung der Dachluke, da kommt hin und wieder bei Regen was rein. Und in den Rahmenprofilen des Fahrerhauses, die sind auch nicht ganz dicht. Liegt aber vielleicht an dem grad der Verrostung. Ich hab vor 2 Jahren das Führerhaus aufwendig geschweisst, jetzt ist es besser.
5) Auffälligkeiten bei der Wartung? Motorölfilterwechsel ist schwierig ranzukommen. Ich mach es von vorne rechts hinter das Vorderrad gebeugt über den Rahmen blind drüber tasten...Von unten hab ich es noch nicht geschafft. Zu zweit ist es aber bestimmt einfacher. Alles andere ist einfach.
6) Die wichtigste Frage :-) Welches Öl hast du im Getriebe ? Das gleiche wie im KAT, SAE 20
7) Beschaffung der Ersatzteile ein Problem, oder alles im grünen Bereich? Alles MAN, noch nie was ernstes gehabt
8) Was braucht deiner so auf der Straße und im Gelände/Sand im Schnitt? Originalübersetzung, leer, Langstrecke 45 Liter, Mit einem anderen Getriebe, + 25 % schneller bin ich auf 38 runter gekommen. Hab jetzt wieder das originale drin. Auf Kurzstrecke mit Kranbetrieb immer 65 Liter. Im Sand natürlich jeder so wie er fährt...

Zum Schluß die 3 magischen Fragen einer Kundenzufriedenheitsumfrage :-) :
1) Wie sehr sind sie insgesamt mit dem Produkt zufrieden?Bis auf den schlecht anspringenden Motor bei Kälte gefällt er mir sehr gut.
2) Würden sie sich das gegenständige Produkt wieder kaufen?Ja, das ist wie wenn ich eine KAT kaufe: Er muss halt gut dastehen und nicht völlig Schrott sein.
3) Würden sie das gegenständige Produkt einem Freund empfehlen? Wenn er damit umgehen kann und ihn nicht mit Gewalt kaputtmacht, ja natürlich :D

Danke mal im Voraus for etwaige Antworten.

Liebe Grüße,
Andy


PS:
Andere S-LKW Besitzer sind ebenfalls eingeladen die Fragen zu beantworten oder andere Beobachtungen bzw Infos reinzuschreiben.

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Re: Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

Beitrag von arne » Mi 4. Nov 2015, 14:54

Zur Achse:
Ich spür das Gewicht, aber er fährt sich trotzdem ziemlich gut. Im Sand hab ich die Erfahrung gemacht ( wie viele andere bestimmt auch): Je weniger Luft, desto weiter komme ich. Und mit 0.5 Bar komme ich am weitesten... Ob vorne mehr oder weniger Druck als hinten weiss ich nicht. Ich hab immer gleich viel drin gehabt.

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Re: Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

Beitrag von Rainmaster » Do 5. Nov 2015, 00:12

Hallo Andreas,
mit so viel Wasser würde ich auf so mancher Baustelle noch Brot zum Enten Füttern brauchen :roll: :roll: :roll:
Einen Nachteil hat Dein Neuling jedenfalls, ihm fehlt der Lufttrockner, da hilft nur Glykol oder der letzte Fehlkauf in deinem Weinkeller :P :P :P :P :P
( Panschheimer Bahndamm Schattenseite, von Linkshändern gepflückt ) :lol: :lol: :lol: :lol: .
Daran darfst Du nicht sparen, nicht nur wegen der Frostgefahr, sondern auch wegen dem ROST im Druckluftsystem.
Bitte bedenke, daß Du jetzt auch ganz KATzenuntypische Handgriffe Dir antrainierst - Kühlwasser, Kühlerfrostschutz.......
Bitte auch hier an den ROSTSCHUTZ denken.
Aber ich bin mir ganz sicher, daß Du das schon im Blick hast.
Viel Spass mit Deinem Neuerwerb wünscht Die
rainmaster

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Re: Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

Beitrag von RobertÖAF » Do 5. Nov 2015, 10:06

Hallo zusammen,

wegen fehlendem Lufttrockner fällt mir noch was ein:
Beim entwässern der Lufkessel ist mit aufgefallen, dass vor allem im Luftkessel ganz hinten, quasi unter der AHK, immer relativ viel Wasser vorhanden ist. Bei den anderen Kesseln an der Motorraumtür ist hingegen kein bzw. kaum Wasser vorhanden.

Aus mangelnder Erfahrung noch eine Frage zum Glykol:
Gibt es da irgendwas zu beachten? Welches soll/ kann man kaufen?

Ich hätte mir dieses rausgesucht:
http://www.amazon.de/Glykol-Monoethylen ... rds=glykol

Danke schonmal

lg
Robert

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Re: Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

Beitrag von KAT I » Do 5. Nov 2015, 11:52

Hallo Robert,
evtl. ist der hintere Kessel unter der AHK der Nassluftkessel. Er muss dann in der Leitung zwischen Kompressor und den anderen Druckbehältern liegen. Weil er der Wasserabscheidung dient, ist es gut, wenn dort immer viel Wasser rauskommt - das ist dann nämlich nicht im Rest des Systems.

Als Frostschutz für die Druckluftanlage nehme ich Wabcothyl. Das hält auch die Dichtungen in den Bremsgeräten schön elastisch, bei reinem Glykol wäre ich mir da nicht so sicher.

Den fehlenden Lufttrockener sehe ich eher als Vorteil, denn die Schmierung mit Wabcothyl scheint die Funktionsfähigkeit der Bremsgeräte zu unterstützen. Nachrüsten (wie bei allen KATs mit Lufttrockner) scheint mir eher suboptimal. Mercedes empfiehlt z.B. bei der Umrüstung der Bremsanlage des Unimog auf Lufttrockner den Austausch sämtlicher Druckluftleitungen und Kessel ab Lufttrockner und die Überholung sämtlicher Bremsgeräte, da durch die trockene Luft Dreck (Rost) in den Leitungen und Kesseln gelöst werden kann und zu Funktionsstörungen der Bremsgeräte führt (eher unangenehm). Kurz gesagt, verlangen die eine neuwertige Bremsanlage nach dem Lufttrockner.
Grüße
Mathias

Gummilager ausbauen ist wie eine Naturgeburt auf dem Aussteigerhof: Pressen, Heulen, Schreien, Bluten, Beten.

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arne
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Re: Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

Beitrag von arne » Fr 6. Nov 2015, 12:02

Ja bei mir ist da auch immer viel Wasser in dem hinteren Kessel, in den vorderen nichts. Ich nehm auch Wabcothyl.

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Zentralgestirn
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Re: Man bleibt zu Hause - und geht doch fremd

Beitrag von Zentralgestirn » Fr 6. Nov 2015, 15:47

Hallo,

ich nehme auch Wabcothyl. Ist billiger wie Ravenol und der Name, also mal ehrlich, geiler geht es nicht mehr. Hat auch einen Hauch Nostalgie, passend zu unseren noch immer recht modern wirkenden Oldis ;) :D

Wabcothyl :mrgreen:

Gerade wieder was bestellt.

Ich weiß nicht wie das bei anderen FZ wie dem meinem ist, daher verallgemeinere ich da jetzt mal. Regelmäßig die Frostschutzpumpe entwässern und den Filter (oder Docht?) kontrollieren und ggf austauschen. Hatte da schon viel Wasser und Schmodder drinne.

Grüße Sebastian

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