Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

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Saarkat
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Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von Saarkat » Di 6. Sep 2016, 08:29

Moin,

etwas länger als 3 Jahre hab ich nun den KAT. Seither hab ich mir diverses Zubehör ziviler Natur und aus Bundeswehrbeständen zugelegt. Diverse kleinere Arbeiten wurden ausgeführt, aber ansonsten konnte ich zeitlich nicht wirklich was bewegen. Jetzt geht's aber endlich in die heiße Phase und ich werde den Kran vom 10to auf den 4x4 montieren. Bei mir um die Ecke gibts nen Hydrauliker, der sich darum kümmern wird, dass das Teil an die vorhandene Hydraulik angeschlossen wird. Die Abstützzylinder werden komplett auseinandergebaut und neu abgedichtet, so dass alles einwandfrei funktionieren sollte.
Als ich mit der Demontage der Anbauteile angefangen habe, die im Bereich der zu montierenden Kranlafette liegen, habe ich die Entscheidung getroffen, den Pritzschenbelag in diesem Atemzug auch mit zu erneuern. Scheiß Job :doh: , wie feststellen musste, aber es wird ja in diversen Tröts nichts anders beschrieben. Als Belag standen Siebdruck oder ein "Originalbelag" zur Debatte. Siebdruck aber nur, wenn eine Platte ohne Stoß in Längsrichtung zu bekommen ist - leider Fehlanzeige ind er erforderlichen Dicke. Nach einiger Sucherei habe ich nun einen Lieferanten über den Baustoffhändler meines Vertrauens gefunden, der mir Hobelware mit 20 % Restfeuchte in Nut- und Federqualität und einer Brettstärke von 35 mm liefern kann.
Teilweise sind die Metallteile ganz schön rostig, so dass hier erstmal die Flex mit Drahtbürste oder Fächerscheibe ran muss. Den von meinem TÜV geforderten Ufs, die SSV (das Thema wurde schon ausführlich diskutiert - weitere Diskussionen zwecklos) und die Stahlkonstruktionen für zusätzliche Staukisten lasse ich verzinken, ggfs. noch eine Pulverberschichtung in Schwarz. Wenn der Belag mal ganz runter ist, kann ich mit dem Hochddruckreiniger gut ran und werde mal alles vernünftig reinigen. Ob ich den Rahmen dann mit Dinitrol oder Schalöl konservieren werde, muss ich sehen. Da bin ich noch völlig offen in der Entscheidung.
Arbeit über Arbeit, aber irgendwann soll es ja auch mal fertig sein. Anbei noch ein paar Bilder, weitere werden folgen.
Für Tipps, Kniffe und Ratschläge habe ich immer ein offenes Ohr.
Rost an Aussteifungselement letzter und vorletzter Querträger(1).jpg
Ganz schön gammelig, wo das Teil fest mit dem Querträger verbunden war/auf ihm auflag.
Rost an Aussteifungselement letzter und vorletzter Querträger(2).jpg
Ganz schön gammelig, wo das Teil fest mit dem Querträger verbunden war/auf ihm auflag.
Pritschenrahmen nach Demontage Belag.jpg
Teildemontage Belag - nur hinterer Teil.
Pritsche anheben, um Querträger zu Unterbauen..jpg
Keine Sorge, musste die Pritsche nur dezent anheben, damit ich sie entsprechend unterbauen konnte.
Gruß

Christoph


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Sandkater
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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von Sandkater » Di 6. Sep 2016, 22:51

Falls du deine Latten noch nicht bestellt hast:
schmeiß die Längsträger raus, beim THW war das auch so gelöst. Oder willst du noch Sitzbänke montieren?
Dann den Stoß der Siebdruckplatten auf die Travese und gut ist. Die Platten sind mit 2,50 Länge fast ohne Verschnitt einzubauen.
Peter
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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von Saarkat » Di 6. Sep 2016, 23:10

Die Längsträger rauszumachen hört sich interessant an und würde ne Menge Arbeit in Punkto schleifen, grundieren, lackieren und auch ausfräsen des Belages in diesem Bereich ersparen. Danke für den Hinweis. :clap:
Latten sind schon geordert. Siebdruck wäre sicherlich die besten Lösung gewesen, aber für mich nur in Frage gekommen, wenn ich ne Platte in dem Format bekommen hätte, die über die ganze Länge bzw. Fläche zu montieren gewesen wäre, also quasi ohne Längs- und Querstoß. Es gibt solche Sondermaße, aber leider nicht in 35 mm oder in 18 mm. Zwei 18er hätte ich mit "Konrad's Spezialkleber" ;) aufeinandergeklebt, aber so bleibts jetzt bei den Rauspundbrettern. Wenn die mit einer dünnschichtigen Lasur anständig mehrmals vor der Montage gestrichen werden, dann halten die auch ne gute Ecke. Nicht wie beim Bund, wo man nur was "auf" die Bretter gestrichen hat, was nicht einziehen konnte. Das ist kein Holzschutz, das ist nur Farbgebung.
Gruß

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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Di 6. Sep 2016, 23:42

Moin,

auf einem grundinstandgesetzten Anhänger habe ich vor 10 Jahren Siebdruck in 28mm verbaut.

