Berge- und Abschleppwagen Faun BFK 30.40 8x8

alle Tips und Fragen, die bei der Neuanschaffung eines KAT anfallen

Moderator: D-Platoon

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Hemges
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Berge- und Abschleppwagen Faun BFK 30.40 8x8

Beitrag von Hemges » Do 4. Dez 2014, 14:59

Hallo,
Der Berge- und Abschleppwagen Faun BFK 30.40 8x8 ging ja schön teuer weg....
Zuschlagspreis: EUR 58.799,01.
Ging er wenigstens ins Forum??
Markus

Grüße Markus

Meine Pünktlichkeit drückt aus, daß mir deine Zeit so wertvoll ist wie meine eigene...

Newbie
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Re: Berge- und Abschleppwagen Faun BFK 30.40 8x8

Beitrag von Newbie » Do 4. Dez 2014, 22:18

Sieht nicht so aus: Hugo hatte mitgeboten, lag aber deutlich zu niedrig und hatte in einem Parallelfred bereits gefragt, ob der Käufer des guten Stücks im Forum aktiv ist...

sfhms
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Re: Berge- und Abschleppwagen Faun BFK 30.40 8x8

Beitrag von sfhms » Fr 5. Dez 2014, 23:04

Hatte auf den Antennenträger geboten. Aber der erzielte Preis lag deutlich über meinem Budget.

Suche aber noch einen Rahmen für meinen 15 t

Gruß aus BAyern

Siegbert

HugoVogelsang
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Re: Berge- und Abschleppwagen Faun BFK 30.40 8x8

Beitrag von HugoVogelsang » Sa 6. Dez 2014, 00:38

Teuer ?

70000 incl Mwst sind teuer für ein Auto, bei dem von 1.5 bis 2 Mio Neupreis die Rede ist, kaum gebraucht, fast neuwertig?

Ich meine, teuer ist das nicht, und als Steuerzahler ärgert es mich eher, daß er nicht teurer war, auch wenn ich ihn für 60 gerne genommen hätte.

Aber es kommen ja noch 8 weitere irgendwann. und ich nehme mal an, daß der Preis nicht steigen wird. Ärgerlich für den Steuerzahler in mir, aber ich freu mich natürlich, wenn ich einen kriege.

Gruß Hugo

waYne
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Re: Berge- und Abschleppwagen Faun BFK 30.40 8x8

Beitrag von waYne » Sa 6. Dez 2014, 15:11

Sind die Reifen auf der Hinterachse eigentlich Sonderanfertigungen?

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tdichris
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Re: Berge- und Abschleppwagen Faun BFK 30.40 8x8

Beitrag von tdichris » Sa 6. Dez 2014, 16:59

Reifengröße 24R21 sind im normalen Handel verfügbar, dürften als Michelin XZL so um die 3-4tsd Euro kosten, pro Stück natürlich

Auf der Vorderachse sind dagegen nur "popelige 16.00R20" :lol: :lol:

Edit: der 24R21 ist bei Vrakking für 2350,-€ netto verfügbar :D :D
Grüße
Christian

AndreasE
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Re: Berge- und Abschleppwagen Faun BFK 30.40 8x8

Beitrag von AndreasE » Sa 6. Dez 2014, 21:19

Das ist ja gar nicht sooo weit von den Preisen neuer XZL 16.00R20 entfernt. Die werden typischerweise um 1900 Euro plus Mwst angeboten. Da ist aber schon eine Menge an Standardrabatt abgezogen.
Mein Händler hat mir einmal nachgesehen, was der Listenpreis der 16er ist. Angeblich 2.900 Euro / Stk :shock:
LG,
Andy

HugoVogelsang
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Re: Berge- und Abschleppwagen Faun BFK 30.40 8x8

Beitrag von HugoVogelsang » So 7. Dez 2014, 01:30

Na ja, der Berger hat ja ein Heplex Fahrwerk. Bei den Reifenpreisen sollt man dann prüfen, ob man beim Rangieren eine Hinterachse anhebt......