Jetzt beginnt die Auflösungsphase.

Also besser Rauhspund.

Die Befestigungspunkte würde ich drin lassen.

(Bei meinem o.g. Anhänger habe ich sie extra hingebaut,
damit man mal Sitzbänke installieren kann.)


...
anhänger_3to_Bank.jpg

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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von Saarkat » Di 6. Sep 2016, 23:52

Dann hat der Anhänger wohl viel im Freien gestanden. Ich habe einen Humbaur Anhänger als Sonderanfertigung mit 3,50 m Ladeflächenlänge und 6 integrierten Zurrösen im Bodenbelag. Ladefläche und Bordwände sind aus Siebdruck. Die Kiste ist jetzt genau 20 Jahre alt. Der Boden hat etliche Spuren vom Paletten verladen, aber Auflösungserscheinungen hat er noch keine - steht allerdings immer trocken in der Halle, wenn er nicht mit auf der Baustelle ist.
Bänke kommen definitv keine drauf.
Gruß

Christoph


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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von Saarkat » Do 15. Sep 2016, 01:33

Nachdem Hinweis von Peter (Sandkater), dass die Längsträger in mittleren Bereich der Ladefläche bei den THW Fahrzeugen demontiert wurden, hab ich die Teile erstmal im hinteren Bereich rausgeflext. Solange noch kein Belag drauf ist, dreht der hintere Querrahmen der Pritsche dann aber ganz schön mit, wenn man über die Heckklappe nach oben steigt :shock: :lol: - sollte mit Verschrauben des neuen Belages aber aus der Welt sein.
Die Tage haben wir den Tragrahmen vom Kran auf den Fahrzeugrahmen geschoben und angepasst/ausgerichtet. Gestört hat der zweite Querträger (von hinten gesehen) samt den Winkeln, mit denen er am Rahmen befestigt ist. Die Nieten wurden abgebrannt und dann rausgeschlagen. Nachdem der Rahmen ausgerichtet war, haben wir dann die Befestigungswinkel mit dem Tragrahmen verschraubt - so wie es nachher auch der Fall ist. Somit waren die Winkel fest fixiert und wir konnten via Magnetbohrmaschine die erforderlichen 20 16er Löcher bohren. Nicht ganz einfach, da die Magnetbohrmaschine teilweise nur mit zusätzlicher Unterbauung mit Vierkantrohr vernünftig fixiert werden konnte. Wenn das Teil fest sitzt, sind die Löcher schnell gebohrt - absolut geiles Teil. :clap:
Die Tage werden dann die Bohrlöcher noch mit Rostschutz versehen und die Winkel verschraubt. Anschliessend geht's erstmal weiter mit der Demontage der Staukästen, dem Pritschenbelag und der sonstigen Anbauteile im Bereich der vorderen Ladeflächenhälfte. Danach folgt die Entrostung, Grundierung und Lackierung der Pritschenteile, die mit dem neuen Belag in Verbindung kommen.
Dateianhänge
Lafette von oben.jpg
Lafettenhalter links.jpg
Lafettenhalter rechts.jpg
Gruß

Christoph


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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Do 15. Sep 2016, 01:50

Moin,

in den Haltewinkeln sind doch nur 15er Löcher für die 14er Nieten.

Warum also 16 gebohrt ?

Welche Schrauben kommen denn zum Einsatz ?


...

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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Do 15. Sep 2016, 02:04

Moin,

dann noch eine Frage:

Wer hat den Abstand der Bohrungen festgelegt ?


...
KAT_5to_Lafette_1a.jpg

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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von Saarkat » Do 15. Sep 2016, 09:10

4x4-6x6 hat geschrieben:Moin,

in den Haltewinkeln sind doch nur 15er Löcher für die 14er Nieten.

Warum also 16 gebohrt ?

Welche Schrauben kommen denn zum Einsatz ?


...
Moin,
über die Originaldicke der Nieten kann ich keine Aussagen machen.
Fakt ist, dass der 16er Bohrer bei allen Löchern der Winkel gerade so gepasst hat. Es musste definitv nicht größer gebohrt werden.
Zum Einsatz kommen 16er Schrauben und Muttern der Güte 10.9, die ich von jemandem erworben habe, der sich damit auskennt. Schraube und Mutter haben quasi ein festinstallierte Beilagscheibe, die geriffelt/gezahnt ist. Keine Ahnung, wie die Teile richtig heissen.
Die auf den Bildern zu sehenden Schrauben sind nur Provisorien, um die Winkel zu fixieren. Die kommen für die schlussendliche Befestigung nicht in Frage, da nur 8.8er Güte.
Zuletzt geändert von Saarkat am Do 15. Sep 2016, 09:31, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß

Christoph


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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von Saarkat » Do 15. Sep 2016, 09:12

4x4-6x6 hat geschrieben:Moin,

dann noch eine Frage:

Wer hat den Abstand der Bohrungen festgelegt ?


...
KAT_5to_Lafette_1a.jpg

Kann die Frage nicht nachvollziehen. Der Abstand der neuen Bohrungen in den Rahmen ist ja von den Bohrungen in den Winkeln vorgegeben. Das auf dem Foto zu sehende Loch neben dem Winkel ist eine Bohrung, die vorhanden war und nicht von mir/uns hergestellt wurde.
Gruß

Christoph


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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Do 15. Sep 2016, 10:59

Moin,

der Lochabstand auf der vergrößerten Abbildung ist definitiv zu klein.

Das fällt insbesondere in's Gewicht, weil ja die Löcher nicht aufgerieben wurden,
und mit den 10.9-Schrauben eine gleitfeste Verbindung hergestellt werden soll.

Der Haltewinkel (und damit die ganze Kranlafette) hätte weiter nach rechts eingebaut werden müssen.

Die Bundeswehr ersetzt die Nieten in den 15er Löchern übrings durch Schrauben
10.9 in 14 mm Durchmesser.


...

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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von Saarkat » Do 15. Sep 2016, 12:15

4x4-6x6 hat geschrieben:Moin,

der Lochabstand auf der vergrößerten Abbildung ist definitiv zu klein.

Da fällt insbesondere in's Gewicht, weil ja die Löcher nicht aufgerieben wurden,
und mit den 10.9-Schrauben eine gleitfeste Verbindung hergestellt werden soll.

Die Bundeswehr ersetzt die Nieten in den 15er Löchern übrings durch Schrauben
10.9 in 14 mm Durchmesser.


...
Welcher Lochabstand? Der von dem vorhandenen Loch ausserhalb des Winkels zu der Bohrung links im Winkel?
Was bedeutet "Löcher aufreiben"? Ich bin Stuckateurmeister und kein Metallbauspezialist.

Wenn ich 16er Schrauben (mit Schieblehre 15,9) in 16er Löcher setze, dann hab ich ja ne gleitfestere Verbindung als die BW mit 14er Schrauben in 15er Löchern.
Gruß

Christoph


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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von Zentralgestirn » Do 15. Sep 2016, 16:01

Hallo Christoph,

schau mal hier https://de.wikipedia.org/wiki/Reiben_(F ... verfahren)

Das macht man damit die glatte gute Oberfläche bei den verwindungen normaler Fahrzeugrahmen nicht so schnell reißen. Hast du eine grobe Oberfläche beginnen dort schneller risse wie bei einer glatten Oberfläche.
Wen du die Löcher reibst, kannst du auch Passschrauben verwenden. Die können wie Zylinderstifte auch, auch auf Scherung belastet werden. Normale Schrauben dürfen nie auf Scherung belastet werden. Ist eine der maschinenbauerlichen Tötsünden ;)

Was unser Rätzelratender Freund mit den Lochabstand meint, es gibt zu jedem LKW vom Hersteller Aufbaurichtlinien, wo genau gesagt wird, was du wo und wie am Rahmen zu tun oder zu lassen hast. U.a. werden da mindestabstände zwischen den einzelnen Bohrungen und den Rändern festgelegt. Vermutlich kennt er die aufbaurichtlinien besser und will damit sagen das die Löcher etwas dicht zusammen sind. Mein Bauchgefühl sagt mir da auch etwas in die Richtung. Zu viele Löcher auf zu wenig Fläche schwächen den Rahmen.