Gruß Hugo

AndreasE
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Re: Berge- und Abschleppwagen Faun BFK 30.40 8x8

Beitrag von AndreasE » So 7. Dez 2014, 11:45

HugoVogelsang hat geschrieben:Na ja, der Berger hat ja ein Heplex Fahrwerk. Bei den Reifenpreisen sollt man dann prüfen, ob man beim Rangieren eine Hinterachse anhebt......
Gruß Hugo
Damit stellt sich die Frage, ob man mit einem Heplex Fahrwerk, diese Funktion des Reifenanhebens bei der Messung des Wendekreises beim TÜV verwenden darf? Auf Knopfdruck macht man aus dem Berger einen Zweiachser und schon hat man einen wendigen Stadtflitzer :)

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Zentralgestirn
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Re: Berge- und Abschleppwagen Faun BFK 30.40 8x8

Beitrag von Zentralgestirn » So 7. Dez 2014, 13:06

Hallo Andy,

das dürfen oder nicht dürfen ist die eine Sache, der Rest ist eher moralischer Natur ;)

Anders gesagt, ich habe schon einen 10t von einem B2B Händler gefahren, der hatte nach dem TÜV sehr markante Luftdruckunterschiede an den Achsen. Ob Luftdruck oder Achslast ist mMn eher nebensächlich. Wobei ich mit den Achslasten zu spielen deutlich geiler finde, alleine schon des können wegens :D

Grüße Sebastian

AndreasE
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Re: Berge- und Abschleppwagen Faun BFK 30.40 8x8

Beitrag von AndreasE » So 7. Dez 2014, 15:32

Zentralgestirn hat geschrieben:Hallo Andy,

das dürfen oder nicht dürfen ist die eine Sache, der Rest ist eher moralischer Natur ;)

Anders gesagt, ich habe schon einen 10t von einem B2B Händler gefahren, der hatte nach dem TÜV sehr markante Luftdruckunterschiede an den Achsen. Ob Luftdruck oder Achslast ist mMn eher nebensächlich. Wobei ich mit den Achslasten zu spielen deutlich geiler finde, alleine schon des können wegens :D

Grüße Sebastian
Sebastian,
die Frage war nicht wirklich ernst gemeint, denn es gibt sicher einige STVO und STZO Paragrafen wo das Thema Liftachsen angesprochen wird. Ich vermute mal, daß es bei euch nicht anders ist als bei uns, daß die Dinger unten zu sein haben. Ist auch übrigens bei unserer LKW Maut so. Man kann sich die Maut nicht "erleichtern" wenn man die Liftachse galant anhebt. Egal ob in der Luft oder am Boden, die Achse zählt für die Mautberechnung.

Ich stellte es mir nur lustig vor, wenn man den mit Heplex ausgestatteten Berger als flexiblen "Zweiachser" und "Vierachser" beim TÜV vorführt und abhängig ob es um den Prüfungspunkt Wendekreis oder Achslasten geht, einmal das eine und einmal das andere macht. :D

Liebe Grüße,
Andy

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Zentralgestirn
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Re: Berge- und Abschleppwagen Faun BFK 30.40 8x8

Beitrag von Zentralgestirn » So 7. Dez 2014, 16:24

Ich habe dich schon richtig verstanden ;)

Wenn schon variabler 2/4-Achser, dann must du aber auch noch was an der Lenkung machen, dass die zweite Achse den Einschlagwinkel der ersten Achse bekommt, wenn du im Vierpfotenmodus unterwegs bist :D

PS: Wieso Maut bei einer SFA oder So. KFZ ;)

Jan Jansen
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Re: Berge- und Abschleppwagen Faun BFK 30.40 8x8

Beitrag von Jan Jansen » So 7. Dez 2014, 16:33

Mir war garnicht bewusst, dass man als Bürger Steuervergünstigungen erhält wenn die BW ihren Schrott hoch gewinnbringend verscherbelt. {facepalm}

AndreasE
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Re: Berge- und Abschleppwagen Faun BFK 30.40 8x8

Beitrag von AndreasE » So 7. Dez 2014, 17:46

Zentralgestirn hat geschrieben:PS: Wieso Maut bei einer SFA oder So. KFZ ;)
Weil unser Finanzministerium ein sehr cleveres ist.