Wenn du keine Passchrauben etc benutzt, dann mach dir bitte Gedanken über die Untergründe der Reibpartner. Wenn du so wie ich noch dick dsa Korrosionsschutzwachs auf dem Rahmen hast, sollte das vorher weg gemacht werden, damit sich das unter dem Druck der Schrauben nicht verflüchtigt und damit auch deine Vorspannung die du mit den Schrauben aufbringst. Dann hält das nicht mehr und wir sind bei bereits erwähnter Problematik mit dem scheren der Schrauben. Klappern könnte das dann auch ;)

Ich hoffe ich konnte da etwas Licht ins Dunkel bringen.

Grüße Sebastian

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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Do 15. Sep 2016, 16:16

Moin,
Zentralgestirn hat geschrieben:
Normale Schrauben dürfen nie auf Scherung belastet werden. ...

Doch, das ist deren erste Aufgabe.

Daher gibt es ja SL - Verbindungen (Scher-Lochleibungsverbindungen)

Oder SLP - Verbindungen (Scher-Lochleibungs-Passverbindungen)

Daneben gibt es noch GV - Verbindungen (Gleitfeste-Verbindungen)

Oder GVP - Verbindungen (Gleitfeste-Passverbindungen)

Bei GVP muß das Loch aufgerieben werden,
und der Schaft der Schraube muß durch alle Blechlagen reichen.
Es sind dicke Unterlegscheiben zu verwenden.

Daher habe ich beim Anbau der Winkel für den Kran 15 mm gebohrt,
und auf 16,0 aufgerieben.
Dann Inbus-Schrauben mit Schaft verwendet.
Die Schaftlänge habe ich so gewählt,
daß in der Scherfuge sich kein Gewinde befindet.
So habe ich Paßschrauben in 16,0 mm erzeugt.
'Echte' Paßschrauben 16 mm haben einen Schaft von 17,0 mm.

Als Nebenaufgabe dürfen Schrauben auch axial belastet werden.


...
Zuletzt geändert von 4x4-6x6 am Do 15. Sep 2016, 16:41, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Do 15. Sep 2016, 16:26

Moin,

der jenige, der die Winkel am Spenderfahrzeug abgebaut hat,
kann sicher Auskunft geben, welches Verfahren er angewendet hat,
um die Nieten zu entfernen.

Ich habe seinerzeit 14 mm gebohrt, und die 'Resthülse' mechanisch entfernt.

So ist das Originalloch mit seinen 15 mm erhalten geblieben.

Man kann natürlich auch gleich 16 mm bohren,
dann ist der Niet garantiert weg.
Leider ist dann das Ausgangsloch schon 16 mm.
Aufreiben kann man dann nur noch auf 17 mm.
Das fand ich aufgrund der geringen Restdicke an den unteren beiden Löchern als zu großzügig.

UND ja, ich meine den Lochabstand auf dem vergrößerten Bildausschnitt.
Das linke (unbenutzte Loch) hat ja nur ca. 10 mm Abstand zum rechten Loch.
Die untere Grenze liegt bei 2,5 D.

Das Lochbild vom Haltewinkel hat MAN festgelegt.
Daran kann man natürlich nichts ändern.


...

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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von Saarkat » Do 15. Sep 2016, 16:47

Ok, mal wieder etwas dazugelernt. Man wird halt nicht blöder beim Schrauben.
Was wäre zu tun? Prinzipiell soll's ja dauerhaft halten, auch wenn der Kran nicht tagtäglich 100 Hübe machen muss.
Gibt's nen gesunden Mittelweg, ohne dass einem der Kackstift gehen muss, wenn man auf dem Bediensitz des Kranes rumhampelt?
Gruß

Christoph


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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Do 15. Sep 2016, 16:51

Moin,

als erstes das störende Loch zuschweißen lassen.

Aber von jemandem, der weiß was er zu tun hat.

Also jemand der mindestens die Qualifikation 'Schweißfachmann' vorweisen kann.

Hier ist an Feinkornstahl zu schweißen.

Das ist zwar so in den Aufbaurichtlinien nicht vorgesehen,
aber bevor man deswegen den Rahmen verschrottet,
würde ich diesen (nicht ganz legalen) Weg gehen.

Natürlich muß die Schweißung planeben beschliffen werden.

Als zweites die Schrauben anschauen.

(Es sind übrings 'Sperrzahnschrauben'.)

Haben sie einen Schaft, und reicht der Schaft durch Hilfsrahmen und Haltewinkel,
dann kann man das so zusammenbauen.

Haben sie keinen Schaft, dann wegwerfen, und welche mit Schaft kaufen.


...
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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von Saarkat » Do 15. Sep 2016, 16:56

Es sind Schrauben ohne Schaft. Witzigerweise habe ich aber genau die gleichen Schrauben, die an eben diesen Haltewinkeln an einem 8x8 verbaut waren. Diese kommen zwar nicht zur Verwendung, sind aber identisch mit den neuen Schrauben. Wo liegt der Unterschied zwischen "mit Schaft" und "ohne Schaft"? Liegts daran, dass sich die Gewindestärke quasi unter der Scherbelastung breit drückt und somit Spiel zwischen Gewinde und Bohrung entstehen kann?
Gruß

Christoph


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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Do 15. Sep 2016, 17:09

Hallo,

wenn die Vorspannung flöten geht,
müssen die Schrauben auf Abscheren Leistung bringen.

Das können sie planmäßig nur, wenn kein Gewinde in der Scherfuge liegt.

Ich habe die Haltewinkel nachgerechnet.
Eine SLP-Verbindung ist hinreichend.

GV-Verbindungen verwenden die Fahrzeugbauer gerne,
weil im Fahrzeugbau die Löcher (wie einst bei den Nietverbindungen) nicht zu 100 % fluchten.
Das Aufreiben ist den Herren Konstrukteuren zu aufwendig.

Die Haltewinkel sind beim KAT kalt aufgenietet.
An dem untern Ende vom Haltewinkel kann man schön sehen,
wie sich das Material ausgebaucht hat.
Das schafft man mit Schrauben nicht.
Daher GV-Verbindungen.
Aber es muß eben auch Material vorhanden sein.
Wenn da in unmittelbarer Nachbarschaft leere Löcher sind,
gibt es eben auch nur verminderte Gleitfächen.
Wo Luft ist, kann man keine Reibung erzeugen.


...

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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von Saarkat » Do 15. Sep 2016, 17:27

Klingt einleuchtend.

Für mich würde das jetzt bedeuten:

- Stellen ohne Reibung vernünftig schweißen lassen und einebnen - nicht zubraten
- 16er Löcher können bleiben - müssen nicht auf 17 aufgerieben werden
- Sperrzahnschrauben mit 16er Schaft verwenden.

Somit wäre dann eine SLP Verbindung gewährleistet?
Gruß

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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Fr 16. Sep 2016, 11:31

Moin,

nochmal zur Erinnerung:

So habe ich meine Haltewinkel angebaut.
(Es fehlen auf dem Bilkd noch die Kontermuttern der M20-Gewindestangen.)

Es sind 5 Stück SLP-Verbindungen je Haltewinkel.
Aufgerieben von 15 mm auf 15,9 mm.

Die Sicherung der Muttern erfolgt über Locktite und über Kontermuttern M16.

An der Einbaustelle saß mal ein Haltewinkel mit 3 Nieten für Staukästen.
Ich habe ein Loch weiterverwendet, und 4 neue Löcher in den Hilfsrahmen gebohrt.


...
Kontermutter_KAT.jpg

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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von Saarkat » Fr 16. Sep 2016, 11:57

Sieht stimmig aus - dauert bei mir leider noch, bis ich soweit bin.
Gruß

Christoph


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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Fr 16. Sep 2016, 13:06

Moin,

Vorschlag zur Sanierung.


...
Sanierung_KAT_Löcher.pdf
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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von Saarkat » Fr 16. Sep 2016, 13:35

Das wäre eine relativ einfach umzusetzende Lösung.

Zwei Fragen noch hierzu:

- Kann ich die vorliegenden Sperrzahnschrauben verwenden? Die Mutter wäre dann aussen bündig mit dem Gewinde.
- Kann ich die Löcher in das zusätzliche Blech und den Rahmen wie bereits geschehen mit 16 mm bohren?
- Welche Kontaktflächen sind gemeint, die gestrahlt werden sollen?
Gruß

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Re: Umbau 4x4 mit Laderkran AK 3006

Beitrag von 4x4-6x6 » Fr 16. Sep 2016, 13:45

Hallo,

bei Schraubverbindungen muß das Gewinde immer mindestens einen Gewindegang über der Mutter herausstehen.

Man kann 16 mm bohren.
Allerdings mit der Auflage, regelmäßige FE-Prüfung.
(Dazu muß dann der Haltewinkel und das Zulageblech abgebaut werden,
und der Hilfsrahmen an der Stelle zur Prüfung entlackt werden.)
Sonst 15 bohren und aufreiben.

Alle Kontaktflächen, wo Stahl auf Stahl zu liegen kommt, müssen gestrahlt werden,
um eine einwandfreie GV-Verbindung herzubringen.


...

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