Sobald ein Fahrzeug über 3.5t hzGG passieren 2 Sachen:
Die klassische motorbezogene Versicherungssteuer, die die Versicherungen im Namen des Staates im Rahmen ihrer Haftpflichversicherungsgeschäfte einheben, wird durch die KFZ Steuer ersetzt - und die wird vom Finanzamt eingehoben, nicht von den Versicherungen. Für die Bemessung der KFZ Steuer ist die Art der straßenrechtlichen Fahrzeugkategorie unerheblich. Sie geht ausschließlich nach hzl. Gesamtgewicht, egal ob SoKFZ, LKW, Wohnmobil, oder ähnliches.
Und da die Autobahnmaut auch eine Steuereinnahme ist, gilt dort die gleiche Grundregel: Alles was über 3.5t GG hat, ist Go-Box & roadpricing pflichtig, wurscht ob soKFZ, oder WoMo, oder LKW.

Und weil wir die Diskussion mit Steuerumverteilung Inland/EU schon hinter uns haben die ihr letztens wegen eurer Mautdebatte hattet:
Die KFZ-Steuer für inländische LKW/WoMO/SoKFZ ist pro Tonne GG in den letzten Jahren deutlich runter gegangen (ca. 80-90%). Und da in einem Land nie etwas kostenlos ist, wird der KFZ-Steuer Einkommensausfall mit der Autobahnmaut die für alle inländischen und ausländischen LKW gleichermaßen gilt, kompensiert.
https://www.bmf.gv.at/steuern/fahrzeuge ... teuer.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftfahrz ... sterreich)

Um ein paar Zahlen zu nennen - Der Steuersatz beträgt je Monat :
bei Kraftfahrzeugen mit einem höchsten zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen und bis zu 12 Tonnen: 1,55 Euro für jede Tonne höchstes zulässiges Gesamtgewicht, mindestens 15 Euro
bei Kraftfahrzeugen mit einem höchsten zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 12 Tonnen bis zu 18 Tonnen 1,70 Euro für jede Tonne höchstes zulässiges Gesamtgewicht
bei Kraftfahrzeugen mit einem höchsten zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 18 Tonnen: 1,90 Euro für jede Tonne höchstes zulässiges Gesamtgewicht, höchstens 80 Euro, bei Anhängern höchstens 66 Euro
Bei der Berechnung der Steuer sind angefangene Tonnen auf volle Tonnen aufzurunden.

Der Steyr 12m18 als Wohnmobil zahlt so wie jeder normale LKW KFZ-Steuer. Das sind mit 11.500 kg GG 12 x 12 x 1,55 Euro = 223,2 Euro / Jahr
Der 8x8 KAT mit seinen 24,6t GG hat 12 x 25 x 1,90 Euro = 570 Euro / Jahr (Wenn er das ganze Jahr angemeldet ist. Ab einem Zeitraum von 10 Tagen kann man LKW Kennzeichen beliebig oft ab- und anmelden bzw. Nummern ins Depot geben.)
Da es für historische LKWs keine eigene Steuerstufe gibt, verwendet man meistens die Depotvariante oder das bei uns so beliebte Wechselkennzeichen mit dem eigenen PKW.

Zum Vergleich:
Die motorbezogene Versicherunsgsteuer für einen PKW mit 120 Kw (150 PS) ist bei ungefähr 740 Euro pro Jahr.

Netterweise können LKWs und PKWs mit dem gleichen Wechselkennzeichen betrieben werden und der jeweils höhere Steuersatz (egal ob KFZ Steuer oder motorbezogene Versicherungssteuer) ist der Betrag den man zahlen muß. Alle anderen Fahrzeuge mit geringeren Steuern laufen damit quasi kostenlos mit. Deshalb werden Wechselkennzeichen extensiv verwendet (max 3 Fahrzeuge pro Kennzeichen)

Dafür haben wir eine sehr teure Autobahnmaut für Fahrzeuge über 3.5t :(
Für kraftfahrrechtlich als LKW eingestufte Fahrzeuge gibt es extensive Umgehungsfahrverbote durch praktische alle Städte und Gemeinden - damit sie ihre km ja auf der Autobahn zurücklegen. Da sind SoKFZ und WoMO ggü LKW im Vorteil, man darf mit diesen in die Verbotszonen betreff Autobahnmaut. Wir haben noch andere Verbotszonen betreff Feinstaub, aber da gibt es eine Ausnahmeregelung für historische Fahrzeuge seit dem 1. Juli.

Die "A....karte" hat man gezogen wenn man einen nicht-historischen LKW mit Euro 0 oder Euro 1 hat (ab 2016 auch Euro 2). Den kann man sich nur ins Wohnzimmer zum anschauen stellen. (Vermutlich wird das starten des Motors in den eigenen Räumen ab 2018 auch verboten werden und ab 2020 ist dann endgültig das anschauen in den eigenen Räumlichkeiten aus Umweltschutzgründen verboten. ;) ;) )

Ist doch ganz einfach :) :)

Liebe Grüße,
Andy

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Zentralgestirn
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Re: Berge- und Abschleppwagen Faun BFK 30.40 8x8

Beitrag von Zentralgestirn » So 7. Dez 2014, 20:49

Andy,

steuertechnisch ist es bei euch ja recht preiswert für junge LKW, unterm Strich aber echt nicht ohne. Danke für den Exkurs ;)
Mal ganz wertfrei auf mich persönlich bezogen bin ich mit den Jahren und den Erfahrungen mit anderen Ländern immer glücklicher in D zu wohnen. Unsere Beklopptheiten und Eigenarten bin ich von je her gewohnt und finde den Rest richtig gut und weiß das auch immer mehr zu schätzen. Bald werde ich Weltweit für meinen neuen Arbeitgeber tätig sein und sehr viel reisen. Mal sehen ob ich das dann in ein paar Jahren noch genau so sehe :D

Grüße Sebastian

HugoVogelsang
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Re: Berge- und Abschleppwagen Faun BFK 30.40 8x8

Beitrag von HugoVogelsang » Mo 8. Dez 2014, 01:02

Hallo,

Nochmal zurück zu Heplex und Wendekreis.

Heplex kann an der Achsgeometrie nichts ändern. Das einzige, was man mit dem Liften einer Achse erreichen kann, ist das Verhindern des Radierens. Die Verschränkung der Achsen gegeneinander drückt das Fahrzeug ja aus der Kurve, und vergrößert damit den Wendekreis über das geometrisch mögliche.

Ich würde beim TÜV dann auch nicht eine oder zwei Achsen anheben, sondern die Achslast auf ein Minimum reduzieren, das fällt nicht so auf.

Theoretisch müßte es noch etwas bringen, das Fahrzeug in die kurvenäußere Richtung zu neigen. Über die Längslenker werden die Achsen dann ein kleines bisschen zum Mitlenken bewegt. Allerdings dürfte sich der Prüfer wundern, warum sich das Fahrzeug schon bei Schrittgeschwindigkeit derart nach aussen neigt.

Ich müßte mit dem Marderkat mal ausporbieren, wieviel das bringt. Weiß irgendwer, wie beim TÜV der Wendekreisdurchmesser ermittelt wird? Mich hat noch keiner gemessen.

Zur Maut in Deutschland: Es gibt eine Schlüsselnummer für Abschleppwagen. Die gehören aber zur Klasse der LKW, mit Maut und EG-Kontrollgerät und Sontags-Fahrverbot, Lenk und Ruhezeiten. Dafür müssen sie dann aber auch eine bestimmte Ausstattung mitbringen.
Einen BKF würde ich deswegen als selbstfahrende Arbeitsmaschine (Kranwagen) zulassen. Dann darf er zwar keinen Anhänger mehr ziehen, ausser systemunterstützend, aber da er ohnehin schon 32 Tonnen wiegt, lohnen sich 8 Tonnen Anhängelast sowieso nicht.

Meinen M1002 habe ich als So.KFZ Bergefahrzeug zugelassen. Die Argumentation des Gutachters war dabei folgende: Das Fahrzeug ist dazu geeignet, havarierte oder verunfallte Fahrzeuge aus dem Gelände zu bergen, aber nicht, um sie auf der Strasse zu schleppen. (Von den KATs abgesehen.)
Damit bin ich aus Maut, Sonntags-Fahrverbot und Lenk und Ruhezeiten raus, und die Steuer hält da H-Kennzeichen in Grenzen. Und ich kann je nach Belandung noch 14 bis 18 Tonnen an Anhänger ziehen, ohne Einschränkung.
Für den M1002 ist das das Optimum in Bezug auf die Benutzbarkeit.

Gruß Hugo

